02.02.2018 Digitales Stethoskop ist die beste Gründungsidee

Wettbewerb „UNI IDEEN MARBURG“ prämierte außergewöhnliche Geschäftsideen

Gruppenfoto der Siegerinnen und Sieger
Foto: Markus Farnung
Marten Wellbrock, Ruth Werwai, Martin Frettlöh (Volksbank Mittelhessen), Julia Vollendorf, Sebastian Finck (Sparkasse Marburg-Biedenkopf), Sarah Liebetanz, Prof. Dr. Paul Alpar, Leander Melms, Prof. Dr. Arnold Grünweller, Kanzler Dr. Friedhelm Nonne, Prof. Dr. Michael Stephan (v.l.).

Am Dienstag, 30. Januar 2018, zeichnete das Marburger Institut für Innovationsforschung und Existenzgründungsförderung (MAFEX) der Universität Marburg die drei besten Geschäftsideen und die beste nachhaltige Idee aus, die im hochschulweiten Ideenwettbewerb „UNI IDEEN MARBURG“ eingereicht wurden. 6.000 Euro wurden insgesamt als Preisgelder verliehen. Den ersten Platz erreichte Student Leander Melms, der die Idee für ein digitales Stethoskop hatte.

Zehn Teams hatten sich für das Finale am 30. Januar qualifizieren können. Am Abend präsentierten sie ihre Gründungsideen vor dem interessierten Publikum. Rund 160 Besucherinnen und Besucher wohnten der Veranstaltung bei. Ihr Applaus für die jeweilige Idee wurde gemessen und floss so als zusätzliche Stimme mit in die Wertung der Jury ein.  

Die Jury, bestehend aus elf Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis, kürten Leander Melms als Sieger des Wettbewerbs. 2.500 Euro erhielt er für die Idee eines digitalen Stethoskops. Dieses soll in der Lage sein, Aufzeichnungen in hoher Qualität an gängige Patientenverwaltungssysteme zu übermitteln. Ferner soll das Stethoskop drahtlos an ein Smartphone gekoppelt werden, das mit einer selbstlernenden Software zur automatischen Befundanalyse ausgestattet ist.

Der zweite Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und ging an Prof. Dr. Arnold Grünweller. Er möchte ein antivirales Mittel mit Breitbandwirkung entwickeln. Dafür soll der pflanzliche Naturstoff Silvestrol genutzt werden. Silvestrol hemmt ein Enzym, das für die Synthese mehrerer viraler Proteine unbedingt benötigt wird. Da ein zelleigenes Enzym blockiert wird, können Viren nicht durch Mutationen der Silvestrolwirkung entkommen.

Die Studierenden Julia Vollendorf, Johannes Nguyen und Sarah Liebetanz konnten mit ihrem Design für die App „Electronic DONations“ (EDON) überzeugen. Sie wurden mit dem dritten Platz belohnt und erhielten 1.000 Euro. EDON soll Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen, Gutes zu tun und Geld zu spenden. Die App soll unter anderem Unterstützung bei der Suche geeigneter Organisationen bieten.

Hauptsponsor ist die Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Darüber hinaus wurde ein Sonderpreis Nachhaltigkeit in Höhe von 1.000 Euro verliehen, der von der Volksbank Mittelhessen bereitgestellt wurde. Preisträgerin und Preisträger des Nachhaltigkeitspreises sind Alumnus Marten Wellbrock und Ruth Werwai für „Raincloud & Sage Yarn“. Sie wollen sich damit für regionale, traditionelle und umweltschonende Produktion sowie Verbreitung von Wolle einsetzen.

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