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11.12.2009

Neurofeedback - Erfahrungen mit einer neuen Therapiemethode

Vortrag mit Diskussion von Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann (Hamm)

Zeit: 01.02.2013 18:30 h - 01.02.2013 21:00 h
Ort: Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg

Referierende/Beteiligte:

Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann (Hamm)

Weitere Informationen:

Von ADHS betroffene Kinder werden häufig mit Medikamenten behandelt. Die verordnete Menge Methylphenidat hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Der Einsatz von Medikamenten könnte möglicherweise verringert werden, wenn verstärkt andere wirksame Bausteine zur Verbesserung der Konzentrationsleistung in die Behandlung integriert würden. Eine vergleichsweise neue Technik, die Konzentration betroffener Kinder zu verbessern, ist das Neurofeedback. Hintergrund dieser Methode ist das Wissen um neurophysiologische Veränderungen bei ADHS.

Beim Neurofeedback soll das Kind lernen, seine Gehirnaktivität bewusst zu beeinflussen. Dazu sitzt es zum Beispiel an einem Computermonitor, auf dem ein Flugzeug zu sehen ist, das durch die Kraft der Gedanken „gesteuert“ wird: Aktiviert das Kind sein Gehirn, indem es an etwas Aufregendes denkt, steigt das Flugzeug nach oben. Hemmt es die Gehirnaktivierung durch langweilige oder beruhigende Gedanken, setzt das Flugzeug zur Landung an. Mit solchen oder ähnlich gestalteten Aufgaben arbeitet Neurofeedback – eine Technik mit der aufmerksamkeits­gestörte Kinder über die Veränderung von neurophysiologischen Parametern eine Verbesserung der ADHS-Kernsymptome Konzentrations­fähigkeit und Impulsivität erreichen sollen.

Prof. Martin Holtmann von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Ruhr Universität Bochum in Hamm führt zurzeit die bisher größte Studie zu Neurofeedback bei ADHS durch. Zudem analysierte er in einer Metaanalyse gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Europäischen ADHS-Leitliniengruppe die verfügbaren Daten zu Neurofeedback und anderen ergänzenden Therapieverfahren.

In seinem Vortrag im IVV am 01.02.13 wird er in die Technik des Neurofeedback bei Kindern einführen, eigene Daten zur Wirksamkeit der Methode zeigen sowie die Resultate der Metaanalyse darstellen. In seinem gewohnt lebendigen Vortragsstil wird Prof. Holtmann erörtern, ob Neurofeedback eine Alternative zur medikamentösen Behandlung sein kann und mit den Zuhörerinnen und Zuhörern diskutieren was bei ADHS wirklich hilft.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, insbesondere niedergelassene PsychotherapeutInnen, niedergelassene ÄrztInnen, PsychologInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen von Jugendämtern, ärztliche und psychologische MitarbeiterInnen der Kliniken, MitarbeiterInnen von Erziehungsberatungsstellen und anderen Institutionen, die psychisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche betreuen.

Die Zertifizierung ist bei der Hessischen Landesärztekammer sowie bei der Hessischen Psychotherapeutenkammer beantragt.

 

 

Veranstalter:

Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg e.V.

Kontakt:

Ilse Karem / Anja Schulze-Ravenegg
Tel.: 06421-9830090
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 15.01.2013 · Katja John

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Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin

Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin e.V., Hans-Sachs-Straße 6, D-35039 Marburg
Tel. +49 6421/98-30090, Fax +49 6421/98-30091, E-Mail: karem@med.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/ivv/aktuelles/events/frtgsvortg13holtmann

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