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Interview mit Prof. Dr. Karl Pinggéra

Profilfoto von Prof. Dr. Karl Pinggéra.
Foto: Stefanie Profus

Wer sind Sie? Ich bin Karl Pinggéra (Pronomen: er) und bin seit 2009 Professor für Kirchengeschichte am Fachbereich für evangelische Theologie an der Philipps-Universität hier in Marburg. Vorher habe ich aber bereits als Hochschuldozent an der Uni Marburg gearbeitet. Meine Assistentenzeit habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter der evangelisch-theologischen Fakultät in Bonn verbracht. 

Sie sind der Ephorus unseres Hauses. Was ist ein Ephorus denn überhaupt? Das ist ein vermehrt vorkommender Titel, der den theologischen Vorsteher eines Studentenwohnheims bezeichnet. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bezeichnet „Vorsteher“. Im alten Sparta gab es fünf „Ephoren“, die den Staat geleitet haben. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Kontaktpflege zu den Präsentationsstädten und ich präsentiere das Haus nach außen. 

Wie lange sind Sie schon Ephorus bei uns? Ich bin seit fünf Jahren Ephorus.

Was sind schöne Erinnerung, die Sie mit dem Haus verbinden? Besonders fallen mir die gemeinsamen Feste ein.

Haben Sie einen Lieblingsort, wo Sie immer wieder gerne hinkommen? Die Kapelle im Hauptschloss, in der wir immer die Gottesdienste feiern, ist ein großartiger Raum.

Was für Vorstellungen und Erwartungen hatten Sie als Sie die Stelle angetreten haben? Ich hatte eher Befürchtungen, weil ich nicht ganz wusste, was für Aufgaben mich erwarteten und ich hatte Bedenken, dass ich den Erwartungen nicht gerecht werde. Ich wusste, dass hier ein ganz hohes Maß an Selbstverwaltung herrscht und in der Hausversammlung eigentlich alle wichtigen Sachen besprochen werden. Das hat sich dann aber auch alles ergeben.

Wie sind Sie damals auf die Stelle aufmerksam geworden und dazu gekommen? Mein Vorgänger, Herr Prof. Dr. Dietrich Korsch, hat mich zu einem Semesterabschlussgottesdienst mitgenommen. Ich fand die Atmosphäre gleich sehr nett. Er erzählte mir dann im Anschluss, dass er demnächst aufhöre und ob ich mir das vielleicht vorstellen könnte.

Das Collegium Philippinum bedeutet für mich… eine Bereicherung und die einzigartige Möglichkeit, Studierende aller möglichen Fachbereiche kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.  

Was würden Sie sich zukünftig für die Stipe wünschen? Dass die Studierenden weiterhin einen so guten Weg des Miteinanders finden und dass das Engagement im Haus und die Bereitschaft der Stipendiat*innen, sich in der Gemeinschaft zu beteiligen, erhalten bleibt.

Was macht Ihnen als Ephorus am meisten Spaß? Der Kontakt.

Welches Amt würden Sie übernehmen, wenn Sie eins der Bewohner*innen wählen müssten? Ich wäre gerne Küchenhilfe, weil ich dann mit Frau Achenbach (Anmerkung: Inge Achenbach, unsere Köchin) zusammenarbeiten könnte.

Julia Carp interviewte Herrn Prof. Dr. Karl Pinggéra.