21.10.2026 Im Namen der Natur
Antifaschistische Perspektiven auf ökologische Zerstörung
Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe „Im Namen der Natur: Antifaschistische Perspektiven auf ökologische Zerstörung“ des Green Office der Universität Marburg lädt dazu ein, ökologische Krisen im Zusammenhang mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen zu betrachten. Denn Naturzerstörung ist nicht nur eine Umweltfrage: Sie ist auch mit autoritären Politiken, faschistischen Ideologien, Antifeminismus und der Vorstellung verbunden, Mensch und Natur beherrschen und ausbeuten zu können.
An sechs Abenden beleuchten Referierende aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten diese Verflechtungen. Die Vorträge führen in die Politische Ökologie ein und fragen unter anderem nach dem Zusammenhang von Faschismus und ökologischer Zerstörung, nach rechter Vereinnahmung von Natur- und Umweltschutz sowie nach Strategien des Widerstandes gegen Naturausbeutung. Im Anschluss an die einzelnen Vorträge, wollen wir gemeinsam diskutieren, wie ökologische Perspektiven solidarisch und emanzipatorisch weiterentwickelt werden können.
Die Vorlesungsreihe richtet sich an Studierende und an alle Interessierten aus der Stadtgesellschaft. Die Einheiten können vor Ort und online über BigBlueButton verfolgt werden.
Studierende der Universität Marburg, die sich die Auseinandersetzung mit der Vortragsreihe anrechnen lassen wollen, können dies über das Marburg Modul des Green Office machen. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite des Marburg Moduls.
Bei Fragen zur Anrechnung, richtet euch gerne per Mail an das Green Office.
Die Wichtigsten Infos:
Wann: donnerstags von 18:15 - 19:45 Uhr
Wo: Pilgrimstein 12 (Raum: 305) und online über BigBlueButton
Link zur Online Teilnahme: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/n/rooms/ue1-gbb-ofx-9ij/join
Programm:
29.10.2026: Warum es antifaschistische Perspektiven auf die ökologische Zerstörung braucht. Eine Einführung in die Politische Ökologie
Green Office der Universität Marburg
05.11.2026: Beherrschung. Vom Zusammenhang von Faschismus und ökologischer Zerstörung
Jakob Rammer (Universität Wien)
12.11.2026: Ökologie von rechts. Rechtsextreme Ideologien im Natur- und Umweltschutz
Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN)
19.11.2026: Die Illusion von Stabilität. Zum Verhältnis von Antifeminismus und Naturbeherrschung in der Klimakrise
Carla Ostermayer (Universität Innsbruck)
26.11.2026: Widerstand gegen Naturausbeutung von autoritären Regimen
Prof. Dr. Felix Anderl (Universität Marburg)
03.12.2026: Naturbeherrschung und Regression. Die Klimakrise im Licht von Horkheimer und Adorno
Dr. Heiko Stubenrauch (Leuphana Universität Lüneburg)