Hauptinhalt

Informationen für Studierende

Stand: 13.07.2020

English version

Das kommende Semester wird mit einem hohen Anteil an Selbststudium besondere Herausforderungen an Sie als Studierende stellen. Wir können gemeinsam daran arbeiten, dass Ihr Studium trotzdem gelingen kann. Diese Seiten dienen dazu, Sie in der Gestaltung Ihres individuellen Lernprozesses zu unterstützen.

In diesem Sommersemester kommt der Lernplattform ILIAS eine besondere Funktion zu. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um die vielfältigen Möglichkeiten in ILIAS zur Selbstorganisation und Kommunikation zu entdecken.

Workshops und Online-Seminare für Studierende

Regelungen zur Vermeidung Corona-bedingter Studienhemmnisse

Die Philipps-Universität setzt sich mit großem Engagement dafür ein, dass Studierende auch im Sommersemester 2020 ohne Zeitverzögerung studieren können. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass einige Studierende vor besonderen Herausforderungen stehen: Die Betreuung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder eine prekäre ökonomische Situation erschwert ihnen die Fortsetzung ihres Studiums. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Studierende zurzeit besonders für die Bewältigung der aktuellen Krise einsetzen. Daher haben sich zentrale Einrichtungen und Fachbereiche in Ergänzung zu der dem Senat zur Verabschiedung vorgelegten Satzung zur Anpassung des Studien- und Prüfungsrechts (wird nach der Annahme durch den Senat veröffentlicht) auf folgende Regelungen und Erleichterungen verständigt:

Tipps zum Selbststudium

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Selbsteinschätzung: Was hilft Ihnen beim Lernen?Selbsteinschätzung: Was hilft Ihnen beim Lernen?

    Die Basis für den Einstieg in das Selbststudium ist eine gute Selbsteinschätzung. Reflektieren Sie, was Ihnen üblicherweise beim Lernen hilft. Diese exemplarischen Fragen wird jeder und jede von Ihnen unterschiedlich beantworten, weil Lernen ein sehr individueller Prozess ist.

    - Was motiviert und unterstützt Sie?
    - Wann lernen Sie besonders gut?
    - Spricht Sie eventuell eine auditive Vermittlung an? Benötigen Sie eine visuelle Übersetzung des Lernstoffs?
    - Welche Rolle spielt für Sie die Kommunikation mit anderen im Lernprozess?
    - Zu welcher Tageszeit sind Sie am produktivsten?
    - Was hilft Ihnen aus einem Motivationstief?
    - Planen Sie eher in kleinen Arbeitseinheiten oder arbeiten Sie lieber in einer langen ungestörten Phase einen ganzen Berg auf einmal ab?

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Lern- und ZeitmanagementstrategienLern- und Zeitmanagementstrategien

    Unabhängig von Ihren persönlichen Lernpräferenzen haben wir nachfolgend Tipps zu Lern- und Zeitmanagementstrategien gesammelt, die Ihnen beim Lernen helfen können und vor allem dazu dienen sollen, Ihre Motivation zu erhöhen.

    1. Setzen Sie sich selbst realistische Ziele!

    Setzen Sie sich für Ihre Selbstlernphasen eigene Lernziele, die Sie in Ihrer Lernzeit erreichen wollen. Dadurch organisieren und strukturieren Sie Ihren eigenen Lernprozess und teilen ihn in kleine, gut zu bearbeitende Stücke auf. Das Setzen von eigenen Lernzielen hilft Ihnen auch, Ihren Lernprozess zu überwachen und dadurch zu vermeiden, erst am Ende der Veranstaltung mit dem Lernen zu beginnen. Stellen Sie Ihre persönlichen Lernziele anhand der Fragen auf: Was wollen Sie heute bearbeiten, was wollen Sie lernen?

    Wichtig ist, dass Ihre Ziele realistisch sind und mit den Lernzielen der Veranstaltung/des Moduls übereinstimmen. Vergleichen Sie deshalb Ihre Zielsetzung mit den Lernzielen der Lehrveranstaltung. Ohne diese Zielsetzung wird es schwieriger, relevante von weniger relevanten Inhalten zu unterscheiden.

