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Das Behring-Archiv


Träger der Einrichtung ist die Philipps-Universität Marburg

Das Archiv befindet sich in der Emil-von-Behring-Bibliothek, Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin der Philipps-Universität

Ursprüngliche Sammlung in Archivordnern
Ursprüngliche Aufbewahrung der Dokumente des Behring-Nachlasses

Leiter/in der Einrichtung:
Dr. Kornelia Grundmann

Postadresse: Bahnhofstr. 7, 35037 Marburg

Standortadresse: Robert-Koch-Str. 6, Dachgeschoss, 35037 Marburg

Internetadresse: www.uni-marburg.de/fb20/evbb
 
Behring-Nachlass-Datenbank: www.uni-marburg.de/behring-digital

Kontakte:
Tel.: 06421/2867011 (Grundmann
)
Tel.: 06421/2865424 (Enke)
Tel.: 06421/2867088 (Sekretariat)
Fax: 06421/2867090

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung mit Frau Dr. Grundmann oder Frau Dr. Enke.


Zweck der Einrichtung:

Das Behring-Archiv umfasst umfangreiche Materialien und Dokumente sowohl zur Person Emil von Behrings als auch zur Geschichte des Unternehmens. Diese stehen Wissenschaftlern und anderen Interessierten für die historische und medizinhistorische Forschung zur Verfügung. Einen Einblick in die Bestände des Archivs gibt seit Mai 2012 auch die Online-Datenbank Behring-Nachlass digital (www.uni-marburg.de/behring-digital).

Geschichte der Einrichtung:

Der Nachlass Emil von Behrings wurde nach dem Tode seiner Frau im Jahre 1937 von den Erben Behrings den Behring-Werken übergeben. Der damalige Archivar des Werkes, Prof. Dr. Alexander von Engelhardt, Honorarprofessor für Geschichte der Medizin an der Philipps-Universität Marburg, übernahm die Ordnung und Katalogisierung des Bestandes. Er stellte damit das Material für die umfangreiche und bisher einzige umfassende Biographie über Leben und Werk Emil von Behrings bereit (H. Zeiss, R. Bieling: Behring, Gestalt und Werk, Berlin 1940, 2. Aufl. 1941). Dem Nachlass wurde im Laufe der Jahre das Werks-Archiv angegliedert. Beide Teile des Archivs waren bis 1999 in der Bibliothek der Behring-Werke untergebracht, zuletzt betreut von Dr. Joseph Staerk. Nach dem Verkauf und der Aufteilung der Behring-Werke in mehrere Einzelfirmen wurde die Bibliothek aufgelöst und das gesamte Archiv wurde der Philipps-Universität zunächst als Depositum übergeben. Es ist dem damaligen kommissarischen Leiter der Emil-von-Behring-Bibliothek, Herrn Prof. Dr. Gerhard Aumüller, zu verdanken, dass das Archiv in dieser Einrichtung deponiert wurde. Seit dem Jahr 2000 ist es der Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin angegliedert und wird von dieser Universitätseinrichtung mitbetreut. Am 14. Juni 2011 wurde das Archiv von der Eigentümerin, Sanofi Aventis GmbH Deutschland, der Universität geschenkt.
Momentan erreichen das Archiv kontinuierlich weitere Schenkungen aus dem Umfeld der Familie Behring und Spinola (= Else von Behrings Herkunftsfamilie).

Beschreibung der Archivbestände:

1)      Der Nachlass Emil von Behrings:

  • die wissenschaftliche Korrespondenz Emil von Behrings, d.h. seine Briefe im Original, in Abschrift oder Fotokopie sowie zahlreiche an ihn gerichtete Briefe und Mitteilungen
  • sein persönlicher Nachlass (Zeugnisse, Schul- und Universitätsaufzeichnungen, Tagebücher)
  • handschriftliche Aufzeichnungen seiner Versuche und Laborunterlagen, Patente und Verträge
  • zahlreiche Dokumente (Urkunden) von Preisen und Ehrungen
  • die vollständige Sammlung der Sonderdrucke von Behrings Veröffentlichungen
  • eine historische Sammlung von Publikationen von Persönlichkeiten der wissenschaftlichen Welt, mit denen Behring in Verbindung stand
  • Behrings Bücher über Diphtherie, Tetanus, Tuberkulose
  • Teile seiner Privatbibliothek (der überwiegende Teil befindet sich jedoch in seinem Arbeitszimmer in den ehemaligen Behring-Werken)
  • Sekundärliteratur (Biographien, Würdigungen, Jubiläumsschriften) zu Behring und zeitgenössischen Persönlichkeiten
  • umfangreiches Bildmaterial aus Behrings persönlichen und wissenschaftlichen Leben.

 

2)      Das Werks-Archiv der Behringwerke:

  • Urkunden und amtliche Schriftstücke, Geschäftsunterlagen und Bilanzen aus allen Jahrzehnten seit dem Gründungsjahr 1904 bis zur Auflösung im Jahre 1994-97
  • Informationsmaterialien zu Produkten und Präparaten, wie Beipackzettel, Broschüren, Produktlisten, Plakate, Aufklärungsmaterialien usw.
  • Sonderdrucke von Mitarbeitern der Behringwerke
  • werkseigene und eng mit dem Werk verbundene Publikationen wie die „Behring-Werke-Mitteilungen“, „Gelbe Hefte“, „Blaue Hefte“
  • Presseberichte / Zeitungsausschnitte im Zusammenhang mit Aktivitäten der Behring-Werke
  • umfangreiches Bildmaterial aus der Geschichte des Unternehmens.
  • Pferde auf Elsenhöhe
    Pferde auf einer Weide der Behringwerke

 

3) Behring-Sammlung

Die Sammlung wird kontinuierlich durch Schenkungen, beispielsweise aus den Nachlässen der Geschwister und sonstiger Angehörigen, ergänzt. (Stand 2015); siehe dazu http://http://www.uni-marburg.de/fb20/evbb/behring-digital/nachlassalbertbehring

Nachlass Albert Behring
Ein Briefkonvolut aus dem Nachlass Albert Behrings. Geschenk des Enkels Christian-Ulrich Behring (Foto: U. Enke)



 

Kurze Beschreibung des Behring-Archivs/englisch (PDF)


Zur Person Emil von Behrings/englisch (PDF)


Portrait Behring mit Unterschrift


Zuletzt aktualisiert: 18.01.2016 · Harald Balz

 
 
 
Fb. 20 - Medizin

Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin,
Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. +49 6421/28-67088, Fax +49 6421/28-67090, E-Mail: jeskea@staff.uni-marburg.de

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