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Everett Burton Helm (1913-1999)


Die herausragende Persönlichkeit unter den Theater- und Musikoffizieren war Everett Burton Helm, geboren am 17. Juli 1913 in Minneapolis, Minnesota. Schon im Alter von 15 Jahren war er als Domorganist in Faribault, Minnesota, tätig. Nach seiner humanistischen und musikalischen Ausbildung am Carlton College in Northfield, Minnesota (B. A. 1934), studierte Helm an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, Komposition bei W. Piston und Musikwissenschaft bei H. Leichtentritt (M. A. 1936; Ph. D. 1939). Als Stipendiat reiste er von 1936 bis 1939 nach Europa und studierte Komposition bei G. F. Malipiero und R. Vaughan Williams sowie Musikwissenschaft bei A. Einstein.

         
Everett Burton Helm
Everett Helm.
Internationale Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1950.
Foto: o. A.
© IMD

In den USA hatte Helm mehrere Dozentenstellen inne und leitete von 1944 bis 1946 die Musikabteilung des Western College in Oxford, Ohio. Von 1948 bis 1950 kam er als Theater- und Musikoffizier nach Deutschland, wo er zunächst in Stuttgart, später in Wiesbaden tätig war. Als freischaffender Komponist und Musikschriftsteller blieb Helm Europa, insbesondere Deutschland, auch nach seiner Tätigkeit als Theater- und Musikoffizier verbunden. Von 1961 bis 1963 kehrte er für den Posten des Chefredakteurs von Musical America in die USA zurück und schrieb u. a. auch für die New York Times.

Helms Schriften umfassen sowohl musikwissenschaftliche Artikel als auch populärwissenschaftliche biographische Studien und soziologische Untersuchungen. Als Komponist eigener Werke ist Helm in Deutschland u. a. mit der Oper Die Belagerung von Tottenburg hervorgetreten, die 1956 vom Süddeutschen Rundfunk in Auftrag gegeben und noch im selben Jahr in Stuttgart uraufgeführt wurde. Helms Musikhandschriften befinden sich im American Music Center in New York. Everett Burton Helm starb am 25. Juni 1999 in Berlin.

In seiner Funktion als Chief of Theater and Music Branch für die Landesmilitärregierung in Hessen verfasste Helm mehrere Berichte, in denen er die Situation des Theater- und Musiklebens in Deutschland bzw. in Hessen beschrieb. Der Zeitraum seiner Berichte umfasst im Wesentlichen das letzte halbe Jahr vor der Währungsreform im Juni 1948 sowie die ersten sechs Monate unmittelbar nach dieser.


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Zuletzt aktualisiert: 25.09.2008 · Uwe Henkhaus

 
 
 
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