    2. Strukturieren Sie Ihren eigenen Lernprozess!

    Strukturieren Sie Ihren Lernprozess, indem Sie einen persönlichen (Stunden-)Plan für sich erstellen. Planen Sie den Ablauf Ihrer Arbeitswoche, sowie einzelner Tage. Definieren Sie vor einzelnen Lektionen einen zeitlichen Ablauf. Teilen Sie einzelne Lektionen in kleine Lerneinheiten und planen Sie zeitliche „Puffer“ ein. Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Planung immer wieder an Ihre Lernerfahrungen anpassen und lernen, den zeitlichen Aufwand realistisch einzuschätzen. Ohne diese Form der Strukturierung erhöht sich die Gefahr, dass Sie viel Zeit für andere Dinge nutzen, beispielsweise Prokrastination oder andere Ablenkungen. Trennen Sie deshalb klar zwischen Lernen und Freizeit.

    3. Schaffen Sie sich eine Übersicht über Deadlines!

    Machen Sie sich eine Übersicht zu welchem Zeitpunkt im Semester Sie welche Abgabe-/Einreichungs-/Prüfungsfristen haben. Strukturieren Sie ihr Semester quasi rückwärtsgewandt. So können Sie zum einen sicherstellen, dass Sie keine Frist verpassen und zum anderen lässt sich so vermeiden, dass sich „Arbeitsspitzen“ bilden, in denen Sie wesentlich mehr Zeit bräuchten, als Sie zur Verfügung haben. Vermeiden Sie Stress, indem Sie sich rechtzeitig mit dem Verfahren der Abgabe bekannt machen und einen Puffer zur Korrektur einbauen.

    4. Machen Sie Pausen!

    Pausen sind sehr wichtig, um konzentriert weiterarbeiten und -lernen zu können. Darüber hinaus helfen kurze Pausen dabei, das Gelernte kognitiv zu verarbeiten und zu speichern. Wann und wie Sie die Pausen gestalten, hängt von Ihrem favorisierten Lernverhalten ab. Möglichkeiten gibt es viele, beispielsweise Sport treiben, sich kurz hinlegen oder auf den Balkon oder in den Garten gehen usw.

    5. Belohnen Sie sich für erreichte Ziele!

    Diszipliniert zu bleiben und sich über längere Zeiträume hinweg zu konzentrieren, ist schlicht eine große Herausforderung. Deshalb ist es sehr wichtig, sich erreichbare Ziele zu setzen (Punkt 2) und sich immer wieder selbst zu motivieren. Eine Möglichkeit zur Selbstmotivation können z.B. Belohnungen sein. Gönnen Sie sich gezielt etwas, wenn Sie ein Teilziel erreicht haben. Ebenso können Sie sich mit einem gezielten Wechsel der bearbeiteten Themen weiter motivieren: Ziehen Sie beispielsweise einmal ein Thema in Ihrem Lernplan vor, das Sie sehr mögen, und stellen Sie dafür ein anderes zurück, um es später zu bearbeiten. Wichtig ist, dass Sie kontinuierlich ein bestimmtes Wochenpensum bearbeiten und nicht erst am Ende des Semesters oder kurz vor der Abgabe mit der Arbeit beginnen.

    6. Bilden Sie (virtuelle) Lerngruppen!

    Ohne Präsenzlehre stellt dieser Aspekt sicherlich eine besondere Herausforderung für Sie dar. Austausch mit anderen ist nicht nur wichtig, um das Gelernte besser und richtig zu verstehen. Sozialer Austausch motiviert und lässt Sie auch besser durchhalten. Hier helfen in der aktuellen Situation sicherlich die digitalen Möglichkeiten. Nutzen Sie bitte die Austauschoptionen mit Ihren Kommilitonen und Kommilitonen über die Lernplattform ILIAS, in sozialen Medien oder ganz klassisch per Telefon. Wichtig ist darüber hinaus die nicht fachliche Kommunikation mit Freunden und Familie.

    7. Sorgen Sie für eine ruhige und lernförderliche Umgebung!

    Die Kommunikation mit Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen ist wichtig. Aber während der Phasen, in denen Sie konzentriert zuhören, lesen und/oder schreiben usw., sollten Sie die Mitteilungstöne an Ihren mobilen Endgeräten unbedingt ausschalten. Andernfalls ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich permanent selbst ablenken und letztlich viel mehr Zeit unproduktiv am Schreibtisch verbringen. Sorgen Sie, soweit möglich, für eine ruhige Umgebung, indem Sie ihre MitbewohnerInnen, Familienangehörige, etc. darauf hinweisen, dass Sie nun lernen wollen und nicht gestört werden wollen.

Unterstützungsangebote zum Selbststudium