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14.06.2017

Nacht der Kunst: Gerling Sternwarte

Am 12. Oktober 1841 nahm Christian Ludwig Gerling seine neu errichtete Sternwarte in Betrieb. Die in den folgenden Jahren dort durchgeführten Asteroidenbeoabchtungen sind die frühesten dokumentierten hessischen Messungen an Kleinplaneten. Erleben Sie an historischer Stätte Astronomiegeschichte des 19. Jahrhunderts!

Zeit: 23.06.2017 18:00 h - 24.06.2017 00:00 h
Ort: Renthof 6, Innenhof und Gerling-Stermwarte

Weitere Informationen:

Freitag, 23. Juni 2017, 18 Uhr

Die Gerling-Sternwarte öffnet zur Nacht der Kunst 2017.

Programm

  • Besichtigungen ab 18 Uhr, Dauer 30 min

  • Vorträge 19 Uhr,   21 Uhr, 23 Uhr "Asteroidenbeobachtungen in der Gerling-Sternwarte"

  • Besichtigung der Physikalischen Sammlung ab 18 Uhr

Die Gerling-Sternwarte
Die Gerling-Sternwarte auf dem Renthof wurde am 12. Oktober 1841 in Betrieb genommen.

Die offenen Fragen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Bereich der Himmelskunde beschäftigten sich mit unserem eigenen Sonnensystem: Was sind seine Ausmaße und gibt es mehr als die damals bekannten 7 Planeten?

Auf beide Fragen findet man Antworten mit präzisen Messungen. Christian Ludwig Gerling hat genau dies umgesetzt: mit seinem Passageinstrument, justiert mittels des etwa 4km entfernt errichteten Meridiansteins, beteiligte er sich an der Erstellung besserer Sternkarten und an der Suche nach Kleinkörpern in unserem Sonnensystem. Die Messungen Gerlings und seiner Schüler sind die ältesten dokumentierten Asteroidenbeobachtungen Hessens! Zur Vermessung der Größe unseres Sonnensystems initiierte er eine US-amerikanische Expedition nach Chile, die zur Gründung der ersten Sternwarte auf dem südamerikanischen Kontinent führte. Die Leitung der Sternwarte übernahm Carl Wilhelm Mösta aus Ziegenhain, ein Schüler Gerlings.

Die Gerling-Sternwarte der Philipps-Universität ist die einzige bekannte Sternwarte aus dem 19. Jahrhundert, die noch über einen an originalem Platz sitzenden und von der Sternwarte aus einsehbaren Meridianstein verfügt!

Begleitete Besichtigungen ab 18 Uhr in kleinen Gruppen bis zu 10 Personen. Reservieren Sie sich online einen Platz.

In der Physikalischen Sammlung – am Fuße der "Alten Sternwarte" – können Sie einen Einblick in die Wunderwelt früherer Mess- und Experimentiertechnik erleben. Die Anschaffung von Geräten im 17. Jahrhundert zur Demonstration von Naturphänomenen betrachtet man heute als die Gründung der „Physik“ als eigenständige Wissenschaft. Neben alten Pumpen (aus dem 17. Jahrhundert!), Elektrisierapparaten, Mikroskopen etc. erfahren Sie Details zur Geschichte „der Physik“ in Marburg.

Weitere „himmlische“ Veranstaltungen in diesem Jahr entnehmen Sie bitte unserem Jahresprogramm.

Kontakt


Prof. Dr. Andreas Schrimpf
Fachbereich Physik
AG Astronomiegeschichte und Beobachtende Astronomie

Parallaxe und Sternzeit e.V.
info@parallaxe-sternzeit.de


 

Zuletzt aktualisiert: 15.06.2017 · Andreas Schrimpf

 
 
 
Fb. 13 - Physik

Astronomie, Renthof 5, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421 28-21338, Fax +49 6421 28-21352, E-Mail: astronomie@physik.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/fb13/forschungsgruppen/astronomie/aktuelles/events/2017/2017-06-23-t-nacht-der-kunst

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