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26.07.2011

Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU in der Krise

Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG), 29. September bis 2. Oktober 2011, Frankfurt am Main

Zeit: 29.09.2011 16:00 h - 02.10.2011 16:30 h
Ort: Campus Bockenheim (Studierendenhaus Mertonstraße 26-28 + Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26), Frankfurt/Main

Weitere Informationen:

Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU in der Krise.

Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG),

29. September bis 2. Oktober 2011, Frankfurt am Main

Campus Bockenheim (Studierendenhaus Mertonstraße 26-28 + Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26)

 

Der europäische Integrationsprozess befindet sich in einer massiven Krise: die Euro-Krise und die Staatskrisen in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und weiteren Ländern, die Krise des politischen Integrationsprozesses, der Legitimationsverlust der EU und das völlige Fehlen, eines neuen europäischen Projektes. Vor dem Hintergrund dieser „Vielfachkrise“, eskalieren vor allem in den am stärksten betroffenen Ländern die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.  Doch dies betrifft nicht nur die Demokratiebewegungen Südeuropas gegen die neoliberale Austeritätspolitik. Rechtspopulistische und faschistische Bewegungen bestimmen reaktionäre und anti-europäische Krisenreaktionen u.a. in Finnland, Dänemark, Ungarn und den Niederlanden. Ob die Europäische Union diese Krisen überleben wird, lässt sich zurzeit nicht sagen. Während die neoliberale Integrationsweise der EU sich weiter radikalisiert, wird deutlich, dass sie keine plausiblen Antworten auf die Krise geben kann. Im Gegenteil, neoliberale Politik wirkt krisenverstärkend.

Der Beitrag der sozialwissenschaftlicher „Europaforschung“ zur kritischen Analyse dieser Entwicklungen ist marginal. Herrschaftskritische Ansätze sind hier randständig, auch weil sie die Rolle der EU lange Zeit unterschätzt haben. Die AkG-Tagung reagiert auf diese Leerstelle. Vor dem Hintergrund der massiven und multiplen Krisen, führt sie unterschiedliche kritische Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess zusammen. Ziel der Tagung ist es, den Strang einer kritische Europaforschung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Die Vielfachkrise macht eine Analyse notwendig, in der die unterschiedlichen gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse beleuchtet werden, welche die Krise des europäischen Integrationsprozess strukturieren. Deshalb wird die Tagung die Krise der EU aus der Perspektive einer intersektionalen Kapitalismusanalyse untersuchen. Sie beginnt am Donnerstag (29.9.2011) mit einer Auftaktveranstaltung, bei der – als Grundlegung für die gesamte Tagung – der Debattenverlauf der sozialen Bewegungen über Klasse/Geschlecht/Race/Sexualität rekonstruiert und der derzeitige Stand rekapituliert werden soll. Bis Sonntag, 2.10.2011 verläuft die Tagung in drei thematischen Blöcken: Wirtschaftskrise & EU-Institutionen, Staat/Recht und EU, EU im globalen Kontext. Die jeweiligen Referent_innen werden zusätzlich zu der von ihnen üblicherweise in den Blick genommenen herrschaftskritischen Perspektive, weitere Achsen der Ungleichheit einbeziehen.

Die AkG-Tagung wird vorbereitet von den Mitarbeiter_innen im DFG-Forschungsprojekt „Staatsprojekt Europa“ (www.staatsprojekt-europa.eu).


Programm

DONNERSTAG, 29.09.2011

16.00 Uhr Vernetzungstreffen - Kritische Europaforschung

Ort: Institut für Sozialforschung, Raum I (EG)

19.00 Uhr Eröffnung der Tagung

Eröffnung der AKG-Tagung:  Sonja Buckel 

Grußwort des Instituts für Sozialforschung:  Sidonia Blättler

Podiumsdiskussion Race, Class, Gender in der Diskussion sozialer Bewegungen

Gudrun Axeli-Knapp, Universität Hannover/Institut für Soziologie: Feministische Kritik am Klassismus der marxistischen Theorie/Praxis

Sarah Elsuni, HU Berlin/Öffentliches Recht und Geschlechterstudien: Kritik der women of colour am einheitlichen Frauen-Subjekt der transnationalen Frauenbewegung.

Pia Garske, FU Berlin/Otto-Suhr Institut für Politikwissenschaft: Kritik an der Verhandlung der Kategorie Klasse in Intersektionalitätsansätzen

Moderation: John Kannankulam


FREITAG, 30.09.2011

Block 1: Wirtschaftskrise & EU-Institutionen

10.00 Uhr - 12.00 Uhr Eröffnungspanel

Gülay Caglar, Humboldt Uni Berlin: Krise der EU aus der Perspektive Feministischer IPÖ

Hans Jürgen Bieling, Hochschule Bremen/Politikwissenschaft:Krise der EU aus neogramscianischer Perspektive

Vassilis Tsianos, Institut für Soziologie Universität Hamburg/Transit Migration:Krise der EU aus der Perspektive der Migration

Mittagspause 12.00 Uhr - 13.30 Uhr

13.30 Uhr - 15.30 Uhr Konflikte über Wirtschaftskrise und EU in Großbritannien, Spanien und Osteuropa

Alex Gallas, Department of Sociology/Universität Lancaster:Britische Europakritik und Krise

