10.08.2026 12. August: Sonnenfinsternis und Sternschnuppenschauer

Fachbereich Physik lädt zur „Langen Nacht der Astronomie“ ein

Lukas Stock
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Ein besonderer Sommerabend erwartet Besucher*innen am 12. August ab 19 Uhr: Bei der „Langen Nacht der Astronomie“ auf der Aussichtsplattform vor dem Spiegelslustturm in Marburg lässt sich eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Zum bundesweiten Aktionstag bietet der Fachbereich Physik der Philipps-Universität Marburg sichere Möglichkeiten zur Sonnenbeobachtung. Nach Einbruch der Dunkelheit richtet sich der Blick auf den Perseidenstrom. Auch Kinder sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen

Ab 19:18 Uhr schiebt sich der Mond zunehmend vor die untergehende Sonne. Von Marburg aus sind bei klarem Himmel bis zu knapp 90 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt. Das Maximum der Verdunkelung wird um 20:12 Uhr erreicht. Auch beim Sonnenuntergang um 20:51 Uhr ist die Sonne noch teilweise vom Mond bedeckt.

Der Fachbereich Physik bietet sichere Beobachtungsmöglichkeiten mit Sonnenfinsternisbrillen, Teleskopen mit geeigneten Sonnenfiltern und Projektion. Nach Einbruch der Dunkelheit wechselt der Blick vom Tages- zum Nachthimmel: Dann sind die Sternschnuppen des Perseidenstroms zu sehen.

Jedes Jahr im August durchquert die Erde eine Spur aus Staub- und Trümmerteilchen des Kometen Swift-Tuttle. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen die winzigen Teilchen und erzeugen die sichtbaren Leuchtspuren der Sternschnuppen. Diese scheinen aus Richtung des Sternbilds Perseus zu kommen und lassen sich besonders gut mit bloßem Auge beobachten.

Finsternisse sind kein seltenes Himmelsereignis

Dass Sonnen- und Mondfinsternisse nicht bei jedem Neu- oder Vollmond auftreten, liegt an der Neigung der Mondbahn. Sie ist um rund fünf Grad gegenüber der Erdbahn um die Sonne geneigt. Deshalb stehen Sonne, Erde und Mond meist nicht genau genug auf einer Linie.

Zweimal im Jahr gibt es Zeiträume von etwa drei bis vier Wochen, in denen die Voraussetzungen für Finsternisse gegeben sind. Auch 2026 gab es bereits zwei entsprechende Ereignisse: Am 17. Februar war eine ringförmige Sonnenfinsternis vor allem in der Antarktis sichtbar. In der Nacht vom 2. auf den 3. März folgte eine in Europa sichtbare Mondfinsternis.

Auf die Sonnenfinsternis am 12. August folgt zwei Wochen später, in der Nacht vom 27. auf den 28. August, eine partielle Mondfinsternis, die ebenfalls in Europa sichtbar sein wird. Die nächste in Europa beobachtbare Sonnenfinsternis findet bereits am 2. August 2027 statt.

Auf eine totale Sonnenfinsternis im deutschsprachigen Raum muss dagegen länger gewartet werden: Am 3. September 2081 wird eine Totalitätszone über Süddeutschland, der Schweiz und Österreich liegen. In Marburg wird eine totale Sonnenfinsternis erst wieder nach dem Jahr 2200 zu sehen sein.

Wichtig: Nur mit geeignetem Schutz in die Sonne schauen

Ein direkter Blick in die Sonne kann die Augen dauerhaft schädigen. Das gilt auch für die Beobachtung durch ein Fernglas oder Fernrohr ohne geeigneten Schutz. Für die Beobachtung der Sonnenfinsternis dürfen deshalb ausschließlich zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen beziehungsweise für Teleskope geeignete Sonnenfilter verwendet werden. 

Beobachtung am Spiegelslustturm

Bei klarem Himmel freut sich der Fachbereich Physik am Mittwoch, 12. August, ab 19 Uhr auf Besucher*innen. Die Veranstaltung findet auf der Aussichtsplattform vor dem Spiegelslustturm statt und endet gegen Mitternacht.

Ob sich die Anfahrt aufgrund der Wetterbedingungen lohnt, wird am Mittwochnachmittag auf der Website des Fachbereichs Physik bekannt gegeben.

 

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