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Konferenzen

HABITAT auf der Digital Geographies Conference in Lissabon

Die Forschung von HABITAT zu digitalen Plattformen und politischen Strategien zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit wurde auf der 4th Digital Geographies Conference vorgestellt, die vom 3. bis 4. November 2025 an der University of Lisbon stattfand. Razieh Rezabeigisani präsentierte gemeinsam mit Sören Becker die Arbeit „Tracing the links and impacts of digital platforms on shaping regional climate-health adaptation policies“. In ihrem Beitrag wurden die Climate Adaptation Platform in den Niederlanden und der California Healthy Places Index in den USA verglichen, um zu untersuchen, wie digitale Plattformen klimabedingte Risiken und Vulnerabilitäten darstellen und Daten in politikrelevante Informationen übersetzen. Die Präsentation zeigte auf, wie Entscheidungen hinsichtlich der verwendeten Indikatoren und Visualisierungen beeinflussen, welche Bevölkerungsgruppen und Risiken sichtbar werden, wie Anpassungsprioritäten festgelegt werden und welche Maßnahmen als legitim angesehen werden.

Habitat-Projekt auf der ENBEL 2025: Erforschung der Zusammenhänge zwischen Klima und Atemwegsgesundheit

Das Habitat-Projekt war auf der zweiten Ausgabe der Connecting Health and Climate Change Conference (ENBEL 2025) vertreten, die vom 16.–18. Oktober 2025 in Tallinn, Estland, stattfand.
Unsere Forscher Thomas Brenner und Saeed A. Khan haben dort ihre neuesten Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen meteorologischen Bedingungen und gesundheitlichen Folgen im Bereich der Atemwege:

  • Meteorological conditions and the risk of community-acquired pneumonia – The vulnerability of people with Asthma (Thomas Brenner)
  • Temporal structure of the impact of meteorological conditions on pneumonia hospitalizations in Germany (Saeed A. Khan)

Diese Studien sind Teil der fortlaufenden Bemühungen des Habitat-Projekts, Klima-, Umwelt- und Gesundheitsdaten zu integrieren, um evidenzbasierte Public-Health-Reaktionen auf den Klimawandel zu unterstützen.
Wir danken unseren Mitwirkenden Barbara C. Weckler, Max Kutzinski, Bernd Schmeck, Ann-Christine Link, Christoph Reudenbach, Jörg Bendix, Jan Rupp, Martin Witzenrath, Gernot Rohde, Mathias W. Pletz, Wilhelm Bertrams sowie der CAPNETZ Study Group herzlich.
  

HABITAT Projekt auf der AK-Klima 2025

Das HABITAT-Projekt war auf dem 43. Jahrestreffen des AK-Klima 2025 vertreten, das vom 25. bis 27. September 2025 am Brombachsee vom Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg ausgerichtet wurde.
Sheetabh Gaurav und Paulina Grigusova präsentierten ein Poster zu Modellierungs- und Datenherausforderungen im Zusammenhang mit der Vorhersage von Gesundheitsrisiken auf Basis von Umweltdatensätzen. Anhand eines theoretischen Datensatzes wurden drei Modellierungsansätze (logistische Regression, logistische Regression mit Splines und XGBoost) evaluiert und miteinander verglichen, um zu untersuchen, wie gut die Modelle mit typischen Datenproblemen umgehen, die in realen Umwelt- und medizinischen Datensätzen häufig auftreten.
Dabei wurde besonders Bedeutung hervorgehoben, dass sowohl bei der Modellentwicklung als auch bei der Verarbeitung von Umweltdaten besonders auf Datenqualität und Datenauflösung geachtet wurde.
Hier gehts zur Webseite AK-Klima 2025

HABITAT auf der EUPeace Conference in Pilsen

Die Forschung von HABITAT zu digitalen Technologien für Klima und Gesundheit wurde auf der EUPeace Conference „Advancing Justice, Peace and Inclusiveness in Times of AI“ vorgestellt, die vom 22. bis 24. September 2025 an der University of West Bohemia in Pilsen, Tschechische Republik, stattfand. Razieh Rezabeigisani präsentierte gemeinsam mit Sören Becker die Arbeit „From science to practice: Exploring the knowledge co-creation and translation process in digital climate health technologies“. Ihr Beitrag untersuchte, wie wissenschaftliches, professionelles und lokales Wissen generiert, integriert und in zugängliche digitale Werkzeuge für Patientinnen und Patienten, Bürgerinnen und Bürger sowie politische Entscheidungsträger übersetzt wird. Auf Grundlage von Befragungen und leitfadengestützten Interviews mit relevanten Akteurinnen und Akteuren wurde die Bedeutung der Wissensintegration und einer nutzerfreundlichen Kommunikation für die Stärkung der Klimaresilienz und die Verbesserung gesundheitlicher Ergebnisse in der Bevölkerung hervorgehoben.

HABITAT auf dem EUGEO Congress in Wien

Forschung von HABITAT zur Bürgerbeteiligung bei digitalen Technologien für Klima und Gesundheit wurde auf dem 10th EUGEO Congress vorgestellt, der vom 8. bis 11. September 2025 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien stattfand. Razieh Rezabeigisani präsentierte gemeinsam mit Sören Becker die Arbeit „Integrating citizens into digital climate-health technologies: A case study of air quality monitoring platforms“. Ihr Beitrag verglich verschiedene Möglichkeiten, Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung und Nutzung von Technologien zur Überwachung von Luftqualität und Gesundheit einzubeziehen. Dabei wurden die Beispiele MASK-air, AirRater und das Imperial County Community Air Monitoring Program herangezogen. Diskutiert wurden unterschiedliche Formen und Intensitäten der Bürgerbeteiligung, die Herausforderungen im Zusammenhang mit von Bürgerinnen und Bürgern generierten Daten und einer langfristigen Beteiligung sowie mögliche Ansätze zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung an digitalen Technologien für Klima und Gesundheit.

