Direkt zum Inhalt
 
 
Bannergrafik (Ethnologie)
 
  Startseite  
 

Karl Braun, Felix Linzner, John Khairi-Taraki (Hg.) Avantgarden der Biopolitik, ISBN 978-3-8471-0740-8, Marburg 2017

In der Jugendbewegung waren in einem diskursiven Umfeld gesellschaftlicher Beunruhigung körperlich-biologische, sozialdarwinistische, sexual- und rassetheoretische Argumentationsweisen populär. Dabei ging es um Konzepte von Verbesserung und Vermeidung von Gefährdung, also eine breite Palette von Auslese, Ausschluss und Ausmerze. Welche Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit, von rassischer Reinheit, von den Gestaltungsmöglichkeiten des Sexuallebens, vom Umgang mit dem Körper und den Lebensfunktionen, von Modellen vergangener, wieder- bzw. neu herzustellender sozialer Organisationsformen gab es? Diesen Fragen geht der Band unter dem Aspekt der »Biopolitik« nach und macht so die jugendbewegten Bestrebungen – in der gegebenen Ambivalenz – nachvollziehbar und verstehbar.

 

avantgarden.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siegfried Becker/Marita Metz-Becker (Hg.), Marburger Alltagsleben im 19. Jahrhundert, 2. Auflage, ISBN 978-3-00-048812-2, Marburg 2017

Wie sah das Alltagsleben im Marburg des 19. Jahrhunderts aus? Zum Alltag gehörten noch in den 1860er Jahren die Kühe der Marburger Ackerbürger, die durch die Barfüßerstraße zur Weide getrieben wurden und ihre Fladen aufs Pflaster fallen ließen, wie sich Carl Bantzer erinnerte. Alltäglich waren die Geräusche der eisenbereiften Holzwagen, das Klappen von Pferdehufen, das Blöken der Schafe, das Läuten der Glocken, die den Tag unterteilten. Und alltäglich war das Bemühen um Überleben, ums tägliche Brot. Im Vormärz, den Jahrzehnten vor der Märzrevolution 1848, litt die Bevölkerung in Kurhessen unter einer Massenverelendung, dem sogenannten Pauperismus, der vor allem die Unterschichten betraf - die andere Seite einer Epoche, wie wir Romantik nennen.

alltagsleben.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marita Metz-Becker  Gretchentragödien: Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert, broschiert, ISBN 978-3-89741-383-2, 257 Seiten, 2016

Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Kindsmordes im 19. Jahrhundert destillierte Marita Metz-Becker aus historischen hessischen Prozessakten. Ihre Analyse dieser Zeitdokumente vermittelt tiefe Einsichten in den Alltag und die Lebenswelten unterer Bevölkerungsschichten, insbesondere lediger Dienstmägde, die, ungewollt schwanger, offenbar keinen anderen Ausweg sahen, als das Neugeborene nach der Geburt zu töten und wegzuschaffen. Nicht selten starb die überführte Kindsmörderin – obgleich nicht zum Tode verurteilt – einsam in der Haft. Die Akten lassen deutlich werden, dass sie im Vorfeld der Tat nicht allein stand: Sie zeigen, wie das Umfeld – Partner, Nachbarn, Dienstherrschaft, Personal, Gesinde – die ungewollte Schwangerschaft miterlebte und deutete und wie Macht und Ohnmacht in den alltäglichen Interaktionen zur Verleugnung, Verdrängung und schließlich zur Tat selbst führten. Die Rolle der Medizin und der Justiz wird dabei ebenso erkennbar wie die der Kirche und der örtlichen Obrigkeiten.

gretchentragoede.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

Helga Krüger-Kirn, Marita Metz-Becker, Ingrid Rieken (Hg.) Mutterbilder. Kulturhistorische, sozialpolitische und psychonanalytische Perspektiven. ISBN 978-3-8379-2500-5, 2016

Das Bild der Mutter ist sowohl traditionell geformt als auch einem stetigen Wandeln unterworfen. Kulturelle Ideale und Leitbilder sowie das individuelle Selbstverständnis prägen unser Bild von Mutterschaft. Vor diesem Hindergrund ist zu fragen: Wie "natürlich" sind Muttersein und Mutterliebe? Wie wirken sich gesellschaftliche Anforderungen - zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - auf die Rolle der Frau und Mutter und die neu zu definierende Rolle des Vaters aus?

