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F50 - F59

Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

Wir unterscheiden aufgrund der stark variierenden Krankheitsbilder und ihrer Behandlungen zwischen
  1. Essstörungen (F50) (I. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, II. Sonstige)
  2. und einer Restkategorie, die folgende Störungsbilder umfasst: Nichtorganische Schlafstörungen, Sexuelle Funktionsstörungen, Psychische oder Verhaltensstörungen im Wochenbett sowie Missbrauch von nichtabhängigmachenden Substanzen (F51, F52, F53, F54, F55, F59).

1. Allgemeine Kriterien der Erkrankung

Unter diese heterogene Gruppe von Störungen fallen sowohl Essstörungen, nichtorganische Schlafstörungen, Sexuelle Funktionsstörungen, Psychische oder Verhaltensstörungen im Wochenbett als auch der Missbrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen. Kriterien und typische Symptome zu den einzelnen Störungsbildern können nachgelesen werden auf den Seiten des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information.  


2. Therapiebezogene diagnostische Instrumente

Breitbandverfahren:

  • Child Behavior Check List (CBCL) von Achenbach (1993),
  • Inventar zur Erfassung der Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen (ILK) von Mattejat und Remschmidt (2003),
  • Fragebogen zur Beurteilung der Behandlung (FBB) von Mattejat und Remschmidt (1998),
  • Basisdokumentation Kinder- und Jugendpsychiatrie (BADO) von Englert et al. (1998),
  • Basisdokumentation der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Universitätsklinikum Marburg und Gießen, Standort Marburg (doku-2003).

a.  Essstörungen

Anorexia und Bulimia nervosa:
  • Anorexia Nervosa Inventar zur Selbstbeurteilung (ANIS) von Fichter und Keeser (1980),
  • Strukturiertes Inventar für Anorektische und Bulimische Essstörungen (SIAB) von Fichter und Quadflieg (1999),
  • Eating Dosorder Inventory (EDI-2) von T. Paul und A. Thiel (2004).

Sonstige Essstörungen:
  • Eating Attitude Test (EAT) von Garner und Garfinkel (1979)

b.  Restkategorie

  • Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) von Riemann und Backhaus (1999),
  • Visuelle Analogskalen zur Erfassung von Schlafqualität (VIS-A und VIS-M) von Ott, Oswald, Fichte und Sastre-y-Hernandez (1981).

3. Therapiemanuale

a.  Essstörungen

Anorexia und Bulimia nervosa:
  • Das Manual Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexia und Bulimia Nervosa  wurde von Jacobi, Thiel und Paul (2000) (auch für Erwachsene) entwickelt. Zwischen den Behandlungen der beiden Störungen wird in diesem Manual nicht eindeutig differenziert.
  • Tuschen-Caffier und Florin haben ein Manual nur für Patientinnen mit Bulimia nervosa konzipiert: Teufelskreislauf Bulimie - Ein Manual zur psychologischen Therapie (2002). Dieses Verfahren, das leider mit nur wenig Material ausgestattet ist, basiert auf dem Konzept der Christoph-Dornier-Stiftung.

Sonstige Essstörungen:
  • Binge Eating - Kognitive Verhaltenstherapie bei Essanfällen von Munch (2003),
  • Adipositastraining mit Kindern und Jugendlichen von Warschburger, Petermann, Fromme und Wojtalla (1999),
  • Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Das Adipositasschulungsprogramm OBELDICKS von Reinehr, Dobe und Kersting (2003). Dieses Programm besteht aus einem Elternteil und einem Teil für Kinder und Jugendliche. Das Programm findet im Gruppendesign statt.
  • In einer Aufzählung darf das Manual aus der "Reihe Fortschritte der Psychotherapie" Essstörungen von Jacobi, Paul und Thiel (2004) nicht fehlen.


b.  Restkategorie

  • Das Manual Schlaftraining von Müller und Paterok (1999) ist ein klar verständliches, gut hergeleitetes Manual, das allerdings eher für den Erwachsenenbereich konzipiert ist.
  • Schlafstörung von Backhaus und Riemann (1999) ist ebenfalls ein Manual für die Therapie mit Patienten, die Schlafprobleme aufweisen.

4. Ratgeber für Betroffene und Familienangehörige und Freunde, Bilderbücher und Spiele

a.  Essstörungen

  • Magersucht und Bulimie. Ein Ratgeber für Betroffene und ihre Angehörigen von Walter Vandereycken und Rolf Meermann (2003) hilft  dabei, das Vorliegen von Ess-Störungen zu erkennen, Betroffene besser zu verstehen und sie gezielt bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen.
  • Dagmar Pauli und Hans-Christoph Steinhausen haben 2006 den Ratgeber Magersucht. Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher veröffentlicht. Knapp und anschaulich - besonders durch die Zitate betroffener Jugendlicher - geht es um das Entstehen, Erkennen, Verstehen, Behandeln und die Folgeschäden von Magersucht und Ess-Brech-Sucht.
  • Der von Tanja Legenbauer und Silja Vocks 2005 herausgegebene Ratgeber Wer schön sein will, muss leiden? ist ein Selbsttrainingsbuch für Betroffene, das inhaltlich sehr umfangreich aber kompakt die wesentlichen Behandlungselemente nachvollziehbar macht und zu bearbeiten hilft.

b.  Restkategorie

  • In der bewährten Hogrefe-Reihe " Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie" gibt es von Dieter Riemann den Ratgeber Schlafstörungen. Er stellt klar strukturiert und leicht verständlich verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Reduktion von Schwierigkeiten mit dem Ein- und Durchschlafen dar. Der Ratgeber bietet auch einen Überblick über die Physiologie und Psychologie des Schlafes sowie über andere Schlafstörungen, wie etwa die ruhelosen Beine und das Schlaf-Apnoe-Syndrom.
  • Speziell für Eltern haben Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth den Ratgeber Jedes Kind kann schlafen lernen zusammengestellt. Kernstück des Buches ist der sog. "Behandlungsplan", der kontrolliertes Schreienlassen beinhaltet; der Ratgeber ist mit zahlreichen Fallbeispielen illustriert.
  • Die selben Autoren haben außerdem den Ratgeber Jedes Kind kann richtig essen herausgebracht- ein Buch zur Ernährungserziehung bei Kindern und Säuglingen.

5. Feedback

Wenn Sie Anmerkungen, Ergänzungen oder Kritik haben, haben Sie hier Gelegenheit dazu.

Zuletzt aktualisiert: 02.08.2016 · Katja John

 
 
 
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