HABITAT auf einem hybriden Forschungsseminar an der Griffith University

Im August 2025 stellte Razieh Rezabeigisani während eines Forschungsaufenthalts am Department of Public Health der Griffith University in Australien ihre laufende Forschung im Rahmen des HABITAT-Projekts in einem hybriden Forschungsseminar vor.
Die Präsentation befasste sich mit der Rolle digitaler Klima-Gesundheitsplattformen bei der Bewältigung klimabedingter Gesundheitsrisiken, darunter Hitzewellen und Luftverschmutzung. Dabei untersuchte sie, wie solche Plattformen Umwelt- und Gesundheitsinformationen integrieren, Frühwarnfunktionen bereitstellen und Entscheidungsprozesse im Kontext von Klimaanpassung und öffentlicher Gesundheit unterstützen können.
Ein besonderer Fokus lag auf der Zusammenarbeit verschiedener Akteurinnen und Akteure, der Einbindung von Nutzerinnen und Nutzern sowie der gemeinsamen Wissensproduktion bei der Entwicklung und Nutzung digitaler Klima-Gesundheitsplattformen. Die Präsentation thematisierte, wie unterschiedliche Akteursgruppen, einschließlich vulnerabler Bevölkerungsgruppen, in diese Prozesse einbezogen werden können und wie wissenschaftliche, professionelle und lokale Wissensformen integriert werden können.
Das Seminar bot die Möglichkeit, die HABITAT-Forschung einem internationalen wissenschaftlichen Publikum vorzustellen und Perspektiven zum Beitrag digitaler Technologien zu Klima-Gesundheits-Governance und Anpassungsprozessen auszutauschen.

10. Nordic Geographers Meeting in Kopenhagen am 27. Juni 2024

Prof. Dr. Sören Becker, einer der PIs des HABITAT-Projekts, organisierte zusammen mit Dr. Susann Schäfer (Universität Jena) eine Sitzung zum Thema „Human Geographies of Health and Well-Being in the Context of Climate Change“ auf dem 10. Nordic Geographers Meeting in Kopenhagen am 27. Juni. Sören stellte seine Studie über die Wahrnehmung des Wohlbefindens im Kontext des Klimawandels vor, die darauf abzielt, auf der Grundlage einer Haushaltsbefragung in Marburg eine Typologie der Stadtbewohner zu entwickeln. Ann-Christine Link, Doktorandin im HABITAT-Projekt, stellte drei aus dem HABITAT-Projekt resultierende Arbeiten vor, die sich auf den Zusammenhang zwischen Wetter und Krankenhausaufenthalten wegen Lungenentzündung in Deutschland sowie auf die Rolle von persönlichen Merkmalen und Komorbiditäten konzentrieren. Andere Beiträge behandelten verwandte Themen in Italien, Spanien und Kolumbien. Die Sitzung zog viele Teilnehmer an und führte zu eingehenden Diskussionen über die geografischen Perspektiven dieses wichtigen Themas.

European Geophysical Union (EGU) Konferenz 15. - 19.04.2024 in Wien - Vortrag von Ann-Christine Link und Michaela Schütz

Ann-Christine Link
Ann-Christine Link

Ann-Christine Link und Michaela Schütz haben beide an der European Geosciences Union (EGU) Konferenz vom 15. bis 19. April 2024 in Wien teilgenommen. Die EGU ist mit 20979 Teilnehmern und 1044 Sessions eine der größten geowissenschaftlichen Konferenzen weltweit, die unter anderem auch Themen aus dem Bereich „Klima und Gesundheit“ abdeckt.  Ganze 57% der Beiträge auf dieser Konferenz stammen von Early Career Scientists, unter denen auch Michaela und Ann-Christine das HABITAT-Team erfolgreich vertreten haben. Michaela präsentierte die Forschungsergebnisse ihrer Doktorarbeit zur kurzfristigen Vorhersage von Nebelereignissen mittels Machine Learning Modellen. Sie ist seit März Mitglied des HABITAT-Teams und kann ihr Wissen nun gewinnbringend in die Entwicklung des Modells hinter der Gesundheitsapp von HABIAT einbringen. Ann-Christine stellte die Auswirkungen von Wettereffekten auf Pneumoniefälle in Deutschland vor. Eine Pneumonie ist eine akute oder auch chronisch verlaufende Entzündung des Lungengewebes, die bei COPD Pateinten auftritt und deren Schwere vom aktuellen Wettergeschehen beeinflusst wird. Die COPD-Patienten bilden eine von insgesamt drei Gruppen, die im Rahmen von HABITAT über die geplante Gesundheits-App individualisierte Warnungen erhalten sollen, um Krankheitsepisoden im Bestfall zu verringern und ihnen den Alltag mit der Krankheit zu erleichtern. Die Vorträge stießen auf großes Interesse und wurden von jeweils etwa 100 Teilnehmenden besucht. Es fand ein reger Austausch mit vielen interessierten Wissenschaftler*innen statt, um die Ergebnisse von Ann-Christine und Michaela, HABITAT und allgemein die Thematik "Klima und Gesundheit" zu diskutieren. 

64. Kongress der DGP 20.-23. März 2024 in Mannheim - Vortrag Prof. Dr. Schmeck

Michaela Schütz

  Das Programm der Konferenz (PDF) finden Sie hier.

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