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Willkommen am Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie!

Am Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie in Marburg wird sowohl Lehre wie auch Forschung betrieben. Für Studierende besteht durch Lehrforschungsprojekte, Rechercheteams und die angebotenen Kolloquien die Möglichkeit, in enger Anlehnung an aktuelle Forschungsaktivitäten des Fachgebietes eigene Forschungsinteressen und Erfahrungen angeleitet zu entwickeln und in einem kreativen Umfeld zu entfalten. Für Studierende wird der Bachelorstudiengang Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft sowie der Masterstudiengang Kultur- und Sozialanthropologie angeboten. Nach dem Abschluss des Masterstudiums bzw. des alten Magisterstudiums besteht die Möglichkeit zur Promotion. Die Kultur- und Sozialanthropologie in Marburg legt besonderen Wert auf ...weiterlesen



Ferien KSA

In der Zeit von 20.08. bis 31.08.2018 bleibt das Fachgebiet und die Ausstellung "Die Wirklichkeit des Mythos" geschlossen und das Sekretariat ist nicht besetzt. In dringenden Fällen schreiben Sie bitte eine Mail an ethno@mailer.uni-marburg.de.

Wir wünschen allen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter*innen eine schöne, produktive und erholsame vorlesungsfreie Zeit und freuen uns auf das kommende Semester mit Ihnen und euch.










 Bewerbung für den Master Kultur- und Sozialanthropologie geöffnet
Sie interessieren sich für Konfliktanthropologie, Umweltanthropologie/Anthropologie der Natur oder das Arbeiten mit materieller Kultur? Sie möchten sich auf Lateinamerika oder die Karibik spezialisieren und würden dabei gerne eigene Schwerpunkte setzen und selbst forschen können? Dann bewerben Sie sich bis zum 24.08.2018 auf den Master Kultur- und Sozialanthropologie an der Philipps-Universität Marburg, denn genau hier lässt sich all das verbinden!

Genauere Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, der Bewerbung und den Fristen finden Sie hier.


Feldforschung in Santarém und der Resex Tapajós-Arapiuns
Feldforschung Meurer 2018
Vom 20.07. bis 29.09.2018 befindet sich Michaela Meurer
auf Feldforschung in Nordbrasilien. Hier eine kurze Nachricht nach ihrer
ersten Woche im Feld:


Am 20. Juli bin ich zu einem erneuten Feldforschungsaufenthalt in Santarém
aufgebrochen. Hier, im nordbrasilianischen Bundestaat Pará, befindet sich
die Reserva Extrativista (Resex) Tapajós-Arapiuns, ein Naturschutzgebiet,
welches sowohl Waldschutz garantieren als auch lokale Wirtschaftsformen des
Sammelns und Jagens sowie kleinflächiger Landwirtschaft fördern und
erhalten soll. Bereits von September 2015 bis August 2016 habe ich hier
ethnographische Daten für meine Dissertation erhoben. Diesen Sommer möchte
ich nun nutzen, um aktuelle Entwicklungen vor Ort zu erfassen und meine
bisherigen Erkenntnisse mit den Akteur*innen im Feld zu diskutieren.

In meiner Forschung konzentriere ich mich insbesondere auf Praktiken und
Auflagen zur Nutzung der Umwelt in der Resex Tapajós-Arapiuns. Als dieses
Schutzgebiet 1998 geschaffen wurde, erarbeiteten lokale Eliten gemeinsam
mit NGO’s und staatlichen Institutionen Regeln zur Nutzung der natürlichen
Ressourcen. Diese formalisierten und schriftlich festgehaltenen Regeln sind
jedoch nicht die einzig wirksamen in der Resex. Vielmehr gibt es in den 74
Gemeinden nochmals lokalspezifische informelle Regelungen und alltägliche
Praktiken, die den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt bestimmen. Diese
können von Gemeinde zu Gemeinde durchaus sehr unterschiedlich sein. Mich
interessiert hier vor allem, welche unterschiedlichen Realitäten diese
Regelkomplexe produzieren, in welchen Machtbeziehungen die darin
enthaltenen Wahrheiten und Wissenssysteme stehen und inwieweit diese
Zusammenhänge mit anthropologischen Theorien aus dem Bereich der
Politischen Ontologie greifbar und erklärbar sind.

Hierzu habe ich 2015/2016 einerseits in drei Gemeinden der Resex Daten zu
lokalspezifischen Regeln erhoben, und andererseits die Diskussionen im
Verwaltungsgremium des Schutzgebietes verfolgt, dem Ort, an dem damals die
formellen Regeln ausgehandelt wurden und wo sie heute weiterentwickelt
werden. Dieses Gremium tagte auch vom 23.-24. Juli 2018 in Vila Franca,
einer Gemeinde in der Resex. Kurz vorher bin ich in Santarém eingetroffen,
sodass ich an der Sitzung teilnehmen konnte. Auf dem Foto sieht man im
Hintergrund den Vorsitzenden des Schutzgebietes, einen Angestellten der
Umweltbehörde ICMBio, der die Sitzung mit knapp 60 Stimmberechtigten und
vielen weiteren Zuhörer*innen moderiert.


