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Projekt „Bildungsbiographien“

Ergebnis des Projekts "Bildungsbiographien": Prozentuale Aufteilung der Abiturienten und Abiturientinnen mit und ohne feste Perspektive für die Zeit nach dem Abitur und die damit einhergehenden Gefühle. Es wird ein Kreisdiagramm dargestellt. 39 Prozent haben keine feste Perspektive und 61 Prozent haben eine feste Perspektive für die Zeit nach dem Abitur. Bei der Gruppe ohne feste Perspektive überwiegen die gemischten Gefühle. Bei der Gruppe mit fester Perspektive überwiegen die positiven Gefühle.
Grafik: Jutta Margraf-Stiksrud
Die prozentuale Aufteilung der Abiturienten und Abiturientinnen mit und ohne feste Perspektive für die Zeit nach dem Abitur und die damit einhergehenden Gefühle (Abbildung 1)

Das Projekt „Bildungsbiographien“ ist eine Studie, in der wir Informationen zur Studien- und Berufswahl von Abiturientinnen und Abiturienten erhoben haben. Die erhobenen Informationen helfen uns, unsere Zielgruppe, die Studieninteressierten, optimal zu erreichen. Somit dienen sie uns als Hintergrundwissen und Orientierung für die Erstellung von Studiengangswebsites, Videos sowie Printmedien für die Studiengänge.

Gegenstand der Studie war der Entscheidungsprozess der Studien- und Berufswahl von Abiturientinnen und Abiturienten. Explizit erkundet wurden dabei

  • der Entstehungsprozess der Studien- und Berufswahl,
  • die Rolle von Interessen, Motiven und schulischen Kompetenzen,
  • die Rolle des sozialen Umfelds
  • sowie die Informationsbeschaffung zur Studien- und Berufswahl.

Durchgeführt wurde das Projekt „Bildungsbiographien“ vom Fachbereich Psychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Stemmler (bis 2015) und Dr. Jutta Margraf-Stiksrud (ab 2015). Seit 2012 wurden jährlich Abiturientinnen und Abiturienten der drei Marburger Gymnasien anhand von Einzelinterviews befragt. Insgesamt nahmen 514 Abiturientinnen und Abiturienten (331 Frauen, 177 Männer) teil.

Wichtigste Ergebnisse des Projekts "Bildungsbiographien":

· 60 % der Abiturientinnen und Abiturienten haben bereits eine feste Perspektive für die Zeit nach dem Abitur. Für die Mehrheit ist diese mit Vorfreude und einem Gefühl von Sicherheit verknüpft. Etwas mehr als die Hälfte derjenigen ohne eine feste Perspektive berichten über deutlich negativere Gefühle. (Abbildung 1)

· Ein sicherer Arbeitsplatz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein angenehmes Betriebsklima sind den Abiturientinnen und Abiturienten am wichtigsten. Auch der Wunsch danach, später im beruflichen Umfeld Einfluss auszuüben bzw. Verantwortung zu übernehmen, ist ähnlich stark ausgeprägt. Im Gegensatz dazu scheinen die Aussicht auf eine Führungsposition und darauf, durch besondere Leistungen herauszustechen, weniger relevant zu sein

· Bei dem Entscheidungsprozess der Studien- und Berufswahl spielen Eltern der Befragten eine bedeutsame Rolle: etwa 62 % gaben an, von den Eltern unterstützt zu werden. Außerdem wurden Tipps und Ratschläge von Freunden als relevant eingeschätzt. Das vielfältige Angebot der Schule erreichte die Abiturienten und Abiturientinnen hingegen weniger gut. Die Unterstützung durch die Schule wurde im Durchschnitt nur wenig hilfreich eingeschätzt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass dies mit den eher wenig auf die individuellen Fragen ausgerichteten Informationsangeboten der Schulen zusammenhängt.

Beteiligte Studierende:

Anne Bombich, Hannah Buschkamp, Marie Dumke, Ronja Edelmann, Sarah Eickmeyer, Alina Gentil, Alexander Haussmann, Katharina Lex, Johanna Munz, Melissa Muster, Raoul Neu, Lena Reddemann, Sarah Schmitt, Flore Schork, Theresa Schulz und Vera Weingardt.

Kontakt:

  • Jutta Margraf-Stiksrud, Johanna Munz (Fachbereich Psychologie)
  • E-Mail: bildbio@staff.uni-marburg.de