Stefanie Hürtgen, Institut für Sozialforschung Frankfurt/Arbeits- und Wirtschaftssoziologie:Osteuropäische Gewerkschaften im »Standortwettbewerb«

Saida Ressel, Studentin der Politikwissenschaft/Universität Marburg; Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹; & Sebastian Wolff, Dipl. Pol., Promovend in der Forschungsgruppe Staatsprojekt Europa:Spanien in der Krise

Kaffeepause 15.30 - 16.00 Uhr

16.00 Uhr - 18.00 Uhr Panel: EU-Wirtschaftspolitik/Wirtschaftsrecht:

Vanessa Redak, Österreichische Nationalbank/Wien:Soziale Reproduktion und Finanzmärkte

Benjamin Werner, Promovend am MPI für Gesellschaftsanalyse/Köln:Europäische Liberalisierungspolitik und der Gerichtshof der Europäischen Union: Der Kampf um Übernahmerichtlinie und Goldene Aktien

Lukas Oberndorfer, Arbeiterkammer Wien/wissenschaftlicher Mitarbeiter für Europa und Internationales:»Economic Governance«

18.30 Uhr: Vereinssitzung der AkG

20.00 Uhr: gemeinsames Abendessen

 

SAMSTAG, 01.10.2011

Block 2: Staat, Recht, Demokratie

10-11.30 Uhr Panel: Materielle Verdichtung gesellschaftliche Kräfteverhältnisse

Fabian Georgi, Promovend FU Berlin/wiss. Mitarbeiter Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹) & John Kannankulam, Jun.Prof. Universität Marburg, Politische Ökonomie der EU/Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹: Gesellschaftliche Kräfteverhältnisse und Hegemonieprojekte 

Sonja Buckel, Institut für Sozialforschung, Frankfurt a.M./Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹: Hegemonieprojekte im Europarecht

11.30 - 13.00 Uhr Mittagspause

13.00 - 15.00 Uhr Panel: Staat & EU

Nikolai Huke, wiss. Mitarbeiter Universität Marburg, Politikwissenschaft/Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹ & Jens Wissel, Institut für Sozialforschung/Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹:Das europäische Staatsapparte-Ensemble

Anita Fischer, Stipendiatin Hans-Böckler-Stiftung:EU-Anti-Diskriminierungspolitik in der Krise

Fabian Wagner, Stipendiat der Frankfurt Graduate School for Sociale Science and the Humanities:Die europäische Grenzschutzagentur Frontex

15.00 Uhr - 15.30 Uhr Kaffeepause

15.30 - 18.00 Uhr Panel: Demokratie

Stefan Schmalz, Universität Jena/Institut für Soziologie: Weltwirtschaftskrise und soziale Konflikte in Westeuropa

Pia Eberhardt, NGO 'Corporate Europe'/Brüssel: Lobbyismus in der EU

Magdalena Marsovszky, freie Publizistin/Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus: Sakralisierung der Nation und Ausgrenzung von ›nationalen Atheisten‹ in Ungarn. Wie eine Demokratie mit völkischen Mythen abgeschafft werden kann

José Manuel Romero, Universidad de Alcalá/Madrid, Gastwissenschaftler am Institut für Sozialforschung: Der Fortbestand der Kritik: Die Bewegung »Democracia real ya!« in Spanien

19.00 Uhr: gemeinsames Abendessen

 

SONNTAG 02.10.2011

Block 3: EU im globalen Kontext

10.30 - 12.30 Uhr Panel: Postkolonialismus/Imperialismus/Rescaling Europe

Susanne Heeg, Universität Frankfurt/Humangeographie: »Rescaling Europe« - Europa aus der Perspektive kritischer Geographie

Anna Krämer, Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung: »Provincialising Europe« - Europa aus postkolonialer Perspektive

Frank Deppe, Universität Marburg/Politikwissenschaft: Imperialistische Verortung der EU in der Weltordnung

12.30 - 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 - 15.00 Uhr Panel: Die EU als globale Macht: Beziehungen zu Afrika/Asien und der Türkei

Franziska Müller, Promovendin Unviversität Kassel/Promotionskolleg Global Social Policies and Governance; & Christoph Spieker, Universität Marburg/Politische Ökonomie und Europäische Integration: Afrika/Asien

Axel Gehring, Doktorand an der Universität Marburg/Stipendiat der Rosa Luxemburg Stiftung: Türkei-EU

15.00 - 15.30 Uhr: Kaffeepause

15.30 - 16.30 Uhr: Abschlussbetrachtungen und Ausblick

 

Teilnahme: kostenlos

Anmeldung erforderlich,

per email: akg-eu2011@staff.uni-marburg.de 

oder telefonisch: 069/756183-70

 

Veranstalter_innen:

Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG),

Forschungsgruppe »Staatsprojekt Europa«, Institut für Sozialforschung

 

Unterstützer_innen:

Rosa-Luxemburg-Stiftung,

Asta der Universität Frankfurt,

Fachschaftenplenum der Universität Frankfurt,

Forschungsgruppe Europäische Integration(FEI)

Kontakt:

Tagungsbüro
Tel.: +49-(0)69-756183-70
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2011 · huken

 
 
 
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