Die Autorinnen gehen diesen Fragen nach und beleuchten sowohl die historische Dimension der jeweiligen Mutterbilder als auch gegenwärtige Probleme und Phänomene des Mutterschaftsmythos. Sie hinterfragen Stereotype und Familienleitbilder, untersuchen die körperlichen und psychischen Dimensionen von Mutterschaft und zeigen Handlungsspielräume und Gestaltungsmöglichkeiten für selbstbestimmtes Mutter- und Vatersein auf.

Mutterbilder.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marita Metz-Becker (Hg.) Luise Berthold. Erlebtes und Erkämpftes. ISBN 978-3-89741-269-9, 2. Auflage, 2015

Die Marburger Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin Luise Berthold (1891-1983) gehörte, nachdem 1908 das Frauenstudium eingeführt worden war, zu den ersten Studentinnen Deutschlands. Nach Einführung des Habilitationsrechts für Frauen avancierte sie zur einer der ersten Professorinnen an deutschen Hochschulen. Ihr Weg war beispielgebend.

Luise Berthold.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ina Merkel (Hg.) Kapitulation im Kino. Zur Kultur der Besatzung im Jahre 1945. ISBN 978-3-938714-35-5, 2015

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 verfolgten die Alliierten in ihren Besatzungszonen mit verschiedenen Maßnahmen eine Politik der Entnazifizierung. Filme waren dabei für die Besatzungsmächte Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten eine Möglichkeit, ihre politischen Intentionen, ihre Kultur und ihre Zukunftsvisionen den Deutschen anschaulich zu vermitteln. Die Geschichte des Kinos in der Nachkriegszeit und die Kultur- und Filmpolitik der vier Besatzungsmächte steckt jedoch voller Widersprüche und offener Fragen, die in "Kapitulation im Kino" aus einer vergleichenden Perspektive untersucht werden.

 

kapi.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gero Braach, Ina Merkel und Michael Stephan (Hg.) Innovation und Nachhaltigkeit. Wirtschaftsethnologische Studien in Nordhessen. ISBN 978-3-938714-45-4, 2015

Innovation und Nachhaltigkeit sind zwei gern bemühte Schlagworte, die neue, erstrebenswerte gesellschaftliche Entwicklungspfade beschreiben. Innovativ scheint fortschrittlich und attraktiv zu sein, nachhaltig klingt moralisch korrekt. Doch wie werden diese Schlagworte tatsächlich mit Inhalten gefüllt?

Die Fallstudien in diesem Band beleuchten in kritischer Perspektive die vermeintlichen Widersprüche zwischen den idealen alternativer Wirtschaftsformen und unternehmerischem Erfolg. Deutlich wird dabei, dass Innovation und Nachhaltigkeit nicht nur durch technische, sondern auch durch politisch-kulturelle Neukonzeptionierungen vorangetrieben werden.

 

Innovation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Braun, Christian Boller, Marta Leonora Frank, Felix Linzner (Hg.) Friedenszeiten. Zum Eigensinn der Monate Januar 1913 bis Juli 1914. 280 Seiten, ISBN 978-3-89445-492-0, Marburg 2015

In einem zweisemestrigen Lehrforschungsprojekt des Instituts für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft haben 27 Studierende unter Leitung von Prof. Dr. Karl Braun die 19 Monate vor Beginn des I. Weltkriegs in soziokultureller Hinsicht und unter dem Aspekt des Verlustes durch den Weltkrieg in 38 Beiträgen untersucht. Aus der Themenvielfalt seien nur einige genannt: Jubiläum 100 Jahre Befreiungskrieg und 25. Thronjubiläum von Wilhelm II., Nasenkorrektur, Tango, Technisierung der Küche, Uraufführung von Bühners Woyzeck, Jugendgefährdung durch Schmutz und Schund, die Kämpfe der Suffragetten um das Wahlrecht.

