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Allergologie

 

Oberarzt: PD Dr. med. Wolfgang Pfützner

Sprechstundentermine nach Absprache:

Tel: 06421- 58 62932

Fax:06421- 58 62883


Um lange Wartezeiten zu vermeiden, sollten Sie einen festen Untersuchungstermin mit uns vereinbaren.
An Ihrem Besuchstag melden Sie sich bitte zuerst bei der Anmeldung in unserer Poliklinik an. Dort wird Ihnen auch Ihre Krankenakte angefertigt und ausgehändigt, die wir für unsere Untersuchungen benötigen. Anschließend kommen Sie mit Ihrer Krankenakte zu uns in die Allergie-Ambulanz.

Erkrankungen:

- Kontaktallergien (allergische Reaktionen auf Salben, Creme, Berufsstoffe usw.)
- Allergien auf Insektengifte (Biene, Wespe)
- Heuschnupfen, Asthma
- Allergien, Pseudoallergien u. Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel, Nahrungsmittelzusatzstoffe u. Medikamente
- Allergie auf Zahnersatz und Dentalmetalle
- Latexallergien
- Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
- Ekzemerkrankungen
- Urtikaria (Nesselsucht z.B. auf Kälte, Wärme, Druck, Anstrengung)
- Hauttestungen bei granulomatösen (z. B. Sarkoidose) u. infektiösen Erkrankungen (z. B. Tbc)

Angebotene Diagnoseverfahren:

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Stichprovokationstestung mit dem lebenden Insekt

Indikation:

insektüberprüfung des Erfolges einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei Patienten mit einer Insektengiftallergie zu überprüfen. Die Testung wird durchgeführt, wenn die spezifische Immuntherapie über ca. ein halbes Jahr bei dem Insektengiftallergiker durchgeführt wird. Je nach Ergebnis wird die Dosis der Therapie beibehalten, oder sie wird (falls noch stärkere Reaktionen auf den Stich erfolgen) gesteigert.  
Durchführung:
Die Stichprovokationstestung wird unter stationären Bedingungen bei einem nüchternen Patienten durchgeführt. Unter Notfallbereitschaft mit kontinuierlichem Monitoring bei Anwesenheit eines Anästhesisten wird das Insekt (zumeist eine Biene oder eine Wespe) mit einem Netz auf dem Oberarm des Patienten aufgesetzt und zum Stechen gebracht. Während des Stiches wird das Insekt auf dem Arm fixiert. Die sich anschließende überwachung erstreckt sich über den Nachmittag und die folgende Nacht. Je nach Ergebnis wird die spezifische Immuntherapie verändert.


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Epikutan testungen (Pflastertest zum Ausschluß von Kontaktallergien)

Indikation:

Verdacht auf eine Kontaktallergie, bzw. Nachweis einer Typ IV Allergie.

Durchführung:

EpikutantestIn einem Gespräch mit dem Arzt werden verdächtige Substanzen ermittelt. Dann werden standardisierte oder auch mitgebrachte patienteneigene Testsubstanzen (z.B. Medikamente, Kosmetika, Hautreinigungs- und Pflegemittel, Berufsstoffe) auf ein Testpflaster aufgetragen und dem Patienten auf den Rücken aufgebracht. Nach 48 Stunden wird das Testpflaster abgenommen und das Testareal mit einem Hautstift markiert. Die Teststellen werden abgelesen und nach Rötung, Pappeln und Bläschen bewertet. Eine weitere Ablesung erfolgt nach 72 Stunden.

Testablauf :

Testbeginn Montag, Ablesung Mittwoch und Donnerstag bzw.
Testbeginn Dienstag, Ablesung Donnerstag und Freitag

Die Epikutantestung ist nur möglich, wenn:

  • der Rücken nicht frisch gebräunt ist (Sonne, Solarium)
  • der Rücken ekzemfrei ist
  • keine kortisonhaltigen Präparate am Rücken benutzt werden
  • keine Schwangerschaft besteht
  • keine akuten allergischen Hautveränderungen bestehen


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Epikutane Testung von Irritanten (Natriumlaurylsulfat)

