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21.02.2013

Kann denn facebook hilfreich sein?

Vortrag mit Diskussion von Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (Mönchengladbach)

Zeit: 01.11.2013 18:30 h - 01.11.2013 21:00 h
Ort: Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg

Referierende/Beteiligte:

Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (Mönchengladbach)

Weitere Informationen:

84% der jugendlichen Internetnutzer nutzen soziale Online-Netzwerke, 50% rufen ihr Facebookprofil täglich auf. Die Nutzung der Netzwerke gehört zum Alltag dazu. Neben den viel diskutierten Risiken (Cybermobbing, Datenschutzprobleme, sexuelle Belästigung, Internet-Sucht) haben soziale Plattformen auch positive Auswirkungen auf die soziale Entwicklung von Jugendlichen. Der pickelige Internet-Nerd, der vereinsamt vor seinem Computer sitzt und soziale Kontakte nur in Online-Netzwerken pflegt ist ein Zerrbild. Tatsächlich zeigen Studien das Gegenteil: Diejenigen mit besonders vielen sozialen Online-Kontakten haben auch viele Kontakte IRL – In Real Life, im „Offline-Leben“. Das Internet kann ein hilfreiches Medium zur Identitätsentwicklung sein, es kann soziale Kompetenzen stimulieren. Internet-Kommunikation verlangt von Jugendlichen, Zusammenhänge schnell zu erfassen, eigene Ideen zu entwickeln, das eigene Urteilsvermögen zu schulen und kritisch zu betrachten. Für Jugendliche mit einer Erkrankung oder Behinderung stellt das Internet eine wichtige Möglichkeit dar, barrierefrei mit Gleichaltrigen kommunizieren zu können.

Prof. Borg-Laufs, Professor am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein, sieht die pädagogische Herausforderung nicht darin, Jugendliche vom Internetkonsum abzubringen sondern darin, sich auf das Internet einzulassen und Jugendliche bei ihrer Netzwerknutzung zu unterstützen und zu begleiten. In seinem Vortrag am 1.11.2013 wird er darüber hinaus auch darstellen, dass Online-Netzwerke eine neuartige Möglichkeit bieten, mit Jugendlichen therapeutisch an dysfunktionalem Verhalten zu arbeiten. Wer IRL problematische Verhaltensweisen aufweist, hat damit auch online Schwierigkeiten. Wird dieses Verhalten online trainiert, kann es sich auch im Offline-Leben verbessern. So können z.B. Jugendliche, die an ADHS oder einer Störung des Sozial­verhaltens leiden, im sozialen Netzwerk lernen, ein Bewusstsein für die ungünstigen Konsequenzen ihrer impulsiven Handlungen zu entwickeln. Denn im Internet bleiben impulsive Handlungen lange öffentlich sichtbar und können sogar weiterverbreitet werden.

Die Risiken und Chancen der sozialen Netzwerke wird Prof. Borg-Laufs am 1.11.2013 ebenso mit dem Publikum diskutieren, wie die Möglichkeiten internetbasierter Beratung von Kindern und Jugendlichen. Das Internet ist unumkehrbar zu einer sozialen Realität und einer entscheidenden Entwicklungsumgebung für Jugendliche geworden. Beratung und Therapie muss darauf reagieren, wenn sie lebensweltorientiert arbeiten will.

Weiterführende Informationen:

Meyersieck, N., Borg-Laufs, M. . (2012). Facebook und Co.: Soziale Online-Netzwerke als Thema und Medium der Beratung und Psychotherapie mit Jugendlichen. Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen – Zeitschrift für die psychosoziale Praxis., 8 (1), 5-18.

Veranstalter:

Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg e.V.

Kontakt:

Ilse Karem / Anja Schulze-Ravenegg
Tel.: 06421-9830090
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 28.10.2013 · Katja John

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Tel. +49 6421/98-30090, Fax +49 6421/98-30091, E-Mail: karem@med.uni-marburg.de

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