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Wintersemester 2017/18

    Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) - Wintersemester 2017/2018

    lsf | Völkerstrafrecht - Grundlagen
    Nummer: 01 104 00063
    Typ: Vorlesung
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Bock, Stefanie
    Termin: Do 14:00 - 16:00 wöchentlich
    Beginn: 19.10.2017  
    Raum: HG Hörsaal 00/0020 (00/0020)

    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    Kommentar:

    Die Vorlesung bietet eine Einführung in die materiellen und prozessualen Grundlagen des Völkerstrafrechts. Vermittelt werden Kenntnisse der Geschichte der nationalen und internationalen Durchsetzung von Völkerstrafrecht beginnend mit dem Ersten Weltkrieg. Dazu gehört auch die Entwicklung seit dem Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess, die in die Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag im Juli 2002 mündet. Die Vorlesung behandelt zudem die Straftatbestände Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Aggression sowie die Besonderheiten des „Allgemeinen Teils“ des Völkerstrafrechts. Ferner werden die Grundlagen des internationalen Strafverfahrensrechts besprochen.

    Literatur:

    Hinweise werden in der Veranstaltung gegeben.

    Prüfungsform:

    Abschlussklausur

    Hinweise:

    Die Veranstaltung ist auch für Studierende der Friedens- und Konfliktforschung geeignet. Für den Schwerpunktbereich V, Völker- und Europarecht und Schwerpunktbereich VI, Nationale und Internationale Strafrechtspflege anrechenbar.

    lsf | Seminar zum Strafrecht
    Nummer: 01 104 00064
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  k.A.
    Dozent: Bock, Stefanie
    Termine: Mo 15:00 - 16:00 Einzeltermin
    Themenvergabe
    Beginn: 09.10.2017  
    Di 08:00 - 20:00 Einzeltermin
    Beginn: 20.02.2018  
    Mi 16:00 - 17:00 Einzeltermin
    Vorbesprechung
    Beginn: 28.02.2018  
    Raum: SH Bibliothek 03012 (312)


    Raum: SH Seminarraum 01021 (120)

    Raum: SH Bibliothek 03012 (312)


    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    lsf | Seminar zum Strafrecht
    Nummer: 01 104 00065
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  k.A.
    Dozent: Puschke, Jens
    Termin: --- Keine Veranstaltungstermine bekannt ---
    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    lsf | Strafprozessordnung
    Nummer: 01 104 00067
    Typ: Vorlesung
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Puschke, Jens
    Termin: Do 10:00 - 12:00 wöchentlich
    Beginn: 19.10.2017  
    Raum: LH Hörsaal +2/0040 (103)

    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    Kommentar:

    Die Vorlesung dient der Einführung in das Strafverfahrensrecht, soweit es zum Examenspflichtfach gehört. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Verfahrensgrundsätze, Verfahrensbeteiligte sowie in Grundzügen der Gang des Strafverfahrens, die gerichtliche Zuständigkeit, der Instanzenzug, das Beweisrecht sowie die Zwangsmittel.

    Literatur:

    Beulke, Strafprozessrecht, 13. Aufl. 2016; Roxin/Schünemann, Strafverfahrensrecht, 28. Aufl. 2014; Engländer/Volk, Grundkurs StPO, 8. Aufl. 2013

    Teilnahmevoraussetzung:

    Zwischenprüfung

    lsf | Europäisches Strafrecht
    Nummer: 01 104 00071
    Typ: Vorlesung
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Bock, Stefanie
    Termin: Fr 12:00 - 14:00 wöchentlich
    Beginn: 20.10.2017  
    Raum: LH Hörsaal +02/0090 (102)

    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    Kommentar:

    In der Vorlesung werden die vielfältigen Verflechtungen zwischen Europäischem Recht und nationalem Strafrecht näher beleuchtet. Ein Schwerpunkt liegt auf den (verfassungs- und unionsrechtlichen) Grenzen der Europäisierung von Strafvorschriften. Neben dem Recht der Europäischen Union werden auch strafrechtsrelevante Akte des Europarates, insbesondere die Europäische Menschenrechtskonvention, behandelt.

    Literatur:

    Hinweise werden in der Veranstaltung gegeben.

