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Die Londoner Milleniums Brücke

Mit der Millenniumsbrücke, die im Londoner Zentrum die St. Pauls Kathedrale mit der Tate Gallerie verbindet, wurde im Juni 2000 seit über hundert Jahren erstmals wieder eine Brücke über die Themse eröffnet. Doch als die ersten Besucher auf die neue Brücke strömten, wurde die Freude über die elegant geschwungene Struktur des Bauwerks durch deutlich spürbare seitliche Schwingung getrübt. Der Ursprung der Schwingung blieb unerklärlich und führte zu einer fast zweijährigen Sperrung und zu Nachrüstungen an der Millenniumsbrücke. Nun konnte im Modell nachgewiesen werden, dass die Schwingung durch die unwillkürliche Reaktion der Fußgänger auf die Bewegung der Brücke angeregt wird. Sobald die ersten Fußgänger die laterale Schwingung spüren, passen sie, ähnlich wie auf einem Schiff, ihre Schritte der seitlichen Bewegung an, verstärken so die Schwingung und ziehen weitere Passanten in die synchronisierte Bewegung hinein: die Brücke gerät in selbstorganisierte Schwingungen.

 

millbridge_verkleinert.png

Entstehung der Brückenschwingung durch Synchronisation: Das obere Bild zeigt die Schwingungen der Brücke, die mit der Zeit zunehmen. Das untere Bild zeigt die Schrittfolge der Fußgänger: rot sind die Schritte mit dem linken Bein, blau die mit dem rechten. Jedem Fußgänger ist ein Streifen zugeordnet, in dem die Farben zwischen rot und blau wechseln. Zu Anfang ist die Bewegung der Fußgänger unregelmäßig, doch nach einer Weile fallen die ersten in Gleichschritt mit der Bewegung der Brücke. Daraufhin nimmt die Amplitude der Brücke zu und weitere Fußgänger passen ihre Bewegung an, bis schliesslich alle synchronisiert sind.

Der Artikel

Crowd synchrony on the Millennium Bridge
Steven H. Strogatz, Daniel M. Abrams, Allan McRobie,
Bruno Eckhardt and Edward Ott

Nature, 438, 43-44 (2005)

Pressemitteilung der Uni

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Zuletzt aktualisiert: 28.01.2011 · lenzpe

 
 
 
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