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Interdisziplinärer Kletterkurs mit Reflexion der Übertragbarkeit von Sicherheitsmechanismen in die Medizin

Beteiligte

Der interdisziplinäre Kletterkurs richtet sich an Studierende des Fachbereichs Medizin in ihrem Praktischen Jahr im Krankenhaus sowie an Auszubildende der Marburger Elisabeth von Thüringen Akademie zur Mitte ihrer praktischen und theoretischen Krankenpflegeausbildung.

Der Kurs stellt eine Lerneinheit innerhalb des Kurses „Patientensicherheit – Wie kann ich meine Patienten vor einem vermeidbaren Schaden bewahren?“ dar.

Für die Organisation und Durchführung des Kurses sind verantwortlich:

  • Dr. Egbert Opitz (Mediziner, Leiter des Marburger Kurses Patientensicherheit)
  • Luca Polaschke (Studierender der Erziehungswissenschaften, DAV Trainer Sportklettern)
  • Prof. Dr. Susanne Look (Soziologin, Verantwortliche für Projekte zur Patientensicherheit)

Ziel

Das Ziel des Kletterkurses ist es, in einem nicht-klinischen Setting für die Patientensicherheit relevante Kompetenzen zu erkennen und zu vertiefen. Dabei sollen die Kursteilnehmer/innen insbesondere ihr persönliches Risikoverhalten erfahren und reflektieren. Da zahlreiche Sicherheitsstandards, die in anderen (Hoch-) Risikobereichen fest etabliert sind, im medizinischen Alltag bislang nicht durchgehend bzw. nur auf freiwilliger Basis umgesetzt werden, ist dies von enormer Bedeutung.

Das Know-how zur Durchführung dieses im deutschsprachigen Raum derzeit einzigartigen Kurses soll von der Ideengeberin Prof. Look auf Personal der Marburger Fachbereiche Medizin und Erziehungswissenschaften transferiert werden.

Der interdisziplinäre Kletterkurs ist Teil des Kursprogramms "Klug entscheiden - Sicher behandeln", für den ein Team des Marburger Fachbereichs Medizin den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2019 bekommen hat.

Ablauf/Durchführung

  • Der zweitägige Kurs wird insgesamt zweimal durchgeführt.
  • Die Kursteilnehmer/innen erhalten individuelles Feedback zu ihrem Sicherungs- bzw. Risikoverhalten durch die Trainer/innen.
  • Es werden Informationen über wichtige „Humanfaktoren“ beim Klettersport vermittelt.
  • Die Kursteilnehmer/innen erarbeiten in Zweierteams eine Gegenüberstellung der Sicherheitsstandards beim Klettern und in der Medizin und diskutieren die Übertragbarkeit der beim
  • Klettern erlernten Sicherheitsmechanismen in das klinische Setting.

Als Nebeneffekt erwerben die Kursteilnehmer/innen den Toprope-Schein des Deutschen Alpenvereins.

Zeitrahmen

November 2018 – Juni 2019

Ansprechpersonen

  • Dr. Egbert Opitz (Mail), Dekanat des Fachbereichs Medizin
  • Prof. Dr. Susanne Look (Mail), IB Hochschule Berlin
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