    Prüfungsform:

    Abschlussklausur

    lsf | Der Genozid in Ruanda. Geschichte – Transitional Justice – Rezeptionen
    Nummer: 01 109 00137
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  k.A.
    Dozent: Form, Wolfgang
    Bemerkung: Das Seminar findet in der Kooperation mit dem Lehrbeauftragten Gerd Hankel statt
    Termine: Do 16:00 - 18:00 Einzeltermin
    Vorbesprechung und Vergabe der Themen
    Beginn: 19.10.2017  
    Fr 09:00 - 18:00 Einzeltermin
    Dekanatssitzungszimmer
    Beginn: 15.12.2017  
    Fr 09:00 - 18:00 Einzeltermin
    Dekanatssitzungszimmer
    Beginn: 19.01.2018  
    Sa 10:00 - 16:00 Einzeltermin
    Dekanatssitzungszimmer
    Beginn: 16.12.2017  
    Sa 10:00 - 16:00 Einzeltermin
    Dekanatssitzungszimmer
    Beginn: 20.01.2018  
    Raum: LH Seminarraum +2/0010 (209)


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    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Rechtswissensch/Staatsexa
    Kommentar:

    Im Zentrum des Seminars steht der Völkermord in Ruanda im Jahr 1994. Um diesen selbst in seinem Ablauf und in seiner Dimension verständlich zu machen, ist zunächst auf die Geschichte Ruandas bis 1994 einzugehen. Stationen, die einer vertieften Darstellung und Diskussion bedürfen, sind die vorkoloniale Verfasstheit Ruandas und die 1898 beginnende und 1962 mit der Unabhängigkeit Ruandas endende deutsche und belgische Kolonialzeit. Das Augenmerk ist hier vor allem auf das Verhältnis zwischen Hutu und Tutsi als den beiden wichtigsten Bevölkerungsgruppen des Landes zu legen. Woher kommen die Gruppenbezeichnungen? Wofür stehen sie? Wie war die Eigenwahrnehmung der Gruppenmitglieder und in welcher Weise machten die Kolonialherren Gebrauch davon? Das sind die Fragen, die behandelt werden und so ein Bild von der komplexen und zugleich widersprüchlichen präkolonialen und kolonialen Situation Ruandas vermitteln.

    Der nächste Abschnitt in der Geschichte Ruandas, mit dem sich das Seminar befassen wird, ist die Zeit zwischen der Unabhängigkeit des Landes ab Juli 1962 und dem Beginn des Völkermords im April 1994. Im Zentrum wird hier die Zeit vom 1. Oktober 1990 bis zum Abend des 6. April 1994 (Abschuss des Präsidentenflugzeugs, Beginn des Völkermords) stehen, eine Zeit, in der Ruanda einen ethnischen Bürgerkrieg erlebte, der eine starke Gewaltdynamik entfachte. Hier wird der unterschiedliche Meinungsstand hinsichtlich der Planung des Völkermords darzustellen sein sowie die letztlich gescheiterte Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die Zuspitzung des Konflikts.

    Der Völkermord selbst wird in seinem Ablauf zusammen mit den Versuchen seiner Aufarbeitung zu analysieren sein. Wie das internationale Gericht in Arusha, wie nationale Gerichte und die traditionelle Gacaca-Justiz in Ruanda versucht haben, Geschehensabläufe zu rekonstruieren und individuelle Verantwortlichkeiten zuzuweisen, zeigt anschaulich die Besonderheit des ruandischen Völkermords, nämlich die große Zahl an Tätern und deren schnelle Bereitschaft und/oder sogar Lust, auch sehr brutale Taten zu begehen. Vor diesem Hintergrund ist auch auf verschiedene Aspekte der ruandischen Versöhnungspolitik einzugehen, die sicherstellen soll, dass Täter und Überlebende künftig friedlich in einem Land leben.

    Ein letzter Teil des Seminars wird der Frage nachgehen, wie sich Ruanda seit 1994 politisch und wirtschaftlich entwickelt hat. Diese Entwicklung ist, wie auch große Teile der ruandischen Geschichte, nicht unumstritten. Daher wird es darauf ankommen, den Meinungsstand kritisch darzustellen und zu bewerten.

    Literatur:

    Klaas de Jonge, PRI’s Research on Gacaca (ILIAS ab Oktober 2017).

     

    Susan M. Thomson, Resisting Reconciliation: State Power and Everyday Life

    in Post-Genocide Rwanda (ILIAS ab Oktober 2017).

