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„Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel“

Museumsgespräch zur Kunst von Gisela Hoischen-Wiesner und Lothar Hoischen

Veranstaltungsdaten

17. September 2026 18:00 – 17. September 2026 19:30
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Kleiner Rittersaal, Landgrafenschloss

zwei Holzobjekte mit unterschiedlichen Textilkunstattributen, links mit rosa-lila runden Objekten, rechts mit blau-grünen zopfartigen Objekten
Foto: Imogen Grönninger
Gisela Hoischen-Wiesner war künstlerisch vielfältig tätig. Die abgebildeten Objekte geben einen Einblick in ihre Textilkunst.

Das Museum der Philipps-Universität Marburg lädt zu einem Museumsgespräch in den Kleinen Rittersaal des Landgrafenschlosses ein. Dort ist aktuell unter dem Titel „Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel“ eine Sonderausstellung mit Werken von Gisela Hoischen-Wiesner und Lothar Hoischen zu sehen. Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck spricht mit interessierten Besucher*innen  am Donnerstag, 17. September 2026, um 18 Uhr im Kleinen Rittersaal über die Ausstellung und das Werk des Künstlerpaars. Gisela Hoischen-Wiesner (1942–2024) und Lothar Hoischen (1935–2001) lebten ab den 1970er Jahren in Marburg und prägten mit ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur die regionale Szene mit.

Künstlerische Vielfalt und Engagement

Lothar Hoischen, der als Professor für Mathematik in Gießen wirkte, entwickelte einen spätexpressiven Malstil, inspiriert von Vincent van Gogh. Seine Werke, insbesondere die dynamischen Baumgestalten, zeugen von großer Ausdruckskraft. Neben der Malerei schuf er Zeichnungen und Grafiken. Gisela Hoischen-Wiesner widmete sich der Seidenmalerei, Collagen, textilen Kreationen und farbenfrohen Hauben. Beide sammelten zudem klassische und moderne Kunst, darunter zahlreiche Marburg-Ansichten, unter anderem von Otto Ubbelohde. Diese sind in einer Auswahl neben den eigenen Werken in der kleinen Ausstellung zu sehen.

Nach dem frühen Tod ihres Mannes blieb Gisela Hoischen-Wiesner künstlerisch und fördernd aktiv. Sie unterstützte jahrzehntelang Marburger Einrichtungen, insbesondere die Philipps-Universität, und engagierte sich für die Sanierung des Kunstmuseums und des Brunnens im Innenhof des Kunstgebäudes. Als Mitglied der Galeriegemeinschaft Haspelstraße Eins bereicherte sie ab 2017 das Ausstellungsangebot der Stadt.

Die Ausstellung: Ein Stück Künstlerhaus im Schloss

Museumdirektor Dr. Christoph Otterbeck lädt alle Interessierten ein, die Atmosphäre des Künstlerhauses der Hoischens im Kleinen Rittersaal zu erleben. „Sie können dort die Kunstwerke betrachten, auf alten und modernen Möbeln Platz nehmen, Kunstbücher durchblättern, Schach spielen oder Musik hören. Ein Gästebuch liegt aus, um Erinnerungen an die beiden großen Förderer des Marburger Museums festzuhalten.“

Das Motto der Ausstellung – „Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel“ – stammt von einem handgeschriebenen Zettel, der in der Küche der Künstlerin hing.

Besuch der Ausstellung

Das Landgrafenschloss ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zur Sonderausstellung kostet drei Euro, ermäßigt zwei Euro. Die Ausstellung läuft noch bis zum 20. September 2026.

Referierende

Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Veranstalter

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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