24.04.2026 Uni beteiligt sich beim „Abpflastern“
Helfer*innen bepflanzen Fläche am Pilgrimstein
Die Philipps-Universität Marburg beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ und setzt damit ein Zeichen für Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung. Am 23. April wurde eine entsiegelte Fläche am Pilgrimstein von Studierenden, Auszubildenden und Mitarbeiter*innen der Universität bepflanzt. An Infoständen des Green Offices, Marburg Goes Green und dem MaterialZentrum konnten sich Interessierte darüber hinaus zum aktuellen Stand des „Abpflasterns“ in Marburg und zu Handlungsmöglichkeiten informieren.
Bereits Ende März wurde die Fläche vorbereitet: Die vormals versiegelte Fläche aus Pflaster- und Belagsmaterial wurde Schritt für Schritt zurückgebaut, sodass der Boden freigelegt und für eine neue Bepflanzung vorbereitet werden konnte. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um den Bereich ökologisch aufzuwerten und künftig Regenwasser wieder besser versickern zu lassen sowie neue Grünstrukturen zu entwickeln.
Initiiert wurde die Aktion vom Green Office der Philipps-Universität. Gemeinsam mit engagierten Studierenden, Auszubildenden, Mitarbeitenden und weiteren Beteiligten wurde eine Fläche am Gebäude des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) hin zum Pilgrimstein umgestaltet. Dabei unterstützte der Botanische Garten Marburg die Planung und fachliche Anleitung der Bepflanzung – es wurden geeignete, standortgerechte und insektenfreundliche Pflanzen ausgewählt und in die Fläche eingebracht.
Die Studierenden konnten dabei nicht nur praktisch mitarbeiten, sondern auch wertvolle gärtnerische Erfahrungen sammeln: Welche Pflanzenarten eignen sich für innerstädtische Standorte? Wie wird eine Fläche sinnvoll vorbereitet, bepflanzt und dauerhaft gepflegt? Diese Fragen wurden direkt vor Ort praktisch vermittelt und gemeinsam erprobt. Auch die Auszubildenden der Universität unterstützten die Aktion tatkräftig und brachten sich in die praktischen Arbeiten ein.
„Mit der Entsiegelung am Pilgrimstein wollten wir ganz konkret zeigen, wie Klimaschutz im urbanen Raum praktisch umgesetzt werden kann. So kann Stück für Stück zu einer sozial-ökologischen Transformation beigetragen werden. Besonders wichtig war uns, Studierende aktiv einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst zu erleben, wie aus einer versiegelten Fläche ein lebendiger, ökologisch wertvoller Ort entsteht“, sagt Enya Blank vom Green Office.
„Die Entsiegelung und Begrünung am Pilgrimstein ist ein gutes Beispiel dafür, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Hochschulalltag praktisch umgesetzt werden können“, sagt Ling Guo, Klimaschutzmanagerin der Universität Marburg. „Ich freue mich sehr über die Initiative des Green Office und dass so viele Menschen an der Universität bereit sind, sich aktiv für Nachhaltigkeit einzusetzen“, ergänzt Guo.
Wettbewerb „Abpflastern“
Versiegelte Flächen aus Asphalt, Beton oder dicht verlegtem Pflaster heizen sich im Sommer stark auf und erschweren die Versickerung von Regenwasser. Entsiegelte Böden dagegen speichern Wasser, kühlen ihre Umgebung und fördern die biologische Vielfalt. Gerade in Zeiten des Klimawandels mit zunehmenden Hitzeperioden und Starkregenereignissen leisten entsiegelte Flächen einen wichtigen Beitrag zu einer klimaresilienten Stadt. Dabei können schon kleine Flächen spürbare Unterschiede bewirken.
„Abpflastern“ ist ein bundesweiter Wettbewerb, initiiert von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz, der von Privathaushalten bis Stadtverwaltungen alle dazu motiviert, versiegelte Flächen zu entsiegeln und damit ökologische Bodenfunktionen wiederherzustellen. Weitere Informationen: www.abpflastern.de
Kontakt
Green Office AG
Mail: ag-greenoffice@uni-marburg.de
Philipps-Universität Marburg
Wilhelm-Röpke-Str. 6, Raum 00/013