     

    Gerd Hankel, Das Ende der Gacaca-Justiz in Ruanda, in: Ruanda Revue (2012),2; S. 49-51 (ILIAS ab Oktober 2017).

     

    Gerd Hankel, Ruanda. Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird, Springe 2016 (http://www.zuklampen.de/buecher/neuerscheinungen-c-33/ruandaleben-und-neuaufbau-nach-dem-voelkermord-wie-geschichte-gemacht-und-zur-offiziellen-wahrheit-wird-p-1274788850.html).

    lsf | Trial-Monitoring
    Nummer: 01 109 00139
    Typ: Forschungsseminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  k.A.
    Link: https://www.uni-marburg.de/icwc/monitoring
    Dozent: Bock, Stefanie
    Bemerkung: Verantwortliche Dozentin: Professor Dr. Stefanie Bock; am 24.10.2017 im LH101 wird ab 18:00 Uhr eine Infoveranstaltung für Interessierte stattfinden.
    Termine: Di 18:00 - 21:00 Einzeltermin
    Infoveranstaltung
    Beginn: 24.10.2017  
    Di 19:00 - 21:00 Einzeltermin
    Beginn: 12.12.2017  
    Di 19:00 - 21:00 Einzeltermin
    Beginn: 13.03.2018  
    Mi 19:00 - 21:00 Einzeltermin
    Beginn: 20.09.2017  
    Mi 10:00 - 12:00 Einzeltermin
    Beginn: 22.11.2017  
    Fr 12:00 - 14:00 Einzeltermin
    Beginn: 10.11.2017  
    Fr 14:00 - 16:00 Einzeltermin
    Beginn: 19.01.2018  
    Raum: LH Hörsaal +2/0050 (101)


    Raum: LH Hörsaal +2/0050 (101)

    Raum: SH Seminarraum 01021 (120)

    Raum: SH Bibliothek 03012 (312)

    Raum: LH Seminarraum +2/0070 (202)

    Raum: LH Seminarraum +2/0070 (202)

    Raum: SH Seminarraum 01021 (120)

    Sprache: Deutsch
    Studiengänge: Friedens u.Konfliktf M.A.
    Rechtswissensch/Staatsexa
    Kommentar:

    Trial-Monitoring meint die Dokumentation und Evaluation gerichtlicher Verfahren anhand wissenschaftlicher Standards sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse. Trial Monitoring dient u.a. der Wahrung der Rechtsstaatlichkeit der Prozesse, der Analyse von Verfahren und Justizsystemen sowie der Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

    Im Rahmen des Programms werden Studierende zu international einsetzbaren Prozessbeobachtern ausgebildet. Zu dem auf zwei Semester angelegten interdisziplinären Programm gehören Veranstaltungen zum Völkerstrafrecht, zur Kriminologie und zur Strafprozessordnung. Im praktischen Teil werden Prozesse mit internationalen Bezügen am OLG Frankfurt (Terrorismus, Völkermord in Ruanda etc.) beobachtet, dokumentiert und in monatlichen Treffen diskutiert.

    Literatur:

    OSCE (Hrsg.), Trial Monitoring. A Reference Manual for Practicioners (2012).

    Safferling/ Graebke/ Hansen/ Hörmann, Das Monitoring-Projekt des Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse, Marburg, ZIS 2011,  564 – 572.

    Teilnahmevoraussetzung:

    Studierende aller einschlägigen Fachrichtungen und aller Semester sind herzlich willkommen.

    Hinweise:

    Lehrveranstaltung zur Vermittlung interdisziplinärer Schlüsselqualifikationen nach § 9 I Nr. 2 lit. d JAG. Studierende der Friedens- und Konfliktforschung können sich die Veranstaltung als interdisziplinäres Forschungsseminar oder als Profilmodul anrechnen lassen. Die Anrechnung für andere Studiengänge ist möglich, aber mit dem jeweiligen Prüfungsamt abzusprechen.

    Der erfolgreiche Abschluss des Programms wird mit einem Zertifikat bestätigt.

    Ein Einstieg in den Semesterferien ist grundsätzlich möglich.

