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Foto Stefan Geil


Geil, Stefan

Fachbereich: 05

Betreuer: Prof. Dr. Thomas Erne (Evangelische Theologie)

Schwerpunkt: Theologie, zeitgenössischer Film

 

 

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens

Das Böse im Film: Eine praktisch-theologische Analyse zeitgenössischer Filme (Arbeitstitel)


Anhand des obengenannten Themas möchte ich mit der geplanten Dissertation einen Beitrag für die theologische Diskussion über das Böse leisten. Dies werde ich anhand einer theologischen Analyse zeitgenössischer Filme versuchen.
Es ist uns fast nicht mehr bewusst, dass wir in unserer Sicht der Welt durch kaum ein anderes Medium stärker geprägt sind, als durch das bewegte Bild im Allgemeinen und durch den Kinofilm im Speziellen. Undenkbar wäre heutzutage eine ohne bewegte Bilder ausgestattete Berichterstattung oder ein populärer Buchstoff, der keine kinematographische Aufbereitung erfährt.
Das Kino ist der Ort der überlebensgroßen Geschichten, die von den tugendhaftesten und den schlechtesten Figuren bevölkert werden.
Auch eine fiktionale Geschichte muss ein Fünkchen Wahrheit besitzen und in irgendeiner Art Bezug zur Realität nehmen; im Umkehrschluss ist die reale Berichterstattung voll von mythologischen Artefakten und greift mit deren Gebrauch auf einen reichen Fundus an Traditionen und Motiven zurück.
Daher ist es kaum verwunderlich, dass sowohl in Nachrichtensendungen als auch in Dokumentationen und der Boulevardpresse oftmals die Rede vom Bösen ist.
So konnte man in der Tagesschau hören, wie George W. Bush von der „Achse des Bösen“ sprach, während aktuell in der Spiegel TV Reihe „Gesichter des Bösen“ wahlweise über Verbrecher des Nationalsozialismus oder aktuelle und aufsehenerregende Kriminaltäter berichtet wird. Obgleich der Begriff des Bösen in gewisser Weise säkularisiert ist und kaum jemand dem Bösen teuflischen Einfluss oder übernatürliche Fähigkeiten zuschreiben wird, scheint es doch gesellschaftlich anerkannt zu sein, Täter, Taten und Ereignisse, die so ungeheuerlich, in ihrer Qualität so unfassbar sind als böse zu beschreiben. 
Der Spielfilm behandelt das Böse in der Form der Erzählung. Selbst wenn im Film historische Stoffe und Figuren bearbeitet werden, so ist es doch das eigentliche Ziel, eine Geschichte zu erzählen, die Fiktion ist und um der Unterhaltung willen, Typisierungen, Umdichtungen, Zusammenfassungen oder Auslassungen unterliegt.
In der geplanten Dissertation soll die Frage im Vordergrund stehen, wie das Böse im Film beschaffen ist, wo es seinen Ursprung hat, welche Formen es annimmt und ob es überwindbar ist oder triumphierend dargestellt wird. Welche Rückschlüsse lassen sich aus diesen Darstellungen ziehen und sind sie trotz ihres fiktionalen Charakters weit hergeholt?
Sodann möchte ich die praktisch-theologischen Folgen und Leistungen herausstellen.

 

 

Zuletzt aktualisiert: 18.01.2012 · scheuer

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

Strukturiertes Promotionsprogramm "Transformationen des Visuellen",
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