 

Friedenszeiten.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian Schönholz: Rudolf Virchow und die Wissenschaften vom Menschen. Wissensgenerierung und Anthropologie im 19. Jahrhundert. 370 Seiten, Broschur Format 15,5 x 23,5 cm 54,00 €. ISBN 978-3-8260-5243-9

Die zahlreichen Arbeiten des bis heute zumeist ,nur' als Mediziner oder Politiker wahrgenommenen Rudolf Virchows (1821-1902) in Teildisziplinen wie der Bevölkerungswissenschaft, der Vor- und Frühgeschichte, der Völkerkunde sowie der Anthropologie werden in dieser Arbeit aus der Perspektive der Volkskunde/Europäischen Ethnologie analysiert und in den Wissens- und Wissenschaftsordnungen ihrer Zeit kontextualisiert. Diese Rekonstruktion der anthropologischen Wissensgenerierung, besonders für die Teilbereiche Körper und Lebensform, zielt dabei auch ab auf eine anders gelagerte und erweiterte Perspektive auf die Fach- und Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde/Europäischen Ethnologie.


virchow.jpg
















Marita Metz-Becker (Hg.) INSPIRATION Marburg SchriftstellerInnen und ihre Wohnhäuser - eine literarische Zeitreise durch 3 Jahrhunderte ISBN 978-3-8185-0509-7, Marburg 2013

Ob Hannah Arendt, Mascha Kaléko, Boris Pasternak oder Dietrich Weintraut - die Marburger Kulturgeschichte ist geprägt von berühmten Literatinnen und Literaten, für die die Stadt Quelle der Inspiration war und an die auch heute noch durch Gedenktafeln an ihren ehemaligen Wohnorten erinnert wird.
Studentinnen des Instituts für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft haben es sich in einem Lehrforschungsprojekt zur Aufgabe gemacht, einen Blick auf bedeutende Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu werfen. Drei Jahrhunderte werden beleuchtet, in denen Marburg Ort literarischer Schaffensphasen war oder werden sollte. Eine Reise durch die Zeit, in der Biografie, Literatur und damalige Wohnorte dargestellt werden und Marburg neu erlebbar wird.

dichterhaeuser.jpg

















Marita Metz-Becker (Hg.) Frauen in der Marburger Stadtgeschichte. Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 99. ISBN 978-3-923820-99-3, Marburg 2012.

Der Band umfasst 70 Kurzportraits engagierter Frauen, die im öffentlichen Leben der Stadt Marburg eine mehr oder weniger bedeutende Rolle gespielt haben. Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert reicht der zeitliche Bogen über fast 900 Jahre.

In den Portraits spiegelt sich auch die Entwicklung Marburgs zu einer weltoffenen Universitätsstadt mit sozial engagierten und kulturell aufgeschlossenen Bürgern wider, die auf ihre Art das kulturelle, wissenschaftliche und politische Leben durch die Jahrhunderte geprägt haben.

 

frauenmarb.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marita Metz-Becker (Hg.) Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Geschichte der Kindstötung.

