04.03.2026 „Science for Society“: Barcamp zur Wissenschaftskommunikation gibt Impulse für den Dialog

70 Fachleute aus Hochschulen und regionalen Partnerinstitutionen diskutieren Gelingensfaktoren für Wissenschaftskommunikation und Transfer

Menschen im Hörsaal
Foto: Ruth Navel
Im Plenum des barcamps legten die Teilnehmenden ihre Themen und Diskussionsformate selbst fest.

Wie erreichen wir Menschen mit Wissenschaft? Wie lässt sich Wissenschaftskommunikation realistisch in den Forschungsalltag integrieren? Und welche Formen der Co-Creation mit Bürger*innen funktionieren in der Praxis? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich das Barcamp „Science for Society – Wissenschaftskommunikation und Transfer neu denken“, das am 3. März 2026 in der PhilFak der Uni Marburg stattfand. Veranstaltet vom Forschungscampus Mittelhessen, brachte das Format 70 Forschende, Kommunikationsfachleute, Wissenschaftsmanager*innen sowie Vertreter*innen der regionalen Wirtschaft zusammen. Die Veranstaltung richtete sich bewusst an Fachleute aus den beteiligten Institutionen – darunter die Philipps-Universität Marburg, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen – und bot einen geschützten Raum für offenen Austausch über Gelingensfaktoren im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Nach einer Einführung und drei Kurzimpulsen legten die Teilnehmenden selbst die Themen der Diskussionsrunden fest. In zwei aufeinander folgenden Sessions mit insgesamt zehn Themenschwerpunkten wurden konkrete Erfahrungen aus Projekten der Wissenschaftskommunikation und des Transfers reflektiert, strukturelle Herausforderungen benannt und Erfolgsbedingungen identifiziert. Diskutiert wurden unter anderem nachhaltige Verankerungen von Kommunikationsaufgaben in Forschungsprojekten, Kooperationsmodelle mit Praxispartnern, Fragen der Ressourcenplanung sowie Kriterien zur Bewertung von Dialogformaten.

Über die einzelnen Sessions hinaus zeigte sich ein starkes Interesse an langfristiger Zusammenarbeit. Das Barcamp bot Gelegenheit, bestehende Netzwerke innerhalb Mittelhessens zu vertiefen und neue Kontakte zwischen Hochschulen und ihren Mitarbeitenden zu knüpfen. Aus den Diskussionsrunden entstanden bereits erste Ideen für zukünftige Kooperationen. „Die angestoßenen Diskussionen sollen hier und heute nicht enden, sondern in weiteren Formaten fortgeführt werden“, bilanziert Vera Volkmann, Projektverantwortliche des Forschungscampus Mittelhessen. Ziel sei es, Wissenschaftskommunikation und Transfer strategisch weiterzuentwickeln und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft künftig noch wirksamer zu gestalten.