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Jessica Lingert, geb. Jütte (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)


Akademische Vita

  • 2003-2009 Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Europäischen Ethnologie/Kulturwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg
  • Magistra Artium im Fach Kunstgeschichte, Magisterarbeit zum Thema "Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden. Bautypus und Distribution" bei Prof. Dr. Ulrich Schütte und Prof. Dr. Katharina Krause
  • seit 2010 Doktorandin am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg
  • Apr. 2011 bis Dez. 2011 wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg
  • Jan. 2012 bis März 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut Marburg
  • seit Apr. 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt B02 "Architektonisch und bildmedial verfasste Sicherheitskonzeptionen in der Frühen Neuzeit" des Sonderforschungsbereichs/Transregios 138 "Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive"


Forschungsschwerpunkte

  • Architekturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Schloss- und Fortifikationsbauten des 16. bis 18. Jahrhunderts
  • Hof- und Residenzkultur, historische Funktionskontexte und Distributionsstrukturen in frühneuzeitlichen Schlössern
  • architektonische Sicherheitskonzeptionen in der Frühen Neuzeit, politischer und soziokultureller Kontext von Fortifikationsarchitekturen
  • Städtebilder in der frühneuzeitlichen Druckgrafik, Visualisierung und Rezeption von Stadtbefestigungen in gedruckten Stadtansichten und zeitgenössischen Bildmedien


Dissertationsprojekt

Distribution, Organisation und Kommunikation. Eine Untersuchung zur Innenraumstruktur des deutschen Schlossbaus vom ausgehenden 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (Arbeitstitel)

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die Betrachtung der Raumstruktur bedeutender Bauprojekte dieser Zeit, wie Schloss Johannisburg in Aschaffenburg, Schloss Friedenstein in Gotha und Münchner Residenz, hinsichtlich ihrer funktionalen, organisatorischen und kommunikativen Aspekte.
Die Rekonstruktion der ehemaligen Raumstrukturen anhand zeitgenössischer Pläne und Inventare ist Grundlage dieser Untersuchung. Darauf aufbauend wird analysiert, welche Funktionen im Schlosskomplex zu verorten sind und welche architektonische Form sie fanden sowie wie die einzelnen Funktionsbereiche räumlich organisiert waren und in welcher Beziehung sie zueinander standen. Bei einer Interpretation der Ergebnisse müssen stets der historische Kontext der untersuchten Schlossbauten sowie etwaige konfessionelle und ständische Unterschiede zwischen den Bauherren berücksichtigt werden, um zu zeigen, ob sich funktionsabhängige Raumkonzepte, verallgemeinerbare Organisationsschemata bzw. spezifische architektonische Umsetzungen konkreter Anforderungen an die Bauaufgabe Schloss herausarbeiten lassen.
Der Frage nach einer Kommunikationsstruktur, die auch aus situationsabhängigen Erschließungsmustern oder Nutzungsgewohnheiten resultieren kann, wurde bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird zu zeigen sein, inwieweit sich diese anhand von Hofordnungen oder Reisebeschreibungen rekonstruieren lässt. Ein Vergleich mit den für den frühen Schlossbau erarbeiteten Raumstrukturen kann schließlich Antwort auf die Frage nach traditionellen Formen und innovativen Konzepten geben.

Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Schütte


Publikationen

  • Bemerkungen zur Wahrhaftigkeit frühneuzeitlicher Stadtansichten, in: Festungsforschung, 9, 2017 (im Druck).
  • Braunschweig, Flohwinkel, in: 100 x - Bilder aus einem Jahrhundert Fotografie. Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg 1913-2013 (im Druck).
  • Rezension von: Karl Murk (Hrsg.), Vom Herrschaftssitz zum Erinnerungsort. Das Marburger Landgrafenschloss im Wandel der Zeiten, Marburg 2013 (Marburger Beiträge zur hessischen Geschichte, 22), in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, 64, 2014, S. 276-278.


Aktivitäten

  • Vortrag "Visualisierungen der sicheren Stadt. Sicherheitskonzeptionen in den Stadtansichten des Theatrum Europaeums und der Topographia Germaniae" gehalten im Rahmen des Workshops "Dynamiken von Sicherheit und Unsicherheit in Architekturen und Architekturdarstellungen der Frühen Neuzeit" in Marburg am 16./17.02.2017.
  • Koorganisation, -konzipierung und -moderation des Workshops "Dynamiken von Sicherheit und Unsicherheit in Architekturen und Architekturdarstellungen der Frühen Neuzeit" in Marburg am 16./17.02.2017
  • Vortrag "Bildmedial verfasste Sicherheitskonzeptionen in der Frühen Neuzeit am Beispiel Gotha", gehalten im Rahmen der 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung zum Thema "Die Festung der Neuzeit in historischen Quellen" in Saarlouis am 23.09.-25.09.2016.
  • Vortrag "Schloss Friedenstein in Gotha. Machtzentrum eines neuen Fürstenhofes", gehalten im Rahmen des Doktorandenkolloquiums MACHTARCHITEKTUR! des Marburger Doktorandenforums Kunstgeschichte am 08.05.2013.
  • Koorganisation und -moderation des 4. Doktorandenkolloquiums in der Reihe "Zu beschreiben und zu sammeln sei die Kunst" des Marburger Doktorandenforums Kunstgeschichte am 08.05.2013.

Zuletzt aktualisiert: 25.11.2017 · Jessica Lingert

 
 
 
Fb. 09 - Germanistik und Kunstwissenschaften

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