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Forschungsprojekt "Mittelalterliche Retabel in Hessen"

 

Am Kunstgeschichtlichen Institut wurde von 2011 bis 2017 das Forschungsprojekt "Mittelalterliche Retabel in Hessen" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Ziel des Vorhabens war eine grundlegende Erfassung sämtlicher mittelalterlicher Retabel im heutigen Bundesland Hessen sowie deren Auswertung auf dem Stand der aktuellen kunstgeschichtlichen Diskussion.

Das Projekt konnte am Ende seiner Förderzeit Ergebnisse zu 262 Werken vorlegen, die monographisch bearbeitet worden sind (Erfassung des Forschungsstandes, Zustandsbeschreibung nach Expedition und Erfassung vor Ort, Auswertung von Restaurierungsberichten, gemäldetechnologischer Untersuchung, fotografische Dokumentation). Diese Ergebnisse stehen online zur Verfügung: die bildhafte Darstellung und Erschließung aller Objekte inklusive sämtlicher Materialien unter http://www.bildindex.de, Stichwort „Mittelalterliche Retabel in Hessen“, sowie auf der elektronischen Publikationsplattform Art-Dok. der Universität Heidelberg http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/view/collections/c-6.html.

Alle Objekte wurden kritisch überprüft. Zu vielen Retabeln konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden, die sich in unser Bild von den Gestaltungskonventionen mittelalterlicher Retabel einfügen. Vielfach sind nun Zusammenhänge zwischen den Werken und ihren Auftraggebern genauer bestimmbar. Allerdings bleibt festzuhalten, dass oftmals fehlende Nachweise hinsichtlich der ursprünglichen liturgischen Zusammenhänge oder der Aufstellungsorte dazu führen, dass Fragen nach der Einordnung der Retabel in ihren Sakralraum und in größere historische Räume nicht oder nur mit großen Vorbehalten zu beantworten sind. Gegenwärtig können wir allenfalls in Einzelfällen Beziehungen zwischen Räumen, Werken, Künstlern und Stiftern benennen. Diese Relationen lassen jedoch keine ‚Kunstlandschaften‘ erkennen. Auch hat das Projekt keine Hinweise dafür gefunden, dass sich für das Untersuchungsgebiet kunstgeographisch kleinere Einheiten bestimmen lassen, die jenseits eines Bezugsrahmens zu definieren wäre, der durch ein Zentrum (Frankfurt a. M. im Spätmittelalter) und seine Ausstrahlung in seine nähere Umgebung markiert wurde.

Überlegungen, die einzelne Retabel in größere Fragestellungen einordnen, sind Gegenstand einer zweibändigen Buchpublikation, die im Frühjahr 2018 erscheinen wird. Im ersten Band werden Forschungsergebnisse vorgestellt, die einzelne Werke und Werkgruppen in größere historische und kunsthistorische Zusammenhänge einbinden. Ergänzt wird dies durch Beiträge weiterer Fachkolleginnen und -kollegen, deren Überlegungen auf eine Tagung im März 2014 („Mittelalterliche Retabel in Hessen) diskutiert worden sind. Ein zweiter Band wird einzelne Retabel und Ausstattungsensembles exemplarisch vorstellen.

An dem Projekt beteiligt waren das Kunstgeschichtliche Institut in Frankfurt (Prof. Dr. Jochen Sander, Städel-Professur), das Kunstgeschichtliche Institut in Marburg (Prof. Dr. Ulrich Schütte), das Kunstgeschichtliche Institut in Osnabrück (Prof. Dr. Klaus Niehr) sowie das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg (Prof. Dr. Hubert Locher, Dr. Christian Bracht, Dr. des. Xenia Stolzenburg). Sprecher des Projektes war Prof. Dr. Ulrich Schütte.



Verkündigung_Wildungen
Mariae Verkündigung, Wildunger Altar
(Bildarchiv Foto Marburg / Thomas Scheidt)
Retabel Babenhausen
Retabel aus Babenhausen
(Bildarchiv Foto Marburg / Thomas Scheidt)



Projektleitung und Kontakt

Prof. Dr. Ulrich Schütte

Kunstgeschichtliches Institut der
Philipps-Universität Marburg
Tel. 0049 (0)6421-2823888 / 2824322 (Sekretariat)
schuette@fotomarburg.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Angela Kappeler-Meyer M.A.
Tel. 0049 (0)6421-2824824
kappelea@staff.uni-marburg.de

                                                                      

 


Zuletzt aktualisiert: 25.10.2017 · rompf

 
 
Fb. 09 - Germanistik und Kunstwissenschaften

Kunstgeschichtliches Institut, Biegenstraße 11, D-35037 Marburg
Tel. +49 6421/28-24322, Fax +49 6421/28-28951, E-Mail: heimel@fotomarburg.de

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