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Forschungsinfrastrukturen

Der Standort Marburg ist an fünf dieser Forschungsinfrastrukturen beteiligt, die dauerhaft bereitgestellt und stetig weiterentwickelt werden sollen.

  • AKTIN – NUM Plattform für Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin 

    Wie viele Patient:innen kommen täglich in die Notaufnahme? Wie dringend müssen sie behandelt werden und mit welchen Beschwerden haben sie die Notaufnahme aufgesucht? Leider sind diese Daten in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar. Mit der AKTIN-Plattform und dem Notaufnahmeregister, die aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Magdeburg und dem Institut für Medizinische Informatik der Uniklinik RWTH Aachen entstanden sind, können diese Informationen nun in den teilnehmenden Kliniken dezentral erfasst und verfügbar gemacht werden. 

    AKTIN steht dabei für "Aktionsbündnis für Informations- und Kommunikationstechnologie in Intensiv- und Notfallmedizin“.

    Die AKTIN-Infrastruktur bietet eine Plattform für Echtzeitforschung und Überwachung im Gesundheitswesen, speziell in der Notfall- und Akutmedizin. Die Plattform ermöglicht es, täglich standardisierte klinische Daten aus der Patientenversorgung automatisch zu erfassen,standortübergreifend, und unabhängig von den primären elektronischen Dokumentationssystemen, unter Einhaltung der Datenschutzvorschriften. 

    Das Ziel der AKTIN-Infrastruktur ist die Verbesserung und Beschleunigung der Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsberichterstattung und (Versorgungs-)Forschung sowie die Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen sowie in der Akut- und Notfallmedizin dar.

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  • NUM-DIZ - Netzwerk der Datenintegrationszentren 

    In einer Welt, in der die Medizin vom digitalen Fortschritt profitiert und immer größere Datenmengen generiert werden, müssen Routinedaten aus der medizinischen Versorgung effizient, sicher und innovationsfördernd erschlossen, für die medizinische Forschung bereitgestellt und zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen genutzt werden. Das NUM-DIZ-Projekt setzt auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative (MII) auf, innerhalb derer an den meisten deutschen Universitätskliniken Datenintegrationszentren (DIZ) etabliert wurden, mit dem Ziel, die Datenbereit­stellung sowie die standortübergreifende Datenintegration und -analyse zu unterstützen. Im Rahmen des NUM-DIZ-Projekts bauen die bereits etablierten DIZ ihr Service-Portfolio kontinuierlich aus und erschließen neue Datenquellen. 

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  • NUM-SAR– Infrastruktur 

    Die „NUM Plattform für Surveillance und Rapid Response“ (NUM-SAR) stärkt die Infrastruktur der Universitätsmedizin für die pandemiebezogene Forschung durch Wissensbildung, einheitliche Datensysteme und umfassende Erregerüberwachung. Die Forschungsinfrastruktur im NUM stellt wichtige Informationen für die Pandemieprävention bereit und ergänzt bestehende Laborstrukturen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Dies bildet die notwendige Grundlage für eine wirksame Kontrolle und Bewältigung zukünftiger Pandemien. 

    Ziel von NUM-SAR ist es, Informationen bereitzustellen sowie eine Infrastruktur für die Universitätsmedizin zur Verfügung zu stellen, die weiterführende Forschung zu Aspekten des Pandemiemanagements ermöglicht.

    Um die genannten Ziele zu erreichen, werden in der Forschungsinfrastruktur vier Module (weiter-)entwickelt: Pakop, ESVE, GenSurv/MuSE und Dashboard. 

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    In Marburg werden ab Januar 2026 die zwei Module Pakop und MUSE durchgeführt.

    Die Pathogen-Kompetenzplattform (Pakop) vereint die gesammelte fachliche und materielle Kapazität der universitären Virologie- und Mikrobiologie-Institute und ermöglicht eine sofortige fachliche Reaktion (Antizipation/Expertise, Testentwicklung, Forschungsunterstützung).

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    Die Monitoring-Infrastruktur (MuSE) erfasst und bewertet auf die Universitätsmedizin bezogene Versorgungs-, Qualitäts- und Infektionsparameter (inkl. Betrieb einer Datenplattform für die genomische Erregersurveillance) und stellt diese als Sentinel auch dem RKI zur Verfügung.

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  • RACOON-BI - NUM Plattform für Radiologische Forschung 

    RACOON ist eine Infrastruktur des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) und wurde etabliert um medizinische Bilddaten schnell und effizient für die Forschung nutzbar zu machen. Ziel ist es eine Plattform zu schaffen, die Radiologinnen und Radiologen sowie Forschenden aus ganz Deutschland als benutzerfreundliches und intuitives Werkzeug dient. So lassen sich mono- oder multizentrische Studien mit medizinischen Bilddaten schneller planen, durchführen und auswerten.

    Damit wird die Grundlage geschaffen, dass radiologische Institute nicht nur ihre eigenen Projekte effizient umsetzen, sondern auch leichter an interdisziplinären Forschungsprojekten teilnehmen können, in denen Bilddaten zusammen mit anderen medizinischen Informationen ausgewertet werden.

    Das langfristige Ziel: Bessere Zusammenarbeit, schnellere Forschungsergebnisse – und damit spürbare Fortschritte in der Patientenversorgung in Deutschland.

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    Ihr Ansprechpartner am Standort Marburg: n.n.

  • NUM-Studiennetzwerk (NUM SN) 

    Ziel ist es, die deutsche Forschungslandschaft im Bereich klinischer und klinisch-epidemiologischer Forschung grundlegend zu stärken und den Anteil von Patient:innen, die während ihrer Behandlung an Studien teilnehmen, insgesamt zu erhöhen. Dadurch wird der Erkenntnisgewinn aus klinischen Studien gestärkt, die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefördert und insbesondere die medizinische Versorgung der Patient:innen durch innovative Therapieangebote und bessere Entscheidungsgrundlagen verbessert.

    Unter der Leitung eines Lenkungsausschusses wird im NUM SN ein Raum für vertrauensvolle Zusammenarbeit, fachübergreifender Expertise und Kooperation mit bestehenden Infrastrukturen geschaffen. Im Mittelpunkt stehen die Fachnetzwerke, die sich im NUM SN entwickeln. Das erste Fachnetzwerk Infektionen befindet sich bereits in der Pilotierungsphase und wird um zwei weitere Fachnetzwerke, das Fachnetzwerk Intensivmedizin und das Fachnetzwerk Schlaganfall, erweitert. Das NUM SN ist untrennbar mit seinen Fachnetzwerken verbunden und definiert die Gesamtstrategie für alle beteiligten Netzwerke. 

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    In Marburg sind zwei Fachnetzwerke aktiv:

    Critical care: Ihr Ansprechpartner am Standort Marburg:

    Stroke: Ihr Ansprechpartner am Standort Marburg:

Weitere Forschungsinfrastrukturen / Forschungsprojekte folgen ab 2026.

Weitere Informationen finden Sie bitte hier: Netzwerk Universitaetsmedizin

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