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Mitgliederversammlung 2008

Marburger Universitätsbund blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück

Mitgliederversammlung zieht Bilanz

„Außerordentlich erfreulich“ sei die Entwicklung des Marburger Universitätbundes auch in diesem Jahr, beurteilte der Vorsitzende des Universitätsbundes, Prof. Dr. Uwe Bicker, das Geschäftsjahr 2007 anlässlich der Mitgliederversammlung des Universitätsbundes im Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS). Mit einem Vereinsvermögen von 2,24 Millionen Euro konnte der Universitätsbund im Vergleich zum Vorjahr erneut ein Plus verzeichnen.

Prof. Dr. Peter Borscheid
Foto: Norbert Hampp
Prof. Dr. Peter Borscheid ist neues Ehrenmitglied des Universitätsbundes

Rund 50 000 Euro an zweckgebundenen Spenden flossen unter anderem an die Fachbereiche Theologie, Chemie sowie das Universitätsmuseum.
Mit Mitteln aus dem Ursula-Kuhlmann-Fonds wurden 35 Tagungen einzelner Fachbereiche unterstützt, berichtete der Schriftführer des Universitätsbundes, Prof. Dr. Norbert Hampp, der an diesem Tag Schatzmeister Dr. Martin Viessmann vertrat.
Hampp würdigte insbesondere die Arbeit der Sektionen und mit dem Universitätsbund kooperierenden Volkshochschulen, die mit 45 Vorträgen von Professoren der Philipps-Universität Forschung und Lehre einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Ebenfalls vom Universitätsbund profitieren konnte das Studium generale, das als öffentliche Lehrveranstaltung den Blick über die Fachgrenzen hinaus fördern soll und seit 2005 regelmäßig vom Universitätsbund unterstützt wird.

Zu den Vereinsaufgaben gehört die Unterstützung Studierender mit Reisestipendien für den Aufenthalt an einer der internationalen Partneruniversitäten der Philipps-Universität. Für seinen Aufenthalt an der Pennsylvania-State-University erhielt Uje Philipps einen Reisekostenzuschuss. In diesem Jahr gehen die Stipendien an die Studierenden Markus Mill und Andreas Peter Zimmermann.

Nach dem Geschäftsbericht standen Wahlen auf dem Programm. Als neues Ehrenmitglied schlug der Vorstand der Mitgliederversammlung den ehemaligen Schriftführer Prof. Dr. Peter Borscheid zur Wahl vor. Über 10 Jahre war Borscheid, der sein Amt 2007 an den Chemie-Professor Hampp abgegeben hat, mit der zeitintensiven Vorstandsfunktion betraut. Die Ehrenmitgliedschaft würdigt Borscheids besondere Verdienste um den Universitätsbund. „Ich freue mich über diese Anerkennung und nehme die Wahl gerne an“, sagte Borscheid. Mit der Wahl eines neuen Ehrenmitglieds schloss der Universitätsbund eine Lücke. Seine letzten beiden Ehrenmitglieder Annemarie Muscheid und Wilhelm Elwert-Braun verlor er im Jahr 2006.

Prof. Dr. Udo Steinbach hält eine Rede
Foto: Norbert Hampp
Beeindruckte mit seiner Festrede: Prof. Dr. Udo Steinbach

Abschied stand indes im Kuratorium an. Die langjährigen Mitglieder Rechtsanwalt Walter Troeltsch und Dr. Joachim Schnell stellten sich auf eigenen Wunsch nicht erneut zur Wahl. Bicker bedauerte die Entscheidung und dankte beiden für ihr außerordentliches Engagement im Kuratorium des Universitätsbundes, das als Bindeglied zwischen Forschung und Wirtschaft agiert. Begrüßen konnte die Mitgliederversammlung dagegen einen neuen Wissenschaftsredakteur. Nachdem die Mitglieder des Universitätsbundes zeitweilig auf ihr UniJournal verzichten mussten, wurde mit Johannes Scholten Anfang des Jahres ein neuer Verantwortlicher für das Marburger UniJournal eingestellt. Über das UniJournal und die Homepage des Universitätsbundes werden die Unibundmitglieder regelmäßig zu Vorträgen und Veranstaltungen eingeladen. Hampp lobte das breite Veranstaltungsangebot mit Ausstellungs- und Konzertbesuchen, das seit 2007 von Heidi Natelberg für die Mitglieder des Universitätsbundes angeboten wird. 

In die Forschung und Lehre des Centrum für Nah- und Mittelost-Studien entführte der Leiter, Prof. Dr. Walter Sommerfeld. Das erst 2006 errichtete interdisziplinäre Zentrum konzentriert die Orientforschung in Hessen. In Marburg kann die Orientforschung bereits auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Durch die Ergänzung der Arabistik und der Islamwissenschaft sowie durch zahlreiche Kooperationen mit anderen Fachgebieten der Philipps-Universität soll jetzt ein einmaliges Angebot an orientwissenschaftlicher Vielfalt entstehen, erklärte er die Ziele des Zentrums. Als Festredner sprach Prof. Dr. Udo Steinbach über „Das andere Arabien – Politik und Geistesleben zwischen Modernisierung und Selbstbehauptung.“

Mit einer Führung durch Mineralogische Museum, das ebenso wie das CNMS in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elisabethkirche angesiedelt ist, schloss das abwechslungsreiche Programm der Jahresversammlung.