    Fragen oder Anmeldungen bitte an: monitor@jura.uni-marburg.de

    Verantwortliche Dozentin: Professor Dr. Stefanie Bock; am 24.10.2017 wird eine Infoveranstaltung für Interessierte stattfinden. Zeit und Ort entnehmen Sie bitte den Informationen im Internet unter www.uni-marburg.de/icwc bzw. https://www.facebook.com/ICWCMonitoring

    lsf | Genozid an den Armeniern. Vorgeschichte - Völkermord - Rezeption
    Nummer: 03 089 80802
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozenten: Form, Wolfgang ,  Koch, Eckhardt
    Termine: Di 14:00 - 16:00 Einzeltermin
    Beginn: 17.10.2017  
    Fr 12:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 03.11.2017  
    Sa 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Das SE endet um 16.00 Uhr
    Beginn: 04.11.2017  
    Fr 10:00 - 12:00 Einzeltermin
    Beginn: 24.11.2017  
    Fr 12:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 24.11.2017  
    Sa 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Das SE endet um 14.00 Uhr
    Beginn: 25.11.2017  
    Raum: F | 04 Seminarraum 102 (+1/1020)

    Raum: F | 04 Seminarraum 102 (+1/1020)

    Raum: F | 04 Seminarraum 102 (+1/1020)


    Raum: F | 04 Seminarraum 101 (+1/1010)

    Raum: F | 04 Seminarraum 102 (+1/1020)

    Raum: F | 04 Seminarraum 102 (+1/1020)


    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Das Schicksal der Armenier im Osmanischen Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählt ohne Frage zu den tragischsten und furchtbarsten des von Menschheitsverbrechen und Völkermorden geprägten 20. Jahrhunderts. Die Armenier, eine christliche Minderheit im zwar islamisch und türkisch dominierten, aber letztlich multireligiös und multiethnisch strukturierten Osmanischen Reich, gerieten noch im ausgehenden 19. Jahrhundert in die politischen Auseinandersetzungen zwischen Traditionalisten und Reformern. Teile ihrer Eliten orientierten sich an ausländischen Mächten, insbesondere Russland. Schicksal und Bedrohung des armenischen Volkes waren vor 1914 Gegenstand der internationalen Politik und permanenter Kritik an Konstantinopel. Bei Massakern in den Jahren 1894 bis 1896 starben bereits zwischen 80.000 und 300.000 Armenier. Nach Durchsetzung einer pantürkisch-nationalistischen Ausrichtung innerhalb der jungtürkischen Bewegung wurden die Armenier als "innere Feinde" definiert. Am 14. November 1914 trat das Osmanische Reich auf Seiten der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg ein. Die Auffassung eines klar definierten staatlichen Handelns mit dem Ziel der Vernichtung des armenischen Volkes und Ausschaltung als gesellschaftlicher Faktor ist heute gängige Meinung der internationalen Forschung. Es folgten ab Februar 1915 Deportationen der armenischen Bevölkerung aus den umkämpften Gebieten im Osten. Ende April 1915 wurden die Armenier in Konstantinopel verhaftet und deportiert. Am 27. Mai 1915 erging ein Deportationsgesetz, das im Weiteren die Vorgaben für die osmanischen Behörden für den Umgang mit der armenischen Bevölkerung lieferte. Armenier wurden auf Todesmärschen in Richtung syrische und mesopotamische Wüste gezwungen. Es dabei um die Vernichtung möglichst vieler der bis dahin noch lebenden Armeniern. Die Zahl der Opfer zu beziffern ist schwierig und schwankt je nach Einschätzung zwischen 300.000 und 1,5 Millionen. Eine noch im Osmanischen Reich von offizieller Seite mehrfach genannte Zahl beziffert die armenischen Opfer mit etwa 800.000. Deutsche Stellen gingen zeitgleich von etwa der doppelten Menge aus.

    Literatur:

    Akçam, Taner: The Young Turks’ crime against humanity. The Armenian genocide and ethnic cleansing in the Ottoman Empire. Princeton 2012

    Gottschlich, Jürgen: Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier. Berlin 2015

    Gust, Wolfgang: Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amts. Springe, 2005

    Hesemann, Michael: Völkermord an den Armeniern. München, 2015

    Hosfeld, Rolf: Tod in der Wüste. Der Völkermord an den Armeniern. München, 2015

    Kevorkian, Raymond: The Armenian Genocide. A Complete History. London, New York 2011

    Lepsius, Johannes: Bericht über die Lage des armenischen Volkes in der Türkei. Potsdam 1916 (online)

    lsf | "Leading Cases" des modernen Völkerstrafrechts
    Nummer: 03 149 00004
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Fiskatoris, Taxiarchis
    Termin: Do 08:00 - 10:00 wöchentlich
    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)
    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Das Völkerstrafrecht ist ein junges und sich dynamisch entwickelndes Rechtsgebiet. Seine Entwicklung ist grundsätzlich mit seiner praktischen Anwendung verbunden und stützt sich stark auf die Rechtsprechung und den gerichtlichen Präzedenzfall.