Das Detergens Natriumlaurylsulfat wird zunehmend in der dermatologischen Hauttestung zur Untersuchung irritativer Reaktionen eingesetzt. Die Testung besteht entweder aus einer einmaligen Applikation (akute Irritation) oder wiederholten Applikationen (chronische Irritation). Die Evaluation des Tests kann visuell sowie unter Zuhilfenahme von hautphysiologischen Meßmethoden vorgenommen werden. Bewährt hat sich vor allem die Messung des transepidermalen Wasserverlustes, aber auch die Laser Doppler Rheometrie, die Colorimetrie oder die Corneometrie können je nach Fragestellung wertvolle Ergebnisse liefern. Verschiedene Faktoren wie Alter, Teststelle und klimatische Bedingungen haben einen Einfluß auf die Testresultate, was bei dem Vergleich unterschiedlicher Studien berücksichtigt werden muß. Richtig angewandt kann der Natriumlaurylsulfat-Test wertvolle Aufschlüsse über die individuelle Haurirritabilität geben. Vor einer Überbewertung des Tests, gerade durch die scheinbar exakte Auswertung mittels hautphysiologischer Meßmethoden, muß jedoch gewarnt werden


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Pricktestungen von Aeroallergenen (Pollen-, Milben-, Tierhaar- u. Schimmelpilzallergenen), Nahrungsmittelallergenen, Latex, Medikamenten bzw. Hilfsstoffen

IprickIndikation: Nachweis einer Typ I Allergie (Sofortreaktion) auf z.B. Pollen-, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare, Insektengifte, Medikamente oder Nahrungsmittel.  

Durchführung: In einem Gespräch mit dem Arzt werden verdächtige Substanzen ermittelt. Dann werden diese standardisierte Allergenlösungen auf den Unterarm getropft und anschließend mit einer speziellen Prick-Lanzette eingestochen. Die Ablesung erfolgt nach 20 Minuten und wird nach Quaddeln und Rötung bewertet. Falls keine positiven Reaktionen festgestellt werden, kann der Intrakutan-Test durchgeführt werden.


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Reib- und Scratchtestungen

Indikation: Nachweis einer Typ I Allergie (Sofortreaktion) auf nicht sterile bzw nicht Prick-Test-fähige Substanzen, z.B. Medikamente, Teil einer Latex-Testung  

Durchführung: Das Material wird mit einem Watteträger oder direkt mehrfach am Unterarm aufgetragen und gerieben.  

Auswertung: Die Testreaktion wird nach Rötung und Quaddelbildung bewertet.

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Intrakutantestungen

intracutanIndikation: Nachweis einer Typ I Allergie (Sofortreaktion) auf z.B. Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare, Insektengifte, Medikamente.  

Durchführung: Das Allergen wird am Unterarm mit einer Spritze in die Haut gespritzt (intrakutan). Die Ablesung erfolgt nach 20 Minuten und wird nach Rötung und Quaddeln bewertet.


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Repetitiver offener Applikationstest (ROAT)

Indikation: Verdacht auf eine Kontaktallergie, bzw. Nachweis einer Typ IV Allergie. Fehlender oder unklaren Nachweis durch den Epikutantest.  

Durchführung: In einem Gespräch mit dem Arzt werden verdächtige Substanzen ermittelt. Diese Substanzen (meist eine Creme oder Salbe) werden dann über einige Tage mehrfach in eine Ellenbeuge aufgetragen. Die Reaktion der Teststelle wird dann (im Vergleich zur anderen Seite) erneut nach der Bildung von Erythemen, Papeln und Quaddeln beurteilt.  

Testablauf : Individuell ,je nach Allergen, Stärke der zu erwartenden Reaktion, über einige Tage. Die Testung wird ambulant durchgeführt.


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Photopatchtest in Zusammenarbeit mit der Photoabteilung (Testung einer lichtabhängigen Allergie)

Indikation: Verdacht auf eine photo-allergische Reaktion, d.h. eine Allergie, die nur in der Kombination Allergen + Licht auftritt.

Durchführung: In einem Gespräch mit dem Arzt werden die verdächtigen Substanzen ermittelt. Dann werden standardisierte oder auch mitgebrachte patienteneigene Testsubstanzen ( z.B. Medikamente, Kosmetika, Hautreinigungs- und Pflegemittel, Berufsstoffe) auf ein Testpflaster aufgetragen und dem Patienten auf den Rücken (doppelt, rechts und links) aufgebracht. Nach 24 Stunden wird eine Seite abgenommen und mit UV-Licht bestrahlt. Nach 48 Stunden wird dann auch das Testpflaster der anderen Seite abgenommen und beide Testareale mit einem Hautstift markiert. Die Teststellen werden abgelesen und nach Rötung, Papeln und Bläschen bewertet. Eine weitere Ablesung erfolgt nach 72 Stunden.

