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Ausbildungsprogramm

***NEUE MONITORS GESUCHT: INFOVERANSTALTUNG AM 24.10. UM 18:00 UHR IM HÖRSAALGEBÄUDE RAUM +1/0030***


Das Monitoringprojekt des ICWC wurde auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen neu strukturiert und modularisiert. Bei erfolgreicher Teilnahme an den drei Modulen innerhalb von zwei Semestern kann ein entsprechendes Zertifikat "Monitoring" erworben werden. Bei erfolgreicher Teilnahme an den Modulen in einem Semester kann bereits eine Bescheinigung über die Schlüsselqualifikation i.S.v. § 9 Abs. 1 Ziff. 2d) JAG erworben werden. Der bisherige Verlauf des Projektes hat gezeigt, dass eine institutionalisierte Ausbildung der Prozessbeobachter an der Universität der Schlüssel zu hohem Lernerfolg und qualitativ hochwertigen Berichten ist. Daher wurde ein Ausbildungskonzept entwickelt, welches Elemente der Theorie und der Praxis miteinander verbindet. Die Teilnehmer der Monitoring Ausbildung werden durch die Vermittlung von Basiswissen im Bereich des nationalen und internationalen Strafrechts und Strafverfahrensrecht, verknüpft mit der praktischen Arbeit des Anfertigens von Monitoringberichten optimal darauf vorbereitet weltweit als Prozessbeobachter arbeiten zu können. Besonders wichtig ist hierbei, dass die theoretischen Kenntnisse konstant abstrahiert und in die Praxis umgesetzt werden, damit eine schnelle Einarbeitung in andere Einsatzorte gewährleistet ist.

Hier finden Sie die Anforderungen für den Erwerb des Zertifikates, von Scheinen und ECTS-Punkten.  

Prof. Safferling mit Prozessbeobachter

1. Die Allgemeine Ausbildung umfasst die Vorlesungen:

  • „Völkerstrafrecht – Grundlagen“ (Abschlussklausur)
  • „Völkerstrafrecht – Vertiefung“ (Abschlussklausur)
  • „Strafprozessrecht“
  • „Vertiefung Strafprozessrecht (Fair Trial-Standards)“ oder „Kriminologie“ (Abschlussklausur)

sowie die Erstellung einer Seminararbeit im Bereich des Internationalen Strafrechts oder Prozessrechts

 

2. Die spezielle Monitoring Ausbildung beinhaltet Workshops zu den Themen

  • Erstellen von Berichten I (Einführung in das Monitoring) - Was ist
    Monitoring? Sprachliche Besonderheiten bei der Erstellung von
    Monitoringreports, Beobachtungsschwerpunkte während der Verhandlung
  • Erstellen von Berichten II - Auswertung der im Rahmen der praktischen Übung erstellten Berichte
  • Erstellen von Berichten III (Qualitätssicherung) - Zusatzveranstaltung im weiteren Verlauf der Beobachtungstätigkeit

 

3. Die praktische Ausbildung lässt die Teilnehmer das erlernte Umsetzen

  • Trainingssession am LG-Marburg
  • Aktive Teilnahme an der Prozessbeobachtung
  • Auswertung des Verfahrens



Bei Bedarf werden diese Veranstaltungen um weitere verfahrensspezifische Workshops ergänzt, welche die Teilnehmer auf die historischen und politischen Inhalte der Verfahren vorbereiten. Darüber hinaus werden durch die kontinuierliche Teamarbeit in Kleingruppen und die Möglichkeit den Fortgang des Verfahrens bei den monatlich stattfindenden Projektgruppentreffen vorzustellen die Teamfähigkeit und das freie Vortragen juristischer Inhalte geschult. Dabei findet in der ganzen Dauer der Ausbildung eine intensive Betreuung der Monitors auf zwei Ebenen statt. Auf der einen Seite werden die Teilnehmer durch erfahrenere Teamleiter angeleitet und bei der täglichen Arbeit unterstützt, auf der anderen Seite wird die Arbeit der Prozessbeobachter durch Koordinatoren mit Auslandserfahrung übergeordnet organisiert  und evaluiert. Hierdurch wird vor allem die Qualität der Berichte sichergestellt und den Prozessbeobachtern die Möglichkeit gegeben sich anhand von Feedback weiter zu verbessern.

Die Ausbildung ist auf zwei Semester konzipiert, welche aber nicht zwangsläufig aufeinander folgen müssen. Es besteht die Möglichkeit, die im Monitoring-Ausbildungsprogramm erforderlichen Leistungen beispielsweise mit im Schwerpunktbereichsstudium „Strafrecht“ zu erbringendenden Nachweise zu verbinden und im Verlauf des Studiums gemeinsam zu „sammeln“.

Monitoring-Zertifikat

Verleihung der ersten Monitoring-Zertifikate
Verleihung der Zertifikate auf der jährlichen Gründungsfeier des ICWC mit den Marburger Vorlesungen zum Völkerstrafrecht (2012)

Bei erfolgreichem Abschluss der internationalen Ausbildung erhalten die Prozessbeobachter ein Monitoring-Zertifikat, auf dem die erbrachten Leistungen aufgezeigt werden. Das Zertifikat wird vom Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften und den Direktoren des Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse verliehen.

 

Evaluation

Ein Teil der Auswertung der bisherigen Projektgestaltung bildet eine, während Kleingruppenworkshops zur Qualitätssicherung durchgeführte, Evaluation. Hierbei wurde der bisherige Fortgang des Projekts anhand eines Fragebogens mit offenen und geschlossenen Fragen sowie einer weichen Skalenevaluation am Whiteboard bewertet. Hiermit wurde die Grundlage geschaffen, anhand der Rückmeldung der Teilnehmer, kommende Workshops und Projektgruppentreffen gezielt auf die Bedürfnisse der Monitors auszurichten. Wichtigste Erkenntnis in Bezug auf die laufende Verfahrensbeobachtung am OLG Frankfurt war dabei, dass die Teilnehmer ein besonders starkes Interesse an den historischen Hintergründen haben und sich weitere Informationen wünschten. Als Reaktion hierauf wurden die Seminartreffen zum Thema „Der Völkermord in Ruanda und seine juristische Aufarbeitung" von Herrn Prof. Safferling auch für die Teilnehmer der Prozessbeobachtung geöffnet, die eigentlich nicht an der Veranstaltung teilnahmen. Zudem konnte Herr Dr. Gerd Hankel als Ruanda-Spezialist zu einem Besuch bei einem Projektgruppentreffen gewonnen werden.

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2018 · Hoermann Sascha, Fb. 01

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

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Tel. +49 6421 28-26895, Fax +49 6421 28-26894, E-Mail: form@staff.uni-marburg.de

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