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Forschungs­pro­jekt Genderismus

Projekt „‚Genderismus‘ in der medialen Debatte. Themenkonjunkturen 2006 bis 2016“

Nicht nur die Gender Studies sondern auch Gleichstellungspolitiken und insbesondere das Konzept des Gender Mainstreamings sehen sich unter dem Begriff „Genderismus“ zunehmend dem Vorwurf der ideologiegeleiteten systematischen Bevorzugung von Frauen ausgesetzt. Das eigentlich benachteiligte Geschlecht seien heute Jungen und Männer. Der Anerkennung einer Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten und entsprechender Lebensentwürfe werden die vermeintlich natürliche Binarität von Mann und Frau sowie die traditionelle Kleinfamilie gegenübergestellt.

In aktivistischen aber auch in wissenschaftlichen Diskursen werden solchen ‚Genderismus‘-Debatten die Funktion einer Brücke zwischen der extremen Rechten und bürgerlich-konservativen bzw. christlichen Kreisen zuerkannt. Doch wie funktioniert diese Brücke? Existiert sie überhaupt? Und an welchen Themen macht sie sich fest? Hat sie überhaupt thematische Bezüge oder haben Genderismus-Debatten eine mediale Eigendynamik gewonnen? Diesen Fragen geht das Projekt „‚Genderismus in der medialen Debatte. Themenkonjunkturen 2006 bis 2016“ nach. Es ist am Institut für Politikwissenschaft und dem Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Uni Marburg angesiedelt und wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) finanziert.

(Mitantragstellerinnen: Dr.in Barbara Grubner; Dr.in Dorothee Beck; geplante Laufzeit: 01.07.17-31.12.18; Mitarbeiterin: Dr.in Dorothee Beck)