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16.01.2012

Hohe Auszeichnung für Vorsitzenden des Marburger Hochschulrats und Universitätsbundes

Hohe Auszeichnung für Vorsitzenden des Marburger Hochschulrats und Universitätsbundes Finanzstaatssekretärin Professorin Dr. Luise Hölscher überreicht Hessischen Verdienstorden an Professor Dr. mult. Uwe Bicker

Hessischer Verdienstorden für Uwe Bicker

(Foto: Hessisches Ministerium der Finanzen)

„Wir zeichnen heute mit Professor Uwe Bicker einen herausragenden Wissenschaftler und wichtigen Gestalter des Industriestandortes Hessen aus.“ Mit diesen Worten überreichte die Hessische Finanzstaatssekretärin Professorin Luise Hölscher heute den Hessischen Verdienstorden an Professor Bicker aus Bensheim. Zur Verleihung in der Hessischen Staatskanzlei überbrachte der Kanzler der Philipps-Universität, Dr. Friedhelm Nonne, die Glückwünsche des Präsidiums an Bicker, der bereits seit 2001 dem Marburger Hochschulrat angehört und ihm in der zweiten Amtsperiode vorsteht. Unter den Gratulanten in Wiesbaden waren auch der ehemalige Präsident der Marburger Universität, Professor Dr. Horst F. Kern, sowie Professor Dr. Norbert Hampp, Schriftführer des Marburger Universitätsbundes, dessen Vorsitz Bicker führt.

Professor Dr. rer. nat. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Bicker (geboren 1945) studierte Chemie und Medizin an den Universitäten Berlin und Heidelberg und wurde in beiden Fächern promoviert. Nach seiner Habilitation an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg wurde er dort 1983 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Daran schlossen sich berufliche Stationen in der Industrie bei den Firmen Boehringer Mannheim (heute Roche AG), Hoechst AG (heute Sanofi Aventis) und der Behringwerke Marburg an. Professor Bicker war von 1997 bis 2002 Geschäftsführer der Dade Behring Marburg GmbH und bis 2005 der Aventis Research & Technologies.

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit hat Professor Bicker den Industriestandort Hessen und insbesondere Marburg in den Sparten Pharma und Diagnostika maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Durch die Umstrukturierung der Behringwerke in verschiedene Geschäftsfelder und neue Firmenkonstellationen in den 1990er-Jahren konnte der Standort Marburg nicht nur erhalten, sondern ausgebaut werden. Darüber hinaus waren ihm die Pflege und der Ausbau von Kontakten zwischen der Industrie und der Forschung ein wichtiges Anliegen. Professor Bicker konnte an den Schnittstellen zwischen industrieller und universitärer Forschung, Wissenschaftsverwaltung und industrieller Praxis zahlreiche Impulse setzen.

Als Vorsitzender des Marburger Universitätsbundes e.V. engagiert er sich seit 1999 ehrenamtlich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und unterstützt die Philipps-Universität in wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben. Dem Hochschulrat der Philipps-Universität steht er bereits zum zweiten Mal vor. Seit 2000 ist Professor Bicker Mitglied des Kuratoriums der Aventis Foundation, deren Förderschwerpunkte in den Bereichen der Kultur, Gesundheitswesen sowie Forschung und Lehre liegen. Professor Bicker führt dort zwei unselbständige Stiftungen, die die Vergabe von Stipendien an hochbegabte Studierende und die Vermittlung von Gastprofessuren an deutschen Universitäten fördern. Darüber hinaus initiierte er zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg die Einrichtung der „Aventis Stiftungsprofessur für Vaskuläre Biologie und Tumorangiogenese“ an der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg. Eine weitere Stiftungsprofessur im Bereich der Tumorstammzellenforschung wurde ebenfalls von ihm angeregt und soll realisiert werden.

Seit 2000 ist Professor Bicker zudem ehrenamtlicher Kurator des Marburger Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie und berät das Institut in gesellschaftlichen Fragen. Darüber hinaus ist er seit 2009 stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung der Stadt Bensheim und Kuratoriumsmitglied der unselbständigen Stiftung „Johanna-, Friedrich Wilhelm- und Willi-Ringelband“ in Bensheim.

Für seine herausragenden Leistungen und sein weit gespanntes Engagement wurde Professor Bicker 2005 von der Universität Heidelberg die Würde eines Ehrensenators verliehen. Im Jahr 2006 wurde er mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Professor Bicker hat sich mit seinem vielfältigen Einsatz in Forschung und Lehre, aber auch im ehrenamtlichen Bereich große Verdienste um den Wissenschafts-, Wirtschafts- und Industriestandort Hessen erworben. Ich freue mich sehr, ihn heute im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier mit dem Hessischen Verdienstorden auszeichnen zu können. Dies ist ein Zeichen der Anerkennung seines beachtlichen und in jeder Hinsicht vorbildlichen Engagements“, erklärte Finanzstaatssekretärin Professor Hölscher abschließend.

Zuletzt aktualisiert: 17.01.2012 · R. Pawlazik

 
 
 
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