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Naturschutz im Wald – Interdisziplinäres Lernen und Lehren im Universitätswald Caldern

Beteiligte und Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an die Bachelor- und Master-Studiengänge der Fachbereiche Geographie und Biologie. Auch Studierende der Lehramtsstudiengänge Erdkunde und Biologie können teilnehmen.

Das Projekt "Naturschutz im Wald" wird von Lehrenden und Forschenden der Fachbereiche Geographie und Biologie durchgeführt, die sich mit ökologischen und naturschutzfachlichen Fragestellungen beschäftigen.

Ziel

"Naturschutz im Wald" ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Lern- und Lehrprojekt zur Erforschung der Zusammenhänge im Ökosystem eines forstlich genutzten Waldgebiets. Die fachbereichs- und arbeitsgruppenspezifischen Sichtweisen zu Lehre, Wissenschaft und Forschung werden an gemeinsam gewählten Naturobjekten bearbeitet, analysiert und auf einer gemeinsamen Plattform allen beteiligten Gruppen zur Verfügung gestellt.

Die neuartige Zusammenarbeit der relevanten Teilbereiche der Geographie und Biologie (Pflanze, Tier, Boden, Wasser, Klima) ermöglicht den Studierenden eine intensive Auseinandersetzung mit den netzwerkartig verbundenen Naturprozessen.

Weitere Akteurs- und Berufsfelder, die im allgemeinen Lehrbetrieb in der Regel zu kurz kommen und als potentielle Arbeitgeber in Frage kommen (Behörden, Planungsbüros, Gutachtenerstellung), werden mit einbezogen.

Ablauf/Durchführung

Es sind fünf Lehrveranstaltungen vorgesehen, in denen folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  • Waldstrukturanalysen mit Hilfe klassischer Gelände- und moderner fernerkundlicher Aufnahmemethoden
  • Anlage von Dauerbeobachtungsflächen zur Erfassung des Effektes forstlicher Nutzungsmethoden
  • Habititateignung für geschützte Tierarten (z.B. Fledermäuse) in Abhängigkeit von forstlicher Praxis
  • Nährstoffhaushalt, Temperaturregime und Gewässerstruktur zur Analyse der Habitateigenschaften der Besiedlung mit Makrozoobenthos im Gewässernetz des Grubenbachs
  • Analyse von Totholz-Biozönosen als wesentliche Komponente ökosystemarer Stoffkreisläufe
  • Erforschung des Effektes von Weideausschluss auf die Krautschicht und Jungwuchs in Abhängigkeit von der bestehenden Waldstruktur

Zeitrahmen

Das Projekt wurde im Sommersemester 2017 geplant und bearbeitet in unterschiedlichen Modulen in den Sommersemestern 2018-2021 die oben genannten Teilprojekte. Darüber hinaus bietet das universitätseigene Untersuchungsgebiet "Universitätswald Caldern" eine stabile Perspektive für dauerhaft innovative Forschung und Lehre. Das Projekt versteht sich als Initiator für weitere Zusammenarbeit in der Lehre.

Ansprechpersonen

Martin Reiss (), Jürgen Kluge ()