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19.01.2009

Lernen in den Sommerferien

Austauschschüler deutscher Schulen in Lateinamerika besuchen Philipps-Universität

Schüler deutscher Schulen in Lateinamerika konnten am vergangenen Donnerstag einen ersten Eindruck von der Philipps-Universität und der Stadt Marburg bekommen. Anke Heibrock vom Studienkolleg der Philipps-Universität hatte den Besuch organisiert. „In Zukunft wollen wir uns noch intensiver darum bemühen, Schüler deutscher Schulen im Ausland nach ihrem Abitur als Studenten der Philipps-Universität zu gewinnen“, erklärte Heibrock.

Deutsche und lateinamerikanische Schüler bei dem Experiment „Lavalampe“
Zehn Schülerinnen und Schüler der deutschen Schule in Sao Paulo besuchen zurzeit für zweieinhalb Monate als Austauschschüler die Gesamtschule Guxhagen; vier Schülerinnen und Schüler der deutschen Schule in Puerto Montt in Chile verbringen ihre Sommerferien an der Gesamtschule Alfred Wegener in Kirchhain. „Wir hatten uns überlegt, wie die Schüler die Uni kennenlernen können, dass es für sie auch wirklich interessant ist“, erzählt Heibrock. Schließlich galt es, ein Programm zu bieten, das den Schülern unabhängig von ihrem Alter Spaß macht – denn für die Chilenen beginnt im März das letzte Schuljahr, für die Brasilianer hingegen erst die zehnte Klasse.

Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern, dem Guxhagener Schulleiter Volker Allendorf und der Kirchhainer Spanischlehrerin Marianela Laß nahmen sie vormittags an einer Stadtführung mit Dr. Thomas Werther, Geschichtslehrer am Studienkolleg, teil. Nach dem Mittagessen in der Mensa am Erlenring hatten sie dann zwei Stunden Zeit, am Fachbereich Chemie unter Aufsicht von Professor Dr. Bernhard Neumüller vom „Mitmach-Labor“ Chemikum und der Laborantin Elisabeth Rickelt zu experimentieren.

Die Philipps-Universität bietet Ausländern mit Abitur durch propädeutische Schwerpunktkurse einen glatten Übergang von der Schule ins Fachstudium. Dies wird unterstützt durch das Förderprogramm „Betreuungsinitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen“ (BIDS) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Waren die Kontakte zu den Schulen in Kirchhain und Guxhagen eher zufällig zustande gekommen, plant Heibrock für die Zukunft eine regelmäßige Zusammenarbeit auch mit Marburger Gymnasien.

Weitere Informationen:

Ansprechpartnerin ist Anke Heibrock vom Studienkolleg Mittelhessen.
Tel.: 06421 28-26272
E-Mail: anke.heibrock@staff.uni-marburg.de
Internet: www.uni-marburg.de/studienkolleg ;
www.daad.de/hochschulen/kooperation/partnerschaft/bids