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21.02.2016

Die Ohnmacht der Gedanken – Megakognitive Therapie bei Jugendlichen

Vortrag mit Diskussion

Zeit: 30.06.2017 18:30 h - 30.06.2017 21:00 h
Ort: Hörsaal des Zentrums für Psychische Gesundheit, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg

Referierende/Beteiligte:

Dr. Michael Simons (Aachen)

Weitere Informationen:

Der nächste Freitagsvortrag des Instituts für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg beschäftigt sich mit einer neuen Form der Psychotherapie: „Metakognitive Therapie bei Jugendlichen“.

Lange ging man, gerade in der sogenannte „Kognitiven Psychotherapie“, davon aus, dass unser Wohlbefinden durch das bestimmt wird, was wir denken: Wenn ich davon überzeugt bin, dass gestern alle Kolleg/innen den Fehler in meiner Präsentation bemerkt haben und daraus schließen, dass ich völlig unqualifiziert für meinen Job bin, wird das meine Stimmung und mein Wohlbefinden beeinflussen. Man spricht auch von der „Macht der Gedanken“.

Eine neue Psychotherapieform, die Metakognitive Therapie nach Adrian Wells, behauptet nun dagegen, dass Gedanken an sich erst mal keine Macht haben. Die Metakognitive Therapie (Metakognition: Denken über das Denken) geht davon aus, dass die Inhalte unserer Gedanken und Überzeugungen eher irrelevant sind; entscheidend ist vielmehr, wie wichtig wir diese Gedanken nehmen und vor allem, wie wir auf sie reagieren. Wenn ich den Gedanken an meinen Fehler und die Kolleg/innen also mit einem kurzen Grinsen abtue und mich meiner nächsten Aufgabe zuwende, wird mein Wohlbefinden keinen Schaden nehmen. Wenn ich diesen Gedanken aber wichtig nehme, darüber weiter nachdenke, grüble und mir Sorgen mache, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich über kurz oder lang psychische Probleme entwickeln.

Wie sich diese Überlegungen zum Denken über das Denken in eine psychotherapeutische Behandlung übersetzen lassen, wird Dr. Michael Simons von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen am Freitag in seinem Vortrag „Die Ohnmacht der Gedanken“ erläutern. Dr. Simons ist Leitender Psychologe der Aachener Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters und gilt als einer der Pioniere der Metakognitiven Therapie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In seinem Vortrag wird er zunächst den Ansatz der Metakognitiven Therapie im Allgemeinen beschreiben und anschließend die konkrete Anwendung bei Angst-, Zwangs-, depressiven und posttraumatischen Belastungsstörungen bei Jugendlichen vorstellen.

Das Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) ist ein staatlich anerkanntes psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut, das 1999 von Psychologen und Medizinern der Philipps-Universität Marburg gegründet wurde. Die besonderen Möglichkeiten des IVV liegen in der interdisziplinären Zusammenarbeit und in der engen Kooperation mit dem Universitätsklinikum, durch die eine praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung ermöglicht wird. Einen Schwerpunkt am IVV bildet die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen.

Das IVV stellt Aus- und Weiterbildungsangebote für Ärzte, Ärztinnen, Psychologinnen, Psychologen und andere Berufsgruppen bereit und vermittelt so Theorie und Praxis der wissenschaftlich fundierten Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Verhaltensmedizin. Zudem hat sich das IVV zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Untersuchungen und Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Psychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Klinischen Psychologie und der Psychotherapie zu fördern und zu verwirklichen.

Veranstalter:

Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg e.V.

Kontakt:

Ilse Karem / Anja Schulze-Ravenegg
Tel.: 06421-9830090
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 28.06.2017 · Katja John

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Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin e.V., Hans-Sachs-Straße 6, D-35039 Marburg
Tel. +49 6421/98-30090, Fax +49 6421/98-30091, E-Mail: karem@med.uni-marburg.de

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