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FORSCHUNGS- UND DRITTMITTELPROJEKTE




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DFG-Forschergruppe | Journalliteratur. Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen


Sprecher_innen: Prof. Dr. Nicola Kaminski (Ruhr-Universität Bochum, Sprecherin), Prof. Dr. Jens Ruchatz (Philipps-Universität Marburg, stellvertr. Sprecher)

Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist im Juli 2016 die Förderung der Forschergruppe 2288 „Journalliteratur: Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen“ bewilligt worden, als deren stellvertretender Sprecher Jens Ruchatz fungiert. In einer Kooperation der Universitäten Bochum, Köln und Marburg wird sich die Forschergruppe in den nächsten drei Jahren mit der Medialität von Zeitschrift und Zeitung beschäftigen, welche sich unter anderem durch Serialität, die Vermischung diverser Text- und Bildsorten sowie die integrierende Visualität eines entsprechenden Layouts auszeichnet. Viele Eigenschaften, die aus heutiger Perspektive als Medienspezifika des Fernsehens erscheinen, finden sich mithin schon in der im 19. Jahrhundert entstehenden Journalkultur. Anhand von periodischen Publikationen des 19. Jahrhunderts wird in konkreten Analysen dem Verhältnis von Texten und Bildern zu ihrem Publikationsmedium nachgegangen werden.
Das von Jens Ruchatz geleitete Teilprojekt „Fragmentkonstellationen: Periodisierte und serialisierte Fotografie (1845-1910)“ widmet sich seriellen Publikationsformaten von Fotografien, angefangen von der seriellen Distribution fotografischer Abzüge bis hin zur Etablierung fotografiedominierter Magazine am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Projektbeginn: Oktober 2016



DFG-Projekt Mediale Störungen

DFG-Forschungsprojekt | Mediale Störungen


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung des Forschungsvorhabens „Mediale Störungen. Strukturen und Funktionen von Fernsehsondersendungen in der politischen Medienkultur Deutschlands“ für die Dauer von zwei Jahren übernommen. Das Projekt wird in Kooperation des Instituts für Medienwissenschaft der Philipps- Universität Marburg (Leitung: Prof. Dr. Andreas Dörner) sowie der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal (Leitung: Prof. Dr. Ludgera Vogt) durchgeführt.

Erforscht werden soll, wie Sondersendungen, besonders ARD Brennpunkt und ZDF spezial, Störungen der ‚Normalität‘ aufgreifen und modellieren. Diese Störungen, die die Unterbrechung einer Ablaufs- und Funktionslogik bewirken und die beträchtliche Einschränkung einer gesellschaftlich definierten Normalität bedeuten, können einerseits Veränderungen markieren. Andererseits aber fordern sie zu einer Verständigung auf ‚Normalität‘ und zu deren Wiederherstellung auf. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Dynamik steuern solche Fernsehsondersendungen bei, die in der deutschen Fernsehlandschaft hauptsächlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden. Diese Sendungen inszenieren ein komplexes Geschehen, das darin besteht, eine eingetretene Störung zu konstituieren, ihren Entstörungsprozess zu begleiten, Entstörungsfolgen aufzuzeigen und vor allem die Wiederherstellung einer (symbolischen) Ordnung zu leisten. Dieser Akt weist in starkem Maße rituelle Aspekte auf.
Erkenntnisleitende Fragestellungen im Forschungsprojekt sind:
1. Welches sind die Kriterien, die zur Produktion einer Sondersendung führen?
2. Welches sind die Entscheidungs- sowie Produktionsabläufe und welche Akteure sind daran beteiligt?
3. Welche gestalterischen Elemente prägen diese spezifische Form audiovisueller Texte?
4. Welche Potentiale entfalten Sondersendungen bei der rituellen Störungsbearbeitung und auf welche symbolischen Ressourcen greifen sie dabei zurück?
5. Wie gestaltet sich die Anschlusskommunikation über die Social-Media mit den Zuschauern?

