10.04.2018 Medienbildung gemeinsam gestalten

Mittelhessische Universitäten und städtische Medienzentren veranstalteten Fortbildungswoche für Lehrkräfte zur Mediennutzung im Unterricht

Foto von Jugendlichen, die vor einem PC sitzen
Foto: Colourbox.de
Das Internet ist für viele Schülerinnen und Schüler ein fester Bestandteil ihrer Lebenswelt.

Mit dem Smartphone in den Unterricht? Wie Tablets, Whiteboards und Apps in der Schule eingesetzt werden können, stand im Fokus einer gemeinsamen Medienbildungswoche, zu der die Philipps-Universität Marburg, die Justus-Liebig Universität Gießen sowie die städtischen Medienzentren in Gießen und Marburg einluden. Die Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende fand Ende März 2018 in Gießen und Marburg statt. Über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich in beiden Universitätsstädten ein und diskutierten Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Medienbildung.

Für Schülerinnen und Schüler sind digitale Medien und das Internet nicht nur ein fester Bestandteil ihrer Lebenswelt, sondern in Anbetracht des rasanten digitalen Wandels auch für ihre berufliche Zukunft von großer Bedeutung. Mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz und dem „Portfolio Medienbildungskompetenz“ des Landes Hessen wurde ein Rahmen für den Umgang mit dieser Querschnittsaufgabe geschaffen, auf den in der Medienbildungswoche vielfach zurückgegriffen wurde. Lehramtsstudierende und Lehrkräfte haben in 22 Workshops konkrete Einsatzmöglichkeiten digitaler Werkzeuge für das Lernen diskutiert und erprobt. Weiterhin wurde in einer Online-Podiumsdiskussion die Ausgestaltung der Digitalisierung schulischer Bildung thematisiert. Digitalisierung sei eine Querschnittsaufgabe über Fachgrenzen hinweg und gehe über die bloße Präsentation von Inhalten hinaus, sagte Simon Kremke, Vertreter der Fachschaft Lehramt an der Universität Gießen. Ann-Marie Letourneur, Medienwissenschaftlerin an der Universität Marburg, ergänzte, dass Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien vor allem Methoden der Selbstreflexion und Selbstregulation lernen müssten. Eine Lehrkraft könne hier Vorbild sein – im reflektierten Umgang mit Medien sowie in der gezielten Anwendung digitaler Tools für das Lernen.

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