06.05.2026 Rolf Kreyer rockt den Marburger Science Slam
Ausverkaufte Waggonhalle, starke Marburger Beteiligung und ein souveräner Sieg für Sprachforscher
Die Waggonhalle bebte: Der Marburger Science Slam war mit rund 200 Plätzen seit Wochen restlos ausverkauft und bot ein ebenso unterhaltsames wie erkenntnisreiches Programm. Sechs Slammerinnen und Slammer traten an. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Gleich vier von ihnen kommen aus Marburg und unterstrichen die lokale Stärke der Wissenschaftsvermittlung.
Den Sieg sicherte sich am Ende souverän Rolf Kreyer, Anglist und Linguist an der Philipps-Universität Marburg. In seinem zehnminütigen Beitrag „Warum Namensschilder wichtig sind, und was das über Sprache sagt“ verband er Humor mit fundierter Sprachwissenschaft und überzeugte die verteilten Jurygruppen und das Publikum (das über ein 'Applausometer' mitstimmen konnte) gleichermaßen. Ebenfalls auf der Bühne standen drei Forscherinnen aus dem Exzellenzcluster „Microbes for Climate“: Maren Nattermann erklärte Umwege im Zellstoffwechsel, Sandra Schuller spannte den Bogen von der Lupe bis zur Kryo-Elektronenmikroskopie, und Pia Richter widmete sich Zellwänden und deren Durchbrüchen. Ergänzt wurde das Feld durch den Chronobiologen Florian Hof aus Mainz mit einem Beitrag zur biologischen Uhr sowie Neuroinformatiker Jonas Elpelt aus Oberursel zum Thema Gehirn und Kreativität.
Für einen ebenso kreativen wie humorvollen Ausklang sorgte das Moderationsteam: Bernd Waldeck jonglierte mit einem Diabolo und vermittelte dabei anschaulich, was ein Exzellenzcluster wie „Microbes for Climate“ in Marburg ausmacht. Co-Moderator Martin Esters vom Impro-Theater „Fast Forward Theater“ ließ aus zehn zugerufenen Begriffen spontan eine abenteuerliche Geschichte entstehen und setzte damit einen pointierten Schlusspunkt unter einen rundum gelungenen Abend der Wissenschaftskommunikation. Der nächste Science Slam findet am 3. November 2026 in der Marburger Waggonhalle statt.