    In diesem Seminar werden die Studierenden kritisch und vergleichsweise eine Reihe von markanten Fällen untersuchen, die das moderne Völkerstrafrecht geklärt, gefestigt, aber auch vorangetrieben haben. Sie werden in der Lage sein, wichtige Trends, Ähnlichkeiten und Abweichungen in der internationalen Rechtsprechung, von den Ad-hoc-Strafgerichten der 90er Jahre bis zum ständigen internationalen Strafgerichtshof und den zeitgenössischen Hybrid-Tribunalen, zu identifizieren.

    Literatur:

    Antonio Cassese et al., International Criminal Law: Cases & Commentary, OUP, 2011

    Verfahrensakten und weitere Informationen sind, in der Regel, frei zugänglich auf der Webseiten der internationalen Strafgerichtshöfe und Strafgerichte.

    lsf | Transnational Crimes: Interdisciplinary Perspectives
    Nummer: 03 149 00005
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Fiskatoris, Taxiarchis
    Termin: Di 08:00 - 10:00 wöchentlich
    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)
    Sprache: Englisch
    Kommentar:

    In an era of intense globalisation, the growth and transformation of criminal activities such as terrorism, piracy, drug trafficking, trafficking in human beings, as well as economic and environmental crimes, poses a major threat to international security.

    This seminar is designed to give students a comprehensive understanding of the historical evolution of cross-boundary criminality, the characteristics of transnational crimes, the international legal regime for their suppression, as well as an overview of relevant key institutions and inter-state cooperation mechanisms. The doctrinal debate on what constitutes a transnational crime and what differentiates it from the so-called "core international crimes" will be underlying during the whole time.

    The course is addressed to students of law, political sciences, peace and conflict studies, sociology and everyone with an interest in the law, history and criminology of transnational criminality.

    Literatur:

    Neil Boister, An Introduction to Transnational Criminal Law, OUP, 2012

    Philip Reichel, Jay Albanese (eds.), Handbook of Transnational Crime and Justice, 2nd. ed, Sage, 2013

    lsf | OPFERBETEILIGUNG VOR INTERNATIONALEN TRIBUNALEN - EINE ERFOLGSGESCHICHTE?
    Nummer: 03 149 00006
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozent: Studzinsky, Silke
    Termine: Mi 16:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 18.10.2017  
    Sa 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 18.11.2017  
    Sa 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 27.01.2018  
    So 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 19.11.2017  
    So 10:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 28.01.2018  
    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)

    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)

    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)

    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)

    Raum: F | 20 Seminarraum 003 (SR 00/0030)

    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Ausgehend von dem Institut der Nebenklage in Deutschland, die als Beispiel für Opferbeteiligung in einem civil law System steht, soll in diesem Blockseminar die Opferbeteiligung an internationalen Strafgerichten untersucht werden. Gegenstand der Betrachtung sind der Internationale Strafgerichtshof, die Außerordentlichen Kammern in den Gerichten Kambodschas, das Libanon Tribunal und das Kosovo Tribunal. Nach der Herausarbeitung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede sollen verschiedene Aspekte der Beteiligung näher in Augenschein genommen werden. Hat die Beteiligung am Strafverfahren Effekte für die Opfer? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Wirken sie sich positiv oder negativ auf die Opfer aus? Führt Opferbeteiligung zu individuellem und/oder kollektivem Empowerment in einer post-conflict Situation? Welche Auswirkungen hat die Beteiligung von Opfern im Strafprozess im Fall von Massenverbrechen auf einen gesamtgesellschaftlichen post-conflict Prozess? Welche Rolle spielt der Zugang zu Reparationen dabei? Welche Auswirkungen haben unklare und/oder immer wieder veränderte Regeln und unterschiedliche Entscheidungen verschiedener Kammern desselben Gerichts auf die Opferbeteiligung?