Lieber Grüße aus Santarém

Michaela Meurer

26. Juli 2018


Workshop der Regionalgruppe „Indigenes Nordamerika“ in der DGSKA
Nordamerikaworkshop 2018
Am 15. und 16. Juni 2018 fand am Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie
der Philipps-Universität Marburg ein Treffen der Regionalgruppe „Indigenes
Nordamerika“ in der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und
Kulturanthropologie (DGSKA) statt. Ziel war
neben dem allgemeinen Austausch insbesondere eine Bestandsaufnahme der
gegenwärtigen deutschsprachigen Nordamerikanistik in der Ethnologie, v.a.
angesichts der weiterhin schwindenden Anzahl von Stellen mit
Nordamerika-Schwerpunkt im universitären und musealen Bereich.
Die Zahl der Anwesenden sowie die Aktualität der in den sieben Vorträgen
angesprochenen Themen verwiesen auf die fortdauernde Relevanz des
regionalen Schwerpunkts für die deutschsprachige Ethnologie. In der
abschließenden Diskussion wurden Zukunftsperspektiven ausgelotet und
weitere Vernetzungen und Aktivitäten der Regionalgruppe angedacht. Der
Workshop wurde organisiert von Markus Lindner, Ingo W. Schröder, Julia
Vogel und Angela Weber und gefördert durch Curupira- Förderverein Kultur-
und Sozialanthropologie in Marburg
.


Internationaler Amerikanistenkongress in Salamanca vom 15.-20.7. 2018
Gruppenfoto Salamanca 2018
Prof. Ernst Halbmayer vom Fachgebiet für Kultur- und Sozialanthropologie leitete gemeinsam mit Prof. Mònica Martínez Mauri von der Universitat de Barcelona im Rahmen des 56. Internationalen Amerikanistenkongresses das Symposium “Gifts, exchanges and other modes of relations among the contemporary indigenous societies of the Isthmo-Colombian area.”  Im Zentrum des Symposiums standen lokale indigene Interaktionsmodi mit menschlichen und nicht-menschlichen Anderen, mit dem Ziel ein komparatives anthropologisches Verständnis der kulturellen Vielfalt und gemeinsamer ontologischer Dimensionen der Isthmo-kolumbianischen Region zu entwickeln.

Vom Fachgebiet für Kultur- und Sozialanthropologie in Marburg präsentierten Anne Goletz, Ernst Halbmayer und Schabnam Kaviany neben Wissenschaftlern der Universitat de Barcelona, der Universidad de Caldas (Kolumbien),  der Universidad Nacional de Colombia, der Universitat Autònoma de Barcelona, sowie der University of Georgia (USA).


Informationen zur Prüfungsanmeldung & Abgabe von Hausarbeiten im SoSe 2018

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben gibt es Probleme mit der (neuen) Prüfungsanmeldung. Für diese Probleme wurde nun eine "Interimslösung" entwickelt. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die Noten nur erfasst und eingegeben werden können, wenn die richtige Prüfungsnummer vorliegt. Um dies zu gewährleisten stellen wir Ihnen folgendes Musterdeckblatt für schriftliche Prüfungen zur Verfügung. Darüber hinaus bitten wir Sie die weiteren Informationen zur Kenntnis zu nehmen.


„Die Wirklichkeit des Mythos“ bei der Nacht der Kunst 2018
Ausstellung Yukpa
„Sind die Mythen der Yukpa also so etwas wie bei uns die Wissenschaft?“ fragte eine Besucherin am Ende des Rundganges durch die Ausstellung „Die Wirklichkeit des Mythos“, die anlässlich der 17. langen Nacht der Kunst am 22. Juni für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet hatte.

Auch Chris Schmetz behind-de-scenes führte neugierige Besucher*innen durch seine Fotoausstellung „Zu Gast bei den Sokorpa-Yukpa“.

Die Ausstellungen sind auch weiterhin zu den regulären Öffnungszeiten von Mo-Do 11-16 Uhr in der Deutschhausstraße 3 frei zugänglich. Weitere Informationen finden sie hier.


Keine Macht den "Identitären" - Gegenaktion vor der Phil-Fak am 3. Juli 2018 und Stellungnahme
Gegenreaktion
Vor der Phil-Fak der Philipps-Universität Marburg kam es am 03.07.2018 zu einer breiten Gegenaktion von Studierenden und Beschäftigten der Universität gegen eine Propagandaaktion der sog. "Identitären". Eine kleine Gruppe der "Identitären" hatte am 29.07.2018 versucht, die Phil-Fak als von den 1968ern "ideologisch kontaminierte Sperrzone" darzustellen. Zuvor wurde in den Räumen des Instituts für Politikwissenschaft und anderen Orten der Universität Propagandamaterial der Kampagne 120dB zur sexualisierten Gewalt als angeblich zunehmendes Problem durch zugewanderte Menschen ausgelegt.

Das Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie verurteilt diese populistische Hetze und unterstützt ausdrücklich
die Erklärung des Gender Zentrums für feministische Zukunftsforschung und die Gegenaktion vor der Phil-Fak!

Sollten Sie als Studierende*r des Fachgebiets oder Besucher*in unseres Hauses auf Material oder die sich anderweitig äußernde Präsenz der "Identitären" aufmerksam werden, können Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter*innen zu wenden.


Kooperationsprojekt "Plurale Kooperationen: Medios Indígenas"

Medio Indígenas
Prof. Dr. Ernst Halbmayer ist Teil des spanischsprachigen Kooperationsprojektes “Medios indígenas”. Ziel ist es, den Austausch zwischen indigener Bevölkerung und Forschenden, Organisationen und Medienschaffenden zu vereinfachen. Im Mittelpunkt steht dabei die kulturelle, politische und künstlerische Mediennutzung Indigener aus einer vergleichenden, ethnographischen Perspektive.

Weitere Informationen finden Sie hier.









Zuletzt aktualisiert: 31.07.2018 · leutnerf · Beitragende: Ernst Halbmayer, Franziska Leutner, Sabine Zickgraf

 
 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie, Deutschhausstraße 3, 35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-23749, Fax +49 6421/28-22140, E-Mail: ethno@staff.uni-marburg.de

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