Der Untersuchungsgegenstand erfährt seinen Zugang über das Konzept der ethnografisch eingebetteten Videoanalyse: Einerseits liefert der ethnografische Feldzugang (Interviews, Beobachtungen, Auswertung natürlicher Daten) notwendige Einblicke in Entscheidungs- und Produktionsprozesse. Andererseits erfolgt eine umfangreiche Materialanalyse der Vollerhebung von Sondersendungen im Untersuchungszeitraum 2015/16. Die Rückkoppelung beider Ansätze präzisiert Untersuchungsfragen und eröffnet einen tieferen Zugang zum Untersuchungsgegenstand. Durch das Forschungsprojekt wird angestrebt, eine Typologie zu erstellen, die es ermöglicht, systematisch den massenkommunikativen Prozess der Konstruktion von Störung, Entstörung und Wiederherstellung von Ordnung zu erfassen und ein Verständnis für dessen Funktion in der politischen Medienkultur Deutschlands zu schaffen.

Projektbeginn: Oktober 2016




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Internationales Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Stockholm | Advertising and the Transformation of Screen Cultures


Beteiligte Wissenschaftler_innen: Prof. Dr. Yvonne Zimmermann (Philipps-Universität Marburg), Associate Prof. Dr. Patrick Vonderau (Universität Stockholm), Dr. Bo Florin (Universität Stockholm)

Finanziert durch den Jubiläumsfond der Schwedischen Reichsbank

Advertising has played a central role in shaping the history of modern media. While often identified with American consumerism and the rise of the ‘Information Society’, motion picture advertising has been part of European visual culture since the late 19th century. Following the co-evolution of transport and information infrastructures during the Industrial Revolution, motion pictures indeed became central within an ever-expanding promotional Medienverbund. With the global spread of ad agencies, moving image advertisements turned into a privileged cultural form for making people experience the qualities and uses of branded commodities, for articulating visions of a ‘good life,’ and for inciting social relationships. Yet no book-length study exists that would critically survey the history of motion picture advertising from a Cinema or Media Studies viewpoint. Abandoning a conventional delineation of fields by medium, country, or period, this project suggests a lateral view. It aims to chart the audiovisual history of advertising by focusing on objects (products), screens (exhibition, programming, physical media), practices (production, marketing), and intermediaries (ad agencies). Our research will trace continuities and links across countries, media or periods, in order to better understand, and evaluate, advertising’s role in transformative screen cultures.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Philipps-Universität Marburg: Alexander Stark, M.A.

Projektlaufzeit: Januar 2014 bis Dezember 2016

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DFG-Forschungsprojekt | Politik und Komik. Zur Selbst- und Fremdinszenierung politischer Akteure in hybriden Satire- und Comedyformaten des deutschen Fernsehens


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

Nicht erst seit dem Mitwirken des Entertainers Stefan Raab im Rahmen des Kanzlerduells 2013 lässt sich eine verstärkte Verbindung der Bereiche Komik und Politik im deutschen Fernsehen feststellen. Politiker treten zunehmend als Gäste in komikorientierten TV-Sendungen auf. Dieser Umstand ist vor allem deshalb bemerkenswert, da Komik in der Tradition der Satire als bewährtes Mittel der politischen Kritik gilt. Aus diesem Grund erforscht das Team von Prof. Dr. Andreas Dörner in Kooperation mit Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal) diese komplexe Beziehung zwischen Politik und Komik. Dabei wird unter anderem der Frage nachgegangen, wie die komische Präsentation von Politischem das Publikum beeinflusst. Hierzu werden Sendungen analysiert, Interviews mit beteiligten Akteuren geführt sowie Rezeptionsanalysen vorgenommen.
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Benedikt Porzelt (Marburg), Matthias Bandtel M.A. (Wuppertal)

Projektbeginn: Juli 2013

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DFG-Forschungsprojekt | Das U.S.-amerikanische Filmprojekt zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: Ein Beitrag zur politischen Kultur Nachkriegsdeutschlands


