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Mikrobielle Diversität in der ­umweltabhängigen Signalantwort

Mikroorganismen sind in der Biosphäre allgegenwärtig und sorgen für die größte Lebensvielfalt auf unserem Planeten. Sie besiedeln nahezu jede mögliche ökologische Nische, unabhängig von den guten oder feindlichen Bedingungen, entweder als hochspezialisierte Einzelzellen, als mikrobielle Gemeinschaften, oder durch die Bildung komplexer vielzelliger Strukturen. Ein Schlüsselfaktor für ihren Erfolg bei der Besiedlung unterschiedlicher Lebensräume ist das enorme biochemische, physiologische und zelluläre Anpassungspotential von Mikroorganismen als Reaktion auf unzählige Umweltbedingungen. Dies schafft die Voraussetzungen für ihre Fähigkeit, sich an veränderte Bedingungen innerhalb eines bestimmten Ökosystems anzupassen und neue Möglichkeiten in neuartigen Umgebungen zu erkunden. Für die meisten Mikroorganismen gibt es nur eine Konstante: Veränderung!

Im Rahmen des SFB 987 konzentrieren sich mikrobiologisch ausgerichteten Forschergruppen der Philipps-Universität und des hiesigen Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie gemeinsam auf den Forschungsschwerpunkt „Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort“. Dieses Thema wurde gewählt, um das aktuelle Wissen über die Fähigkeit von Mikroorganismen - entweder als einzelne Zellen, als Konsortien oder im Kontakt mit eukaryotischen Zellen - signifikant zu erweitern. Das Verständnis der Mechanismen derart unterschiedlicher Reaktionen auf die Signalwahrnehmung ist entscheidend für das Verständnis der Funktionsweise sowohl einzelner mikrobieller Zellen als auch ganzer mikrobieller Ökosysteme und für die langfristige Evolution mikrobieller Arten.