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Forschungsschwerpunkte


 
Es werden kontinuierlich zwei Forschungsschwerpunkte verfolgt:
Psychologie und Behandlung des Chronischen Schmerzes und Selbstsicherheit und Empathie bei Studierenden der Medizin (Lehrforschung).


Psychologie und Behandlung des chronischen Schmerzes -  Translationale Schmerzforschung

In verschiedenen Forschungsvorhaben wird den Fragestellungen nachgegangen, welche Faktoren bei der Schmerzhemmung eine Rolle spielen und durch welche Interventionen der Prozess der Chronifizierung aufgehalten bzw. unterbrochen werden kann.

Gemeinsam mit den Professoren Richard H. Gracely (UNC) und William Maixner (Duke) haben wir eine Methode entwickelt, die der Erhöhung der Baroreflex Sensitivität (BRS) dient. Diese ist bei chronischen Schmerzpatienten stark vermindert und führt bei einer großen Subgruppe von chronischen Schmerzpatienten, die eine hypertone Stressreaktivität aufweisen, zu einer maladaptiven Schmerzhemmung, die sich als verminderte Aktivierung der dorsal medialen Nucleus Tractus Solitarius (NTS-) Reflexbögen zeigt. Bei dieser Methode zur Erhöhung der BRS, als BaroreflexTraining bezeichnet, handelt es sich um eine periphere, elektrische, kardial getriggerte Stimulation, die kurze schmerzfreie und schmerzhafte Stimuli adaptiert an der individuellen Schmerztoleranz im 5 Sekundentakt am Daumen und Ringfinger der rechten Hand appliziert.

Die psychophysiologischen Studien beschäftigen sich mit dem Wechselspiel von Blutdruck, Herzratenvariabilität, BRS und Schmerz sowie mit den zentralen Unterschieden von chronischen Schmerzpatienten mit reduzierter BRS im Vergleich zu Gesunden.

Innerhalb der Therapieforschung haben wir das Systolische Extinktionstraining - SET - entwickelt, das aus dem Baroreflextraining und der operanten Schmerztherapie (Flor & Birbaumer, 1993) besteht. Wir verfolgen die Zielsetzung, dieses psychologische Behandlungskonzept in die Arbeit von Schmerzambulanzen und ärztlichen Schwerpunktpraxen für Schmerztherapie zu integrieren. Dazu arbeiten wir an der Miniaturisierung des Gerätes in einer weiteren Studie. Das inzwischen evaluierte Behandlungsprogramm wurde publiziert und wird für eine interdisziplinäre schmerztherapeutische Versorgung zur Verfügung gestellt.

Andere Forschungsvorhaben beschäftigten sich mit den Komorbiditäten des chronischen Schmerzes, wie der Regulation von Hypertonie, Schlafstörungen, Angst - als Ausdruck von reaktivierten NTS-Reflexbögen, sowie den Veränderungen von Magen-Darm Erkrankungen nach SET bei Patienten mit Fibromyalgie, Migräne, neuropathischem Schmerz und rheumatoider Arthritis.

Im Rahmen dieser Projekte finden sich Kooperation mit der Anatomie (den Professoren Eberhardt Weihe und Ralph Kinscherf), der Physiologie (den Professoren Adriana Del Rey und Hugo Besedovski), der Klinik für Kardiologie (den Professoren Bernhard Schieffer und Wolfram Grimm), dem Schlaflabor der hiesigen Universität (Prof. Ullrich Köhler) sowie dem Department of Anesthesiology and Pain Research an der Universität Washington, Seattle, WA (Leitung: Dr. Dennis C. Turk) und dem Center for Translational Science at the Department of Anesthesiology, Duke University in Durham, NC (Leitung: Dr. William Maixner).

Über die Website

http://setmarburg.wikiangels.com/home/

können Sie weitere Informationen zur neuen Therapiemethode SET und dem damit verbundenen e-learning Programm erhalten.




Selbstsicherheit und Empathie bei Studierenden der Medizin - Lehrforschung

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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2018 · Sabine Quint

 
 
 
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