28.05.2026 Neue Podcastreihe über Recht in bewegten Zeiten

Marburger Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Stefanie Bock diskutiert in „recht:zeitig“ über Recht, Gesellschaft und Demokratie in der Zeitenwende

Gruppenfoto von fünf Personen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Podcast-Studio
Foto: Nomos Verlag
Gemeinsam mit fünf weiteren renommierten Juristinnen wirkt die Marburger Jura-Professorin Stefanie Bock (zweite von links) am neuen Podcast recht:zeitig mit.

Wie gelingt ein konstruktiver gesellschaftlicher Diskurs in polarisierten Zeiten? Welche Rolle spielt das Recht bei den großen Fragen unserer Gegenwart? Mit diesen Themen setzt sich der neue Podcast „recht:zeitig“ auseinander, an dem die Marburger Jura-Professorin Stefanie Bock beteiligt ist.

Der Podcast bringt rechtswissenschaftliche Expertise und verschiedene Perspektiven aus Gesellschaft, Politik, Medien und Wissenschaft zusammen. Ziel ist es, komplexe und kontroverse Themen verständlich, differenziert und offen für unterschiedliche Sichtweisen zu diskutieren. In der ersten Folge präsentieren die Initiatorinnen ihre Idee für den Podcast und sprechen darüber, was einen guten gesellschaftlichen Diskurs ausmacht. „Wir haben den Eindruck, dass wir wieder mehr miteinander sprechen müssen“, sagt Bock. „Zu schnell werden Personen und Meinungen abgetan und abgewertet, weil sie von der vermeintlich falschen Seite oder aus der falschen Bubble kommen. Wir wollen raus aus den Bubbles und hinein in einen Meinungsaustausch, in dem die Stärke des Arguments zählt“. Recht geht uns alle an und sollte daher für alle verständlich sein, argumentiert Bock. 

starke Stimmen – starkes Netzwerk

Hinter dem Podcast steht ein Team von sechs Rechtswissenschaftlerinnen: Prof. Dr. Susanne Beck, Prof. Dr. Stefanie Bock, Prof. Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy, Prof. Dr. Georgia Stefanopoulou, Prof. Dr. Dana Valentiner und Prof. Dr. Liane Wörner. Gemeinsam mit einem großen Kreis von Beiräten stehen sie für wissenschaftliche Qualität und thematische Vielfalt. Der Podcast wird vom Nomos Verlag produziert und durch die Zeit Stiftung Bucerius gefördert. 

Der Podcast soll dazu beitragen, Rechtsfragen stärker in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. „Recht ist zentral für unser Zusammenleben – oft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir möchten dazu beitragen, Rechtsdebatten verständlich zu machen und möglichst viele Menschen zum Mitdiskutieren einzuladen“, so Bock weiter.

In den rund 50-minütigen Folgen diskutieren die Gastgeberinnen mit wechselnden Gästen unter anderem über Fragen wie: Wie neutral kann Recht in polarisierten Zeiten sein? Wo endet Sicherheit – und wo beginnt Überwachung? Wie gerecht ist unser Strafrecht? Welche Regeln braucht Künstliche Intelligenz?

Der Podcast setzt bewusst auf respektvollen und fundierten Streit sowie auf unterschiedliche Perspektiven. Die Moderatorinnen wechseln sich bei den Folgen ab und laden Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ein. Die erste Folge von „recht:zeitig“ ist jetzt auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Neue Folgen erscheinen monatlich, die nächste am 11. Juni: Charlotte Schmitt-Leonardy diskutiert mit dem Juristen und Journalisten Ronen Steinke über Meinungsfreiheit. 

Mehr erfahren: www.nomos.de/rechtzeitig

Kontakt