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08.02.2018

Drei Artikel zur Geschichte des Fachbereichs und seiner Angehörigen

in den "Mathematischen Semesterberichten" und den "DMV Mitteilungen"


Drei jüngst erschienene Artikel widmen sich unterschiedlichen Aspekten der Geschichte der Marburger Mathematikerinnen und Mathematiker. In chronologischer Reihenfolge sind dies:

 

Silke Lorch-Göllner: Die „mutvoll Trotzigen“: Die ersten Mathematikstudentinnen der Königlich Preußischen Universität Marburg, erscheint in den Math. Semesterberichten [pdf] [link]

Ab dem Wintersemester 1908/09 durften Frauen in Preußen und damit auch in Marburg studieren. Der Artikel befasst sich erstmals mit dieser ersten Generation der Mathematik-Studentinnen und fragt nach ihrer regionalen Herkunft, ihren familiären und sozialen Verhältnissen sowie ihrer Vorbildung. An ausgewählten Beispielen werden Bildungsverläufe und berufliche Werdegänge einzelner Mathematikstudentinnen vorgestellt.

Reinhard Siegmund-Schultze: Emmy Noether – „das Experiment, eine Frau zum Ordinarius zu machen“, Mitteilungen der DMV 47 (2017), 157-163 [pdf] [link]

Der Artikel legt dar, mit welchen Argumenten Emmy Noethers Kollegen Adolf Fraenkel und Helmut Hasse 1928 (beide Schüler des Marburger Professors Kurt Hensel und viele Jahre an unserem Fachbereich tätig) ihre mögliche Berufung nach Kiel ausschlossen. Neben teilweise gerechtfertigten aber scheinheiligen Zweifeln an Noethers Eignung für elementarmathematische Vorlesungen waren es anscheinend selbstbezogene Minderwertigkeitsgefühle auf Fraenkels Seite und generelle Vorurteile gegen Frauen im akademischen Bereich bei Hasse.

Ilka Agricola und Friedrich Pukelsheim: Horst F. Niemeyer und das Proportionalverfahren, Math. Semesterber 64 (2017), 129–146 [pdf] [link]

Als am Mittwoch, 14. Oktober 1970, der Marburger Mathematikprofessor Horst Niemeyer die Frankfurter Allgemeine Zeitung aufschlug, ahnte er sicher nicht, dass seine Lektüre das Verfahren, mit dem die Sitze in Ausschüssen, im Bundestag und in anderen parlamentarischen Gremien damals vergeben wurden, nachhaltig verändern sollte und er zum Namenspatron des geänderten Verfahrens werden würde. Der Artikel beleuchtet die Details dieser Entwicklung und die mathematischen Schwierigkeiten bei der Sitzzuteilung im Deutschen Bundestag. Der im Anhang abgedruckte Brief, den Niemeyer am 16. Oktober 1970 an das Bundestagspräsidium schrieb, gehört zu den historischen Dokumenten der Mathematik in Deutschland im 20. Jahrhundert.

Zuletzt aktualisiert: 09.02.2018 · bingell

 
 
 
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