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Bild Alexandra Vinzenz




Vinzenz, Alexandra

Schwerpunkt: Performance-Art nach 1945 / Gesamtkunstwerk






Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens


Die Revolution der Gesellschaft durch Kunst im ›Gesamtkunstwerk‹?– Performative Interaktion als soziokulturelles und ästhetisches Prinzip nach 1945 in Deutschland (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt zielt auf die differenzierte Betrachtung performativer Konzepte im Osten und Westen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und untersucht deren konzeptuelle Motivation hinsichtlich der ästhetischen Umsetzung und soziokulturellen Einflussnahme auf die Gesellschaft. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, wie die Künstlerinnen und Künstler dieser Zeit ihr Streben nach der Verwirklichung des Ideals einer von der Kunst dominierten Gesellschaft adaptierten und realisierten. Es sind daher vor allem zwei Pole – Ästhetik und Politik – die in allen untersuchten Fällen charakter-istisch sind. Diese beiden Komponenten sind nicht nur theoretisch im konzeptionellen Entwurf ›Gesamtkunstwerk‹ verankert, sondern werden in dieser Form, auch unter Rückberufung auf den Begriff und dessen Definition durch Richard Wagner, von verschiedenen Künstlern verwendet, beispielsweise Hermann Nitsch und Joseph Beuys. Die interdiziplinäre Konzeption des wagnerschen Gesamtkunstwerks mit ihrem Ent-stehungszusammenhang aus dem 19. Jahrhundert ist daher die Basis für die Unter-suchung der daraus resultierenden künstlerischen Produkte, die nicht als reine Wieder-holungen verstanden werden dürfen, sondern als Weiterentwicklung und Modifikation.

Das Dissertationsprojekt zeigt auf diese Weise nicht nur Aktionen der Nachkriegszeit aus kunsthistorischer, theater- oder musikwissenschaftlicher Sicht, sondern geht dezidiert auf die Koppelung von Kunst und Gesellschaft sowie auf deren Entwicklung während des 20. Jahrhunderts ein. Damit weist das Vorhaben über die bisherigen Forschungs-ansätze hinaus und untersucht vor den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen eine künstlerische Position sowie deren Umsetzung – die Revolution der Gesellschaft durch Kunst – in den performativen Interaktionen vorrangig der 1950er bis 1970er Jahre.

Zuletzt aktualisiert: 18.10.2010 · scheuer

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

Strukturiertes Promotionsprogramm "Transformationen des Visuellen",
Philipps-Universität Marburg, D-35037 Marburg, Tel. +49 6421/28-22195, Fax +49 6421/28-22951, E-Mail: franziska.scheuer@staff.uni-Marburg.de

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