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

Das filmgeschichtliche Projekt geht der Frage nach der inhaltlichen und ästhetischen Gestaltung des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses in Filmen der U.S. Militärregierung in Deutschland nach. Es knüpft dabei an aktuelle Fragestellungen in den Gesellschaftswissenschaften und der Medienwissenschaft an. Besonders fokussiert wird auf die Funktion von Medienkampagnen in Transitional Justice Prozessen und innerhalb der politischen Kultur. Die Hauptthese ist, dass die Filmkampagne, für die nahezu 50 Stunden Filmmaterial vom Prozess hergestellt wurden und die sich in 43 Folgen der Kinowochenschau WELT IM FILM und zwei Dokumentarfilmen niederschlug, als wesentlicher Bestandteil dieses Großereignisses gewertet werden kann.
Die Leitfragen der Untersuchung richten sich auf den Überlieferungsstand, den außen- und besatzungspolitischen Hintergrund der Produktion, die Inszenierungsweisen und schließlich die politischen Impulse für die deutsche Nachkriegsgesellschaft.

Kooperation mit Dr. Wolfgang Form (ICWC, Univesität Marburg)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Axel Fischer, M.A.

Projektbeginn: Februar 2012

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DFG-Forschungsnetzwerk | Filmstil zwischen Kunstgeschichte und Medienkonvergenz


Projektleitung: Dr. Dietmar Kammerer

Beteiligte Wissenschaftler_innen: Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Tina Kaiser

Das Netzwerk untersucht "Filmstil" als Schnittstellenbegriff, der zwischen unterschiedlichen Feldern zu vermitteln vermag. 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema erarbeiten im Dialog mit renommierten Experten einen historischen, theoretischen und ästhetischen Zugriff auf das Konzept Filmstil, seine Geschichte und seine mögliche Zukunft.

Projektlaufzeit: Januar 2012 bis Dezember 2013

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Teilprojekt von Dr. Tina Kaiser | Ausweichende Bilder: Narrative und repräsentative Strategien im aktuellen Weltkino

Wie entziehen sich zeitgenössische filmische Bilder dramaturgischen und narrativen Funktionalisierungen? Wie arbeiten sie seitens der Repräsentation und Narration anders und neu, wie rekurrieren sie auf Vorbilder? Wie betreiben sie eine Art der Verweigerungshaltung, ein Ausweichen, gegenüber und innerhalb gängiger filmischer Erzähl- und Abbildstrategien?

Filme des zeitgenössischen Weltkinos, die international verstärkt auf Festivals zu sehen sind, ermöglichen diese Beobachtungen seit einigen Jahren. Spätestens ab Mitte der Nuller Jahre zählen hierzu, quasi in Vorreiterfunktion, Filme von Lisandro Alonso, Andrew Bujalski, So Yong Kim, Albert Serra, Bradley Rust Grey und Apichatpong Weerasethakul. Diese Filme sollen sowohl auf ihre narrativen als auch auf ihre ästhetischen Merkmale und Muster untersucht werden. Forschungsziel wird dabei u.a. sein, Stilmerkmale dieses neuen Erzählens und Visualisierens zu bestimmen und sie als Erweiterung der Grenzen des konventionellen Erzählfilms einzusetzen. Auf der Seite der Repräsentation geht es zum einen um Ambivalenzen des Bildes selbst, die sich auf das Was und das Wo der Erkennbarkeit beziehen. Zum anderen um Ambivalenzen seitens der Figurendarstellung, folglich um Fragen des Wer. Auf der Seite der Narration werden Handlung und Dramaturgie untersucht. Das Wie, Wozu und Warum der filmischen narrativen Strategien steht hierbei im Zentrum.