Kindsmord und Neonatizid ISBN 978-3-89445-469-2, Marburg 2012

Die Tötung von Neugeborenen fand zu allen Zeiten statt. Aber was bewegte und bewegt Mütter zu einer solchen Tat?
Der vorliegende Band verfolgt die Diskussion um das Kindsmorddelikt von der Frühen Neuzeit über die aufklärerischen Bestrebungen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts bis zum gegenwärtigen öffentlichen Diskurs zum Thema Neonatizid. Neben der sozialhistorischen und rechtlichen Perspektive werden auch die alltagsweltlichen, mentalitäts- und geschlechtergeschichtlichen Zusammenhänge aufgezeigt. Das Buch erörtert darüber hinaus Maßnahmen wie die Einrichtung von Gebär- und Findelhäusern, Babyklappen oder die anonyme Geburt, die zur Verhütung der Tat durch die Jahrhunderte getroffen wurden.


kindsmord.jpg

















Karen Körber and Ina Merkel als Guest editors:

Imagined Families in Mobile Worlds


Special Issue of Ethnologia Eurpaea. Journal of European Ethnology, Volume 42:2, 2012

Families ³on the move², ³Euro-orphans², and ³transnational mothers² - more than ever before, talk about the family is permeated with opportunities and challenges currently presented by an increasing, border-crossing mobility. A glance at European press and media coverage shows that the family has recently become an object of public attention, and one that seems to indicate primarily a state of crisis. This special issue critically addresses not only the prophecies of the end of the family, but also the apparent paradox inherent to the new models of familiarity under conditions of increased mobility. The case studies in this special issue focus on the ways in which social actors seek to concretize as well as control what family could or should be.

Das vorliegende Sonderheft entstand im Ergebnis einer Tagung, die vom DFG-Projekt ³Transnationale Familiarität² im April 2011 in Marburg abgehalten wurde.


Ethnologia Europaea


    

 

 


 




zeit wenden. keine jammergeschichten aus der mitte deutschlands

Die in diesem Band versammelten Kurzgeschichten sind 2010 im Ergebnis einer Exkursion in das ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiet Hessen/Thüringen entstanden. Flohmarktbesucher, Passantinnen, Kirchgänger, Ladenbesitzer, Tankstellenbetreiberinnen u.v.a.m. wurden gefragt, wie sie in Ost oder West die nahe Grenze erfahren und gelebt haben und was sich für sie in den vergangenen 20 Jahren verändert hat. Die Studierenden haben versucht, diese sehr individuellen Erfahrungen so authentisch wie möglich aufzuzeichnen, sich in die Denkwelten ihrer Gesprächspartner einzufühlen und aus ihrer Perspektive zu sprechen. Sie haben sich in einem anderen Schreibstil als in der Wissenschaft üblich ausprobiert: die skizzenhaft auf den Punkt geschriebene Kurzgeschichte. Marburg 2010

 

zeit wenden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Matthias Ferkau, Anja Görtler, Aleksandra Kulasza, Hanna Schmidt, Nina Schumacher (Hg.): 24 Stunden Leipzig. Frei(t)räume – Ein Buch vom Reisen in Übergängen. Ringbuch Verlag. Berlin 2010.

24 Stunden Leipzig ist ein Reisebuch mit kulturwissenschaftlichem Blickwinkel, das dazu auffordern will, geschrumpfte Städte einmal nicht als Untergangsszenario zu betrachten. Zu jeder Stunde des Tages führt eine Geschichte zu Orten der Schrumpfung in Leipzig jenseits touristischer Attraktionen entlang bemerkenswerter Aussichten und weist auf die Auswirkungen von Transformationsprozessen hin. Verlassene Fabrikgelände und stillgelegte Schwimmbäder entfalten eigene Wirklichkeiten, die die AutorInnen in ihren Reiseberichten experimentell festhalten. In oft unbeachteten und ungenutzten Zwischenräumen einer geschrumpften Stadt sind so 24 Stimmungsbilder von Leipzig entstanden, die selbst zum Reisen anregen.