    In allen untersuchten Gerichten handelt es sich um Opfer, die durch Anwält_innen als Gruppen vertreten werden. Meistens liegt der Gerichtsort fern von dem Ort der Verbrechen. Welche Auswirkungen hat eine solche Vertretung auf die Unmittelbarkeit der Opferbeteiligung? Kann Opferbeteiligung zu mehr Rechtsstaatlichkeit im nationalen Strafprozess in dem betroffenen Staat beitragen?

    Das Blockseminar wird das Ziel haben, diese Fragen zu beantworten und aus den bisherigen Erfahrungen in den verschiedenen Gerichten die unterschiedlichen Aspekte der Opferbeteiligung bewerten und die Eingangsfrage fortführen: Welches sind die Zutaten für eine erfolgreiche Opferbeteiligung?

    Literatur:

    The Participation of Victims in International Criminal Court Proceedings, October 2012, London (ILIAS)

    Maren Burkhardt, Victims Participation before the International Criminal Court, Diss, Berlin 2009 (ILIAS)

    Luke Moffett, Elaborating Justice forVictims at the International Criminal Court. Journal of International Criminal Justice 13 (2015), 281-311 (ILIAS)

    Susana SáCouto, Victim Participation at the ICC and the ECCC (ILIAS)

    lsf | Internationale Strafgerichtsbarkeit und die Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen: Von Nürnberg und Tokyo bis nach Den Haag
    Nummer: 03 149 21907
    Typ: Seminar
    ECTS / SWS: k.A.  /  2
    Dozenten: Kravchik, Inga ,  Wilkens, Jan Gerd
    Termine: Do 12:00 - 14:00 Einzeltermin
    Termin zur Vorbesprechung
    Beginn: 19.10.2017  
    Fr 09:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 12.01.2018  
    Fr 12:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 02.02.2018  
    Sa 09:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 13.01.2018  
    Sa 09:00 - 18:00 Einzeltermin
    Beginn: 03.02.2018  
    Raum: DH 12 Seminarraum 00A03 (00A03)


    Raum: DH 12 Seminarraum 00A03 (00A03)

    Raum: DH 12 Seminarraum 00A02 (Seminarraum 00A02)

    Raum: DH 12 Seminarraum 00A03 (00A03)

    Raum: DH 12 Seminarraum 00A02 (Seminarraum 00A02)

    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Im Mittelpunkt des Seminars steht die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen internationalen Strafgerichten bzw. Tribunalen, welche schwere Menschenrechtsverbrechen in (Post-)Konfliktsituationen verfolgen. Behandelt werden u.a. das International Military Tribunal , das International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia , die Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia oder auch der International Criminal Court .

    Um deren Arbeits- und Wirkungsweisen zu verstehen, erfolgt zunächst eine kritische Einführung in grundlegende Dokumente des Völkerstrafrechts und des humanitären Völkerrechts. Anschließend wird jedes Gericht bzw. Tribunal im Kontext eines in der jeweiligen Zuständigkeit liegenden Konfliktes betrachtet. Dadurch sollen die unterschiedlichen Verfahrensweisen, Zuständigkeiten, Besonderheiten und auch die jeweilige Bedeutung für den betrachteten (Post-)Konflikt nachvollzogen werden.

    Literatur:

    Empfohlene Literatur:

    Kalshoven, Frits; Zegveld, Lisbeth (2001): Constraints on the Waging of War: An Introduction to International Humanitarian Law. 3. Aufl. Genf: International Committee  of the Red Cross.

    Schabas, William (2011): An introduction to the International Criminal Court. 4. Aufl. Cambridge, UK, New York: Cambridge University Press.

    Wilson, Richard (2011): Writing History in International Criminal Trials. Cambridge, New York: Cambridge University Press.

