16.08.2019 Universität beginnt mit Umsetzung des Parkpflegewerks

Duft- und Tastgarten wird abgebaut, Heilpflanzenbeet wird ansprechender gestaltet

Die Philipps-Universität Marburg beginnt in den kommenden Tagen mit der Umsetzung des Parkpflegewerks für den Alten Botanischen Garten. Die ersten beiden Schritte zur Umsetzung werden der Abbau des Duft- und Tastgartens sowie die ansprechendere Gestaltung des Heilpflanzenbeetes sein. In beiden Fällen werden einige Tonnen Beton und Fundamente aus dem Alten Botanischen Garten verschwinden. Das Parkpflegewerk wurde im Herbst 2018 als fundierte Arbeitsgrundlage für die weitere Entwicklung des Gartens vorgelegt, der seit den 1970er Jahren überwiegend als öffentlicher Park in der Innenstadt dient.

Rosen aus Tastgarten werden ans Musizierhaus umgesiedelt

In der Woche ab dem 19. August 2019 wird der Duft- und Tastgarten in der Nähe der Behringtreppe am Pilgrimstein abgebaut. Dieser Abbau ist sowohl mit der Blindenstudienanstalt (Blista) als auch mit der Stadt Marburg abgestimmt. In den 1980er Jahren als Duftrosen- und Blindengarten angelegt, wurden in der Anlage später Duftrosen durch pflegeleichte Beetrosen ersetzt. Inzwischen ist der Standort für Rosen nicht mehr sonnig genug, weil die umgebende Vegetation weitergewachsen ist und das Rosenbeet zunehmend beschattet.

Beim Abbau werden zunächst die in die Jahre gekommenen Metallgeländer des Beetes abmontiert und entsorgt, dann werden die Betonsteine (L-Steine) zur Begrenzung der Hochbeete und Wegbeläge entfernt. „Es werden von Seiten des Botanischen Gartens alle Anstrengungen unternommen, um wertvolle, zu erhaltende Pflanzenbestände umzusetzen. An der Terrasse des Musizierhauses befindet sich ein Rosenbeet, das erweitert und aufgewertet werden soll. Dazu werden, wenn möglich, Pflanzen wiederverwendet und zusätzlich wird die Pflanzung ergänzt“, erklärt Kristin Kilias, die Technische Leiterin der Außenanlagen und des Alten Botanischen Gartens. Auch andere Elemente – zum Beispiel Rankgitter – werden soweit möglich weiterverwendet. „Bei allen Arbeiten achten wir darauf, dass in Anspruch genommene Flächen und die angrenzende Vegetation so schonend wie möglich behandelt werden und es so wenige Beeinträchtigungen wie möglich gibt“, sagt Kilias.

Die Fläche des Tastgartens wird im Anschluss in die Große Wiese integriert und mit Rasen eingesät. Im Herbst wird zudem ein markanter Baum (Gelbholz) neben dem ehemaligen Duft- und Tastgarten nachgepflanzt, der im Jahr 2017 wegen fehlender Standsicherheit gerodet werden musste.

Heilpflanzenbeet wird ansprechender gestaltet

Das Heilpflanzenbeet an der Nordseite des Gartens in der Nähe zur neuen Universitätsbibliothek wird ansprechender gestaltet. Dazu werden die Betonplatten auf den Wegen im Heilpflanzenbeet ausgebaut. Die Wegedecke wird mit dem für den Alten Botanischen Garten typischerweise verwendeten Goßfeldener Lahnkies gestaltet. „Dadurch wird das allgemeine Erscheinungsbild verbessert und Fläche entsiegelt“, erklärt Kristin Kilias. Die Lücken in der Buchsbaumhecke, die als Begrenzung rund um das Heilpflanzenbeet dient, werden geschlossen.

Bei den gärtnerischen Arbeiten – sowohl beim Duft- und Tastgarten als auch im Heilpflanzenbeet – werden auch Auszubildende des Botanischen Gartens mitwirken.

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