 

Leipzig.jpeg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Antje van Elsbergen, Franziska Engelhardt, Simone Stiefbold (Hg.): Ansichten Einsichten Absichten. Beiträge aus der Marburger Kulturwissenschaft. Förderverein der Marburger kulturwissenschaftlichen Forschung und Europäischen Ethnologie e.V.. Marburg 2010

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Marburger Instituts für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft haben sich 25 Lehrende in diesem Band versammelt, um von ihren wissenschaftlichen Erfahrungen, Erwartungen und Freuden zu berichten. Die Begleiterinnen und Begleiter der Europäischen Ethnologie in Marburg, die sich hier zu Wort melden, sind sowohl Anverwandte aus der jüngeren Vergangenheit als auch gegenwärtige Angehörige des Instituts. Zusammen erschaffen sie mit ihren Beiträgen zu Forschungsschwerpunkten, Felderfahrungen, Theorieansätzen und (Fach-) Geschichte ein Zeichen der Gemeinsamkeit in der Vielfalt – kein Monument, kein Mahmal, eher ein Souvenir, das von gemeinsam verbrachter Zeit erzählt und zu weiteren Projekten ermuntert.

Dieser Band ist zugleich die erste Publikation des Fördervereins Marburger kulturwissenschaftliche Forschung und Europäische Ethnologie - MakuFEE e.V..

 

Einsichten-Absichten.bmp
 

 

Christian Schönholz, Karl Braun (Hg.): Marburg 1960 – 2010. Streifzüge durch die jüngere Stadtgeschichte. Ein Lesebuch. Jonas Verlag. Marburg 2010.

In der bunten Vielfalt der präsentierten Originaldokumente, welche Studierende im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts zusammengestellt haben, zeigt sich der individuelle Stadtcharakter, der Habitus Marburgs, die spezifische Art und Weise, wie die jeweils aktuellsten Tendenzen in die protestantisch grundierte Tradition der kleinen Universitätsstadt Eingang finden und Gestalt gewinnen. Dabei sind auch all die Kuriositäten, das Stadtgeflüster und die lautstarken Auseinandersetzungen dokumentiert, welche die letzten 50 Jahre hervorgebracht haben.

Marburg, könnte man sagen, ändert sich ständig, ist ständig im Fluß, aber dieses Fließen und die daraus resultierenden, gestaltannehmenden Neusetzungen gehen doch auf sehr marburgerische Weise vor sich.

Marburg.jpeg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marita Metz-Becker, Susanne Maurer (Hg.): Studentinnengenerationen. Hundert Jahre Frauenstudium in Marburg. Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 96. Marburg 2010.

Drei Studentinnengenerationen – von den 30er bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts – kommen in dieser Stadtschrift zu Wort. Sie berichten vom universitären Alltag in Marburg, von entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahren, von der Veränderung der Hochschule durch die Studenten- und Frauenbewegung, von Hoffnungen und Erfolgen, aber auch von Kämpfen und Niederlagen in der über viele Jahrzehnte patriarchal geprägten Institution Universität.

 

Frauenstudium.bmp

 

 

Julia Franke, Harm-Peer Zimmermann (Hg.): Grimmskrams & Märchendising. Panama-Verlag. Berlin 2008.

Gegenwärtig erleben wir einen Grimm- und Märchenboom: Es gibt Märchenfestspiele und Märchenparks, Märchenesoterik, Märchentherapie, Märchenfolklore, Märchenschlösser, ganze Märchenstädte. Für Konsumgüter wird mit Märchenmotiven geworben und auch die Filmbranche greift immer wieder auf populäre Märchenstoffe zurück. Grimms Märchen sind zu einem Bestandteil der Massenkultur und Erlebnisgesellschaft geworden. Der Begleitband zur Ausstellung „Grimmskrams & Märchendising“ von 2009 macht die Grimm- und Märchenbegeisterung in all ihren unterschiedlichen Facetten erstmals zum Thema.

Grimms.jpeg

Zuletzt aktualisiert: 26.10.2017 · Waltraud Görge

 
 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft, Deutschhausstraße 3, 35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-26516, Fax +49 6421/28-26515, E-Mail: europ.ethnologie@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/fb03/euroethno/publ

Impressum | Datenschutz