12.07.2021 Neue Standardwerke zu Finanztechnologien & Blockchain

Buchvorstellung mit der hessischen Digitalministerin

Foto von Kristina Sinemus
Foto: Claus Völker
Die offizielle Buchvorstellung wurde von der hessischen Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus eröffnet.

Die Digitalisierung führt in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu großen Veränderungen – auch an den Finanzmärkten, wo Dienstleistungen und Zahlungen mehr und mehr in digitaler Form erfolgen. Im Beisein der hessischen Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus wurden am Freitag, 9. Juli 2021, zwei Fachbücher vorgestellt, die sich eingehend mit neuen Finanztechnologien und ihren rechtlichen Rahmenbedingungen befassen. Beide Werke fußen maßgeblich auf der Expertise des Instituts für das Recht der Digitalisierung der Universität Marburg.

Die Buchvorstellung fand in den Räumlichkeiten des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) in Darmstadt statt. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Hybrid-Veranstaltung per Webkonferenz zugeschaltet.

„Gerade in Hessen, als einem der wichtigsten Finanzplätze Europas, braucht es zwei Dinge, um der digitalen Transformation der Finanzbranche den Weg zu ebnen: Beste technische Voraussetzungen und vernünftige rechtliche Rahmenbedingungen. ZEVEDI spielt mit seinem interdisziplinären Ansatz dabei eine wichtige Rolle. Denn digitale Innovationen mit Verantwortung können am besten da gelingen, wo Wissenschaft und Praxis sich vernetzen und wo Unternehmen, Start-Ups und Hochschulen in den Dialog treten. Die heute vorgestellten Bücher verdeutlichen eindrücklich diesen Erfolgsfaktor, indem sie hochkarätige Autorenschaft verschiedenster Blickrichtungen vereinen und auf diese Weise die voranschreitende Digitalisierung des Finanzsektors erschließen“, sagte Prof. Dr. Sinemus.

Beim „FinTech-Handbuch“, das von Prof. Dr. Sebastian Omlor und Prof. Dr. Florian Möslein vom Institut für das Recht der Digitalisierung der Universität Marburg herausgegeben wird, handelt es sich um ein umfassendes Kompendium zur FinTech-Branche, das sich schwerpunktmäßig mit dem digitalen Zahlungsverkehr, Beteiligungsfinanzierungen wie Crowdfunding oder Crowdinvesting, sogenannten Robo Advices oder Blockchain befasst. Das Handbuch erscheint in zweiter Auflage.

Das "Handbuch Kryptowährungen und Token" wird von Prof. Dr. Sebastian Omlor und Dr. Mathias Link von der PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) in erster Auflage herausgegeben. Es erläutert systematisch alle wichtigen Fragen aus der Praxis und bietet unter anderem eine umfassende Darstellung der zivil-, aufsichts- bilanz- und steuerrechtlichen Fragen zu Kryptowährungen und Token und bezieht auch internationale Perspektiven mit ein.

Gruppenfoto der Teilnehmenden
Foto: Claus Völker

In Fachbeiträgen einzelner Autorinnen und Autoren wurde die ordnende und grundlegende Bedeutung des Rechts für den gesamten Prozess der Digitalisierung hervorgehoben. „Die beiden vorgestellten Werke betreten vielfach rechtliches Neuland und bieten dort wegweisende Orientierung namentlich für Start-ups, Unternehmen, Banken, anwaltliche Beratung und wissenschaftliche Forschung. Sowohl die Tokenökonomie als auch die FinTech-Branche stellen für den Finanzplatz Hessen, aber auch insgesamt für den Standort Deutschland zentrale Innovationsbereiche dar“, sagte Prof. Dr. Sebastian Omlor.

Die Buchvorstellung wurde vom Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI), dem Institut für das Recht der Digitalisierung der Philipps-Universität Marburg und den Verlagen C.H. Beck (München) und R&W (Frankfurt) veranstaltet.

Das Institut für das Recht der Digitalisierung

Das 2018 gegründete Institut für das Recht der Digitalisierung am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität bündelt und verstärkt die Kompetenzen des Fachbereichs in einer rechtlichen Querschnittsmaterie, die sich aus den Auswirkungen des Prozesses der Digitalisierung auf die bestehenden Rechtsordnungen ergibt. 2020 startete das Projekt „Blockchain und Recht“, das vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit rund 900.000 Euro gefördert wird. Marburger Juristinnen und Juristen leisten damit einen wesentlichen Beitrag dazu, die Technologie rechtssicher und zukunftsfähig zu machen. In regelmäßigen Tagungen bringt das Institut Entscheiderinnen und Entscheider aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zum Themenbereich Digitalisierung und Recht an einen Tisch.

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