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Interview mit Katharina Scholl

Profilbild von Pfarrerin Katharina Scholl
Foto: Katharina Scholl

Wer bist du? Ich bin Katharina Scholl (Pronomen: sie), ich bin Pfarrerin und als solche bin ich Repetentin* in der Hessischen Stipendiatenanstalt. Damit bin ich verantwortlich für die Verwaltung im Haus, für das Bildungsangebot, die Studienbegleitung und das religiöse Angebot.

Woher kommst du? Ursprünglich komme ich aus Hannover, das würde man durch mein lupenreines Hochdeutsch auch hören. Seit 2007 lebe ich in Marburg. Eigentlich wollte ich auch nur ein Jahr bleiben. Vorher habe ich in Bielefeld studiert. 

Was studierst du bzw. hast du studiert? Ich habe evangelische Theologie studiert und danach das Vikariat gemacht, das ist die praktische Ausbildung zur Pfarrerin.

Wie lange bist du schon Repetentin? Ich bin seit November 2018 Repetentin.

Was war dein coolstes Erlebnis/schönste Erinnerung? Da gibt es so viele. An dem Tag meiner Einführung ist das Catering ausgefallen und plötzlich sagte einer von den Studierenden: „Das macht doch nichts, wir machen das.“ Dann stand da ein großes Abendbrot ohne viel Aufwand. Da haben einfach alle mit angepackt und das hat super funktioniert. Das hat mich sehr bewegt und beeindruckt.

Was ist dein Lieblingsort in der Stipe? Mein Küchenfenster.

Welche Erwartung wurde bei dir erfüllt, als du hier eingezogen bist? Dass ich mit neugierigen jungen Menschen zu tun habe, mit denen sich viel gestalten lässt. Dass ich es mit Menschen zu tun bekomme, die in unterschiedlichen Nähen und Distanzen zur Kirche stehen, das gefällt mir als Pfarrerin besonders gut.

Stipe bedeutet für mich... Experimentierfeld und Heimat auf Zeit.

Eine Fee erfüllt dir einen Wunsch, was würdest du in der Stipe machen? Einen Pool im Paradiesgarten einrichten.

Am Amt der Repetentin magst Du am Liebsten? Mir macht die Gestaltung der Mittwochsgastabende besondere Freude, weil ich es für einen großen Gewinn halte, mit so vielen Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fachkulturen ins Gespräch zu kommen. Und mir macht die Gestaltung von Semestergottesdiensten besondere Freude, weil es etwas ganz besonderes ist, mit Menschen, mit denen man so nah zusammenlebt, Liturgie zu feiern und in einem solchen Zusammenhang zu predigen.

Welches studentische Amt würdest Du am liebsten machen? Das Bibliotheksamt, weil ich Bücher sehr liebe.

Warum bist Du in die Stipe eingezogen? Weil ich mir keinen Ort vorstellen konnte, wo ich lieber die kommenden drei Jahre arbeiten möchte.

 

Clara Desch interviewte Katharina Scholl.

*Repetent*in ist eine historisch übriggebliebene Bezeichnung für die Position, die Katharina Scholl nun inne hat. Früher gehörte auch zu dieser Stelle, dass diejenige Person mit den Studierenden den Stoff wiederholt hat, daher die Bezeichnung "Repetent*in" von lat. "repetere".