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Archäologie trifft Medizin: Mit medizinischer Bildgebung (CT) und 3D-Druck zur Rekonstruktion archäologischer Fundstücke

Beteiligte

Das Projekt wird durchgeführt von Prof. Dr. Felix Teichner (Vorgeschichtliches Seminar, Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften, FB 06) und Prof. Dr. Andreas Mahnken (Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Fachbereich Medizin, FB 20), unterstützt von Florian Hermann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften). Es richtet sich an Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Studierende der verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengänge der Archäologie (FB06), Promovierende der Humanmedizin und angehende Absolventinnen und Absolventen des FB 06, die im Rahmen von Forschungs- und Abschlussarbeiten mit Bildsegmentierung und 3D-Printing arbeiten. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Humanmedizin und Archäologie an Techniken zur Datenextraktion sowie der Objektdokumentation und Verfahren zur non-invasiven Analyse von Blockbergungen (der Bergung archäologischer Fundemitsamt dem umliegenden Erdreich) arbeiten, werden adressiert. 

Ziel

Mittels des Kooperationsprojekts wird von Forschenden der Fachbereiche 06 und 20 eine Infrastruktur für den 3D-Druck von archäologischen Funden aufgebaut. Ziel ist es, damit schneller und schonender als mit bisherigen Techniken archäologische Funde aus Blockbergungen allein mittels der medizinischen Bildgebung zu separieren, um daraus dann haptische und weiter interpretierbare dreidimensionale Modelle zu generieren. Diese Funde können so schnell und präzise für Lehre, archäologische Forschung und museale Präsentation bereitgestellt werden, ohne das Risiko, die Objekte dauerhaft zu beschädigen. Gleichzeitig können Studierende der Humanmedizin hier Methodenkompetenz im bilddatenbasierten Rapid-Prototyping erwerben, das bereits in einigen Bereichen der Humanmedizin zum Einsatz kommt.

Ablauf/Durchführung

  • Mai - Juni 2019: Anschaffung der Geräte und Testphase, Transfer der Methodenkompetenz
  • Juli 2019 - Januar 2020: Pilotphase, Anwendung der neuen Kompetenzen an einzelnen Musterobjekten
  • Februar 2020: Integration in den Forschungs- und Lehrbetrieb
  • Februar - Juni 2020: Forschungs- und Lehrbetrieb Archäologie / Radiologie
  • ab Juli 2020 wird die Weiterführung über Eigenmittel finanziert, mit dem Langziel der dauerhaften Integration in den universitären Alltag

Zeitrahmen

Nach der Einrichtung und Testphase im Jahr 2019 wird die Anlage nach erfolgreicher Pilotphase in der Folge dauerhaft in den Lehr- und Forschungsbetrieb integriert. Anfang des Jahres 2020 soll hierzu zusammen mit externen Spezialisten ein Workshop abgehalten werden, der den Weg für die weitergehende Zusammenarbeit bereitet.

Ansprechpersonen

Prof. Dr. Felix Teichner (Vorgeschichtliches Seminar, Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften, FB 06)
Prof. Dr. Andreas Mahnken (Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Fachbereich Medizin, FB 20)

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