Testablauf : Testbeginn Montag, Bestrahlung Dienstag, Ablesung Mittwoch und Donnerstag bzw. Testbeginn Dienstag, Bestrahlung Mittwoch, Ablesung Donnerstag und Freitag

Die Epikutantestung ist nur möglich, wenn:

  • der Rücken nicht frisch gebräunt ist (Sonne, Solarium)
  • der Rücken ekzemfrei ist
  • keine kortisonhaltigen Präparate am Rücken benutzt werden
  • keine Schwangerschaft besteht
    keine akuten allergischen Hautveränderungen bestehen


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Subkutane Provokationstestungen bei Verdacht auf Unverträglichkeit von lokalen Betäubungsmitteln u. gerinnungshemmenden Medikamenten (Heparinen)

Indikation: Nachweis einer Typ I Allergie (Sofortreaktion) auf z.B. Lokalanästhetika, wenn durch eine Prick- bzw. Intrakutantestung keine Allergie nachweisbar ist.  

Durchführung: Das verdächtige Medikament wird unter ärztlicher Überwachung in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt. Die Auswertung erfolgt nach 20 Minuten und wird nach Quaddeln und Rötung (lokal) sowie nach Allgemeinsymptomen vorgenommen.


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Orale Provokationstestungen (bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergien u. Medikamentenunverträglichkeit)

oralBesteht der Verdacht auf eine Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergie (Prick-Testungen ohne positives Ergebnis), so besteht die Möglichkeit der oralen Provokation (Einnahme). Hierzu ist ein stationärer Aufenthalt nötig (pro Allergen zwei Tage). Vor der Testung wird eine Braunüle (Venenzugang) gelegt. Es werden Medikamente oder Nahrungsmittel unter ärztlicher Aufsicht in steigender Dosis, über den Tag verteilt, verabreicht. Hierbei weiss nur die Allergie-Abteilung, und nicht der Patient oder der Stationsarzt,  welches Allergen an welchem Tag getestet wird (doppelblinde Testung).


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Nasale Provokationstestungen bei Heuschnupfen

nasalIndikation: Beweis einer Typ I Allergie (Sofortreaktion) auf inhalative Allergene, wie z.B. Hausstaub-Milben, Pollen, Tierhaare, Federn und Schimmelpilze. Die Testung wird durchgeführt, wenn die allergischen Beschwerden durch die Prick- und Intrakutantestung nicht ausreichend geklärt werden konnten.  

Durchführung: Das verdächtige Allergen wird direkt in die Nase gesprüht bzw. eingeatmet, wie es auch unter natürlichen Bedingungen vorkommt. Anschließend wird die Schwellung der Nasenschleimhaut, bzw. die Durchlässigkeit der Atemwege gemessen. Dies geschieht unter ärztlicher Kontrolle und bei vorher angelegter Venenverweilkanüle.


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In - vitro - Diagnostik (CAST - ELISA, Ges. IgE, spezif. IgE, C1 - Esterase - Inhibitor, Tryptase)

Bei dem begründeten Verdacht auf Vorliegen einer Soforttypallergie werden spezielle Untersuchungen im Blut des Patienten durchgeführt (Gesamt-IgE, spezifisches IgE).

Die Bestimmung der Tryptase erfolgt bei Patienten mit dem Verdacht einer Mastozytose sowie bei bestimmten Provokationstestungen.

Der spezif. IgE, C1-Esterase-Inhibitor wird bei Patienten mit dem Verdacht auf ein hereditäres Angioödem qualitativ sowie quantitativ bestimmt.

Die CAST-ELISA-Untersuchungen werden in besonderen Fällen bei Patienten mit Insektengiftallergien sowie Patienten mit verschiedenen Medikamentenallergien durchgeführt.


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Physikalische Testungen

Indikation:Uricaria(Nesselsucht)

eisDurchführung
: Die Physikalische Testung ist eine Testung auf verschiedene Reize z.B. Kälte-, Wärme-, Druck- und Schwitztest. Hierbei werden sowohl standardisierte Testungen (Injektion vasoaktiver Substanzen etc.) sondern auch realitätsnahe Testungen (Fönen, Cold-pack auf die Haut, durch Trockeneis induzierte kalte Luft, Fahrradfahren, Sauna, Drucktestung etc.) durchgeführt.


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Lungenfunktionstest

Indikation: Fragliches Asthma bronchiale. Zur Bestimmun des FEV1 vor einer spezifischen Immuntherapie. 

Durchführung: In Ruhe wird eine basale Lungenfunktionsprüfung (durch eine Spirometrie) vorgenommen. Hierbei wird keine Provokation durch Allergene vorgenommen. Finden sich richtungweisende Veränderungen, so kann die Vorstellung bei einem Lungenfacharzt (Pulmonologen) notwendig werden.



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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 · Klinik für Dermatologie und Allergologie, I.Nuhn

 
 
 
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Klinik für Dermatologie und Allergologie, Baldingerstr., D-35043 Marburg
Tel. 06421-58-66280/66281, Fax 06421-58-62902, E-Mail: hautklinik@med.uni-marburg.de

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