Im Gegensatz zu einer modernistischen Agenda der Brüche sind die Bilder dieses Kinos oftmals [auch die narrative Entsprechung zu optischen] Kipp-Phänomene[n] – mit ihnen entsteht die Möglichkeit, sowohl mit als auch jenseits der Handlung zu sehen. Sie führen zu einem Wechsel zwischen Oberflächentext und Narration. Die zu untersuchenden Stilmittel brechen und negieren dabei nicht, sie flüchten eher innerhalb und mit der Filmkonvention und erweitern diese durch, konventionell gesprochen, Umwege: Es geht also um Bilder, die Erwartungen entkommen. Sie stellen Fragen nach der narrativen und repräsentativen Relevanz von bildlichen Stilmitteln und ob und wann es dieser Relevanz überhaupt bedarf.

 

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Forschungsprojekt | Die doppelte Kontingenz der Inszenierung. Zur Präsentation politischer Akteure in Personality-Talkshows des deutschen Fernsehens


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

Für den politischen Erfolg sind neben fachlichen Kompetenzen zunehmend Sympathiewerte wichtig. Immer mehr Politiker treten deshalb in populären Personality-Talkshows auf, um sich dem Wähler dort als private Menschen zu zeigen. Doch sind solche Auftritte nicht risikofrei. So treffen die Politiker dort auf Akteure, die ganz eigene Interessen verfolgen. Die  Forschergruppen von Prof. Dr. Andreas Dörner und Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal) analysieren in ihrem gemeinsamen Projekt deshalb wie Politiker in solchen Talkshows präsentiert werden, welche Strategien die verschiedenen Akteure dabei verfolgen und welche Eigenlogiken sich daraus ergeben. Neben der Analyse der Medienprodukte dienen unter anderem Interviews mit Fernsehmachern, Politikern und Politikberatern als Forschungsgrundlage.
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. des. Benedikt Porzelt (Marburg), Matthias Bandtel (Wuppertal)

Projektbeginn: April 2009

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ABGESCHLOSSENE FORSCHUNGSPROJEKTE



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Datenbankprojekt | Bildkulturen ökologischer Forschung


Beteiligte Wissenschaftlerin: Prof. Dr. Angela Krewani

Wesentlicher Bestandteil des Projektes war zunächst die Entwicklung eines web-basierten Informationssystems. Der Prototyp zielt auf mehrfache Weise auf Vernetzung: der informationstechnologischen Ebene, der Ebene der Nutzer, der inhaltlichen Ebene.

Informationstechnologisch kommt es darauf an, eine Vernetzung zwischen Bilddaten und Metadaten, zwischen Bilddaten und Literaturdaten, sowie mittelfristig zwischen Datenbanken zu erstellen und zu stabilisieren. Das Netzwerk von Institutionen und Personen, Disziplinen und Wissenschaftstypen, in denen ökologische Forschung betrieben wurde und wird, soll auf diese Weise zugänglich gemacht und visualisiert werden.
Den Nutzern der web-basierten Datenbank wird über eine interaktive Plattform, dies ein weiterer Vernetzungsaspekt, eine dezentrale Struktur zum Daten- und Informationsaustausch bereitstellt. Fragen nach der Repräsentation konkreter Natur, nach der Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft, können auch hier wieder relevant sein.
Eine Vernetzung der Inhalte, Bilddaten wie Literaturdaten schließlich ermöglicht die topologische Darstellung der beforschten Institutionen und Personen und eröffnet damit neue Einblicke in die Disziplinen-, Personen- und Institutionengeschichte der mit konkreter Natur befassten Akteure. Überhaupt ermöglicht die Visualisierung der Bilddaten nach historischen und geographischen Kriterien die Erschließung neuer Forschungsfragen. Insofern kann das web-basierte Informationssystem als heuristisches Werkzeug genutzt werden, die wissenschaftsphilosophische und medienwissenschaftliche Perspektive gleichermaßen vertiefen und anreichern.

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Zuletzt aktualisiert: 20.09.2016 · Burkhard Röwekamp

 
 
 
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