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Terahertz-Spektroskopie als neue Methode zur optimierten Charakterisierung innovativer Arzneiformen

Beteiligte

Das Projekt wird als Kooperationsprojekt zwischen den Fachbereichen Physik und Pharmazie durchgeführt, um die Expertise – im Speziellen in den Bereichen der Halbleiterphotonik und der Pharmazeutische Technologie – zu bündeln. Neben den Arbeitsgruppenleitern (Prof. Dr. Martin Koch und Prof. Dr. Cornelia M. Keck) werden am Projekt ein/e Master-Studierende/r und ein/e Pharmazeut/in im Praktischen Jahr beteiligt sein. Das Projekt wird zusätzlich durch Doktoranden beider Fachbereiche unterstützt.

Es dient der effektiven Entwicklung innovativer, hocheffizienter Arzneimittel, welche kostengünstig und besonders umweltfreundlich, d.h. nachhaltig, hergestellt werden können und richtet sich daher an alle pharmazeutisch-technologischen Fachgruppen und natürlich auch an alle Interessierten. Studierende sind herzlich willkommen sich, z.B. im Rahmen eines Wahlpflichtpraktikums, an diesem fächerübergreifenden Projekt zu beteiligen.

Ziel

Konkretes Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, ob und inwieweit Terahertz-Spektroskopie geeignet ist, amorphe und kristalline Wirkstoffstrukturen – auch in komplexen Tägermatrices, wie z.B. in Tabletten – voneinander zu diskriminieren. Bis dato ist dies nur sehr bedingt möglich. Gelingt die Etablierung dieser neuen Charakterisierungsmethode, können in der Zukunft neue Arzneiformen schneller und kosteneffizienter entwickelt werden.

Ablauf/Durchführung

Innerhalb dieses Projektes wird ein erster Messaufbau für die Terahertz-Spektroskopie entwickelt, welcher das Vermessen pharmazeutischer Trägermatrices ermöglicht. Im nächsten Schritt wird die Methode etabliert. Dazu werden pharmazeutische Tägermatrices mit einem Modellwirkstoff, beladen, dessen Kristallisationsverhalten bereits gut untersucht ist. Das Kristallisationsverhalten wird mit herkömmlichen pharmazeutischen Methoden und mittels Terahertz-Spektroskopie analysiert. Die Ergebnisse werden dann zueinander korreliert, um erste Aussagen über die Machbarkeit der Methode zu ermöglichen. In Folgeprojekten soll die Methode dann weiter optimiert und der Nachweis erbracht werden, dass die Methode allgemein und für verschiedene pharmazeutische Substanzen und Tägermatrices eingesetzt werden kann. Dazu werden verschiedene Arzneistoffe mit verschiedenen Verfahren in unterschiedliche Matrices und Arzneiformen eingearbeitet und wie oben beschrieben charakterisiert und korreliert.

Zeitrahmen

Das Projekt wurde im Januar 2019 begonnen und endet im Januar 2020. Eine Weiterführung – auch unter Einbeziehung weiterer Arbeitsgruppen – ist in jedem Fall geplant.

Ansprechpersonen

  • Prof. Dr. Martin Koch (Mail), Fachbereich Physik, Experimentelle Halbleiterphysik
  • Prof. Dr. Cornelia M. Keck (Mail), Fachbereich Pharmazie, Pharmazeutische Technologie

Weitere Informationen

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Foto: Jan Ornik