13.10.2017 Zeit der Rebellion – Studium Generale widmet sich 68er-Bewegung

Vorlesungen im Wintersemester 2017/2018 starten am 25. Oktober

„1968“ steht bis heute für Aufbrüche einer neuen Generation, für Ausbrüche aus veralteten Strukturen und für gesellschaftliche Umbrüche. Das Studium Generale der Philipps-Universität Marburg im Wintersemester 2017/2018 widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Zeit. Namhafte Referentinnen und Referenten werden unter anderem die vielfältigen Dimensionen jener Zeit des Wandels sowie den Einfluss der 68er-Bewegung auf unsere heutige Gesellschaft diskutieren. In einer Podiumsdiskussion werden Zeitzeugen außerdem ihre Erfahrungen reflektieren. Start der öffentlichen Vortragsreihe ist am Mittwoch, 25. Oktober 2017.

Seit Jahren veranstalten die Philipps-Universität Marburg und der Marburger Universitätsbund das Studium Generale, um Angehörigen der Universität und einem interessierten Stadtpublikum eine fächerübergreifende Perspektive zu eröffnen. Im Wintersemester 2017/2018 widmet sich die Vortragsreihe der 68er-Bewegung. Die damaligen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse verliefen auf unterschiedlichen Ebenen – global, national, aber auch lokal. So waren französische und deutsche Studentenbewegungen nicht ohne die globalen Proteste gegen den Vietnamkrieg denkbar. In der Bundesrepublik stand „1968“ als Generationenkonflikt für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Zugleich hatten die Ereignisse von 1968 in hohem Maße lokale Ausprägungen. Das gilt auch für Marburg, wo sich internationale Konfliktlinien und deutsche Debatten mit Stadt- und Universitätspolitik kreuzten.

Das Studium Generale will diese globalen, nationalen und lokalen Dynamiken in verschiedenen Vorlesungen aufgreifen und die vielfältigen Wechselbezüge des Gesamtkomplexes „1968“ illustrieren. Die Vorträge kommen aus verschiedenen  geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, aus Publizistik und Literatur. Prominente Referentinnen und Referenten werden in einer Retrospektive nach fünf Jahrzehnten einen kritischen Blick auf die späten 1960er Jahre werfen. Was ist in den vergangenen 50 Jahren aus „1968“ und den Achtundsechzigern geworden? Und wie bewerten wir heute die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auf-, Aus- und Umbrüche jener Jahre? Haben sie tatsächlich die Welt, Deutschland und Marburg nachhaltig verändert?

Weitere Informationen:

Das Studium Generale findet immer mittwochs, 20:15 Uhr bis 21:45 Uhr im Audimax des Hörsaalgebäudes, Biegenstraße 14, 35037 Marburg statt.

Organisiert wird die Reihe in diesem Semester von Prof. Dr. Thorsten Bonacker vom Zentrum für Konfliktforschung und Prof. Dr. Eckart Conze vom Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften.

Alle Termine im Überblick: https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/profil/wissenstransfer/studium-generale

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