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DFG-Projekt zum späten Westjiddisch

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Die Datenbank und Kartierungen zu Quellen des Westjiddischen im (langen) 19. Jahrhundert ist über http://www.online.uni-marburg.de/westjiddisch/index.php verfügbar

 


1. Projektphase: Westjiddisch im (langen) 19. Jahrhundert: Quellenlage, soziolinguistische Situation und grammatische Phänomene

Das Westjiddische wurde seit Ende des 18. Jahrhunderts zunehmend zugunsten deutscher Varietäten aufgegeben. Bisher ist nur wenig über seine sprachlichen Strukturen bekannt. Da für das gesprochene Westjiddisch praktisch keine nach sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten erhobene Daten existieren, müssen stattdessen schriftliche Quellen analysiert werden. Im hebräischen oder lateinischen Alphabet geschriebene Texte, die auf dem gesprochenen Westjiddisch beruhen, existieren ab dem 18. Jahrhundert; doch fehlt bisher eine konzise Darstellung dieser Quellen ebenso wie eine linguistische Analyse. Eine auf Textdokumente abgestützte Analyse der sprachlichen Strukturen des Westjiddischen ist ein Forschungsdesiderat, weil sie für die intensiv geführte Diskussion um die Entstehung des Jiddischen neue empirische Evidenz und damit eine Antwort auf die Frage geben kann, inwiefern Westjiddisch vom Deutschen (un)abhängig ist. Im Projekt soll dies exemplarisch anhand eines Vergleichs westjiddischer grammatischer Strukturen mit dem Deutschen (in seiner dialektalen Vielfalt) einerseits und mit dem Ostjiddischen andererseits geleistet werden. Aus dem Projekt hervor ging die:

 

 

2. Projektphase: Die sprachliche Position des Westjiddischen zwischen Deutsch und Ostjiddisch

Im Fortsetzungsprojekt des DFG-Projekts "Westjiddisch im (langen) 19. Jahrhundert: Quellenlage, soziolinguistische Situation und grammatische Phänomene" geht es darum, anhand der erschlossenen Quellen Analysen zu den sprachlichen Strukturen des Westjiddischen durchzuführen; die erarbeiteten Ergebnisse werden darauf aufbauend mit den entsprechenden Strukturen im Deutschen und Ostjiddischen verglichen. Eine Auswahl der Gesamtmenge der in der ersten Projektphase identifizierten und erschlossenen Quellen werden in Bezug auf phonologische, grammatische und lexikalische Merkmale analysiert. Bei diesen „Breitenanalysen“ wird dem arealen Aspekt besondere Beachtung geschenkt, daneben werden aber auch Faktoren wie Alter und Quellentyp berücksichtigt. Schließlich sollen die auf Basis dieser Analysen erarbeiteten Ergebnisse mit deutschen und ostjiddischen Daten verglichen werden, um genauere Aussagen zur linguistischen Position des Westjiddischen in Bezug auf das deutsche Diasystem einerseits, seine Beziehungen zum Ostjiddischen andererseits zu treffen. Konkret setzen wir uns somit die folgenden Ziele:

  • Erarbeitung von Auswertungen zur zeitlichen und arealen Verbreitung für das Westjiddische typischer phonologischer, grammatischer und lexikalischer Phänomene; Darstellung der arealen Verbreitung in Kartierungen.
  • Vergleich westjiddischer Phänomene mit deutschen und ostjiddischen Daten zur Klärung des Status des Westjiddischen gegenüber dem koterritorialen Deutschen einerseits und dem genetisch verwandten Ostjiddischen andererseits.

 

gefördert durch die:
dfg

Zuletzt aktualisiert: 05.11.2016 · Lea Schäfer

 
 
 
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Tel. +49 6421/28-24692, Fax +49 6421/28-24558, E-Mail: german@staff.uni-marburg.de

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