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23.04.2012

Birgit Stammberger (Lüneburg) Das Theater mit dem Körper. Wie wissenschaftliche Konzepte des Körpers inszeniert werden

Interdisziplinäre Ringvorlesung "Wissen, Macht, Geschlecht" im Sommersemester 2012 im Rahmen des Studienprogramms "Gender Studies und feministische Zukunftsforschung"

Zeit: 31.05.2012 18:00 h - 31.05.2012 20:00 h
Ort: Hörsaalgebäude, Biegenstraße, Raum HG 207

Referierende/Beteiligte:

Veranstaltet vom Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

Weitere Informationen:

Abstract

Im Vortrag wird gezeigt, wie im Kontext von populärem Spektakel und wissenschaftlichen Abhandlungen Geschlechterdifferenz und Normalität als Metakonzepte der Moderne ineinander greifen. Ausgangspunkt der Ausführungen ist die These, dass die im 19. Jahrhundert hervorgebrachten Ordnungsprinzipien des Normalen historisch-spezifische Konstellationen von Geschlechterdifferenz begründeten, die zum Teil bis in gegenwärtige Diskurse (z.B. Medienkunst oder Figuration des/der Cyborg) hineinwirken. In dieser Perspektive rutscht auch das Biologische in den Bereich der Geschichte und ermöglicht lokale Analysen von Geschlechterdifferenzen in diskursiven Gefügen der Subjektivität, Körperlichkeit und kultureller Ordnung.

 

Literatur:

Foucault, Michel: Sexualität und Wahrheit, Bd. 1. Der Wille zum Wissen, Frankfurt/M.: 1983, S. 159-190.

Foucault, Michel: Die Macht und die Norm, in: Mikrophysik der Macht. Michel Foucault über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin. Berlin: 1976, S. 114-123.

Bührmann, Andrea D.: Die Normalisierung der Geschlechter in Geschlechterdispositiven, in: Bublitz, Hannelore (Hg.): Das Geschlecht der Moderne. Genealogie und Geschlechterdifferenz. Frankfurt/M.: 1997, S. 71-94.

Hall, Stuart: Das Spektakel des »Anderen«, in: ders.: Ausgewählte Schriften 4, hgg.v. Juha Koivisto und Andreas Merkens. Hamburg: 2004, S. 108-166.

Sarasin, Philipp: »Mapping the body«. Körpergeschichte zwischen Konstruktivismus, Politik und »Erfahrung«, in: ders.: Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse. Frankfurt/M.: 2003,  S. 100-121.

Bublitz, Hannelore: Diskurs und Habitus. Zentrale Kategorien der Herstellung gesellschaftlicher Normalität, in: Link, Jürgen u.a. (Hg.): Normalität im Diskursnetz soziologischer Begriffe. Heidelberg: 2003, S. 151-162.

Hagner, Michael: Die Normalisierung der Monstrositäten oder: Wie monströs ist das Normale? In: Bartz, Christina/Krause, Marcus (Hrsg.): Spektakel der Normalisierung. München: 2007, S. 181-197.

 

Birgit Stammberger, Dr. phil.

Beruf Goldschmiedin, Studium der Angewandten Kulturwissenschaften (Universität Lüneburg), Promotion in Philosophie (Universität Vechta), derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am College der Leuphana Universität Lüneburg.

Zuletzt aktualisiert: 23.04.2012 · Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

 
 
 
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