    Hinweise:

    Dauer und Termine:

    -          Ein Einführungstermin (90 Minuten) in der ersten Semesterwoche

    -          Vier Blocktermine an insgesamt zwei Wochenenden (Freitag und Samstag)

    lsf | Die Weimarer Republik 1918-1933
    Nummer: 06 083 00024
    Typ: Vorlesung
    ECTS / SWS: k.A.  /  k.A.
    Dozent: Conze, Eckart
    Termin: Do 16:00 - 18:00 wöchentlich
    Beginn: 19.10.2017  
    Raum: HG Hörsaal +1/0010 (+1/0010)

    Teilnehmer: 110 maximal
    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Die Vorlesung setzt den Zyklus zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert fort und behandelt in einem breiten thematischen Zugriff die Entwicklung der ersten deutschen Demokratie in den Jahren 1918 bis 1933. Der Blick richtet sich zunächst auf die krisenhafte Entstehungs- und Frühphase der Republik (1918-1923), sodann auf die Jahre ihrer relativen Stabilisierung (1924-1929) und schließlich auf ihren Untergang bzw. ihre Zerstörung (1930-1933). Fragen der Innen- und Außenpolitik werden ebenso behandelt wie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Dynamiken und vor allem die Wechselwirkungen zwischen diesen Entwicklungen.

    Literatur:

    Literatur (zur Einführung): Eberhard Kolb / Dirk Schuhmann: Die Weimarer Republik (OGG), München 2013; Andreas Wirsching: Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft, München 2008.

    lsf | Kernwaffen und internationale Politik im Kalten Krieg (1945-1190)
    Nummer: 06 083 00025
    Typ: Hauptseminar
    ECTS / SWS: 9/12  /  2
    Dozent: Conze, Eckart
    Termine: Fr 14:00 - 16:00 Einzeltermin
    Beginn: 03.11.2017  
    Fr 14:00 - 16:00 Einzeltermin
    Beginn: 24.11.2017  
    Fr 14:00 - 20:00 Einzeltermin
    Beginn: 26.01.2018  
    Fr 14:00 - 16:00 Einzeltermin
    Beginn: 02.02.2018  
    Sa 09:00 - 20:00 Einzeltermin
    Beginn: 27.01.2018  
    Raum: WR 6C Seminarraum 09C12 (09C12)

    Raum: WR 6C Seminarraum 09C12 (09C12)

    Raum: WR 6C Seminarraum 09C12 (09C12)

    Raum: WR 6C Seminarraum 09C12 (09C12)

    Raum: WR 6C Seminarraum 09C12 (09C12)

    Teilnehmer: 30 maximal
    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Die internationale Ordnung der Zeit des Kalten Krieges (1945-1990) basierte nicht zuletzt auf der Existenz nuklearer Waffen und einem auf diesen Waffen beruhenden System der Abschreckung. Militärisch eingesetzt wurden atomare Waffen nur einmal, am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, in den folgenden Jahrzehnten war ihre Wirkung eine politische. Vor diesem Hintergrund behandelt das Seminar die Dynamiken nuklearer Rüstung, die Bedeutung atomarer Waffen in den Ost-West-Beziehungen, insbesondere zwischen USA und Sowjetunion, sowie die nuklearen Krisen des Kalten Kriegs.

    Das Seminar findet nach den einführenden Sitzungen als Blockveranstaltung am 26./27.1.2018 statt.

    Literatur:

    Literatur (zur Einführung): Francis Gavin: Nuclear Statecraft. History and Strategy in America’s Atomic Age, Ithaca/London 2012; Wilfried Loth: Die Rettung der Welt. Entspannungspolitik im Kalten Krieg 1950-1991, Frankfurt a.M. 2016; Bernd Stöver: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters, München 2017 (Paperback); Jeremi Suri: Logiken der nuklearen Abschreckung oder Politik mit der Bombe, in: Bernd Greiner u.a. (Hg.): Krisen im Kalten Krieg. Bilanz und Ausblick, Hamburg 2008, S. 24-47.

    lsf | Quellenlektüre zur Vorlesung "Die Weimarer Republik 1918-1933"
    Nummer: 06 083 00026
    Typ: Übung
    ECTS / SWS: 3/6  /  2
    Dozent: Conze, Eckart
    Termin: Do 14:00 - 16:00 wöchentlich
    Beginn: 26.10.2017  
    Raum: WR 6C Seminarraum 10C05 (10C05)

    Teilnehmer: 30 maximal
    Sprache: Deutsch
    Kommentar:

    Die Übung begleitet die Vorlesung zur Geschichte der Weimarer Republik durch die vertiefende Lektüre von Quellentexten aus unterschiedlichen thematischen Bereichen. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit zur Diskussion der in der Vorlesung behandelten Themen. Die Quellentexte werden über ILIAS zur Verfügung gestellt.

Zuletzt aktualisiert: 09.04.2018 